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20:15 09.02.2018
Das trägt Frau morgen: weite Hosen und Lagenlook. Quelle: Pacific Press
Hannover

Ein Überblick über die Trends, die sich in 2018 abzeichnen.

Weites Bein

Skinny Jeans ade! Es ist tatsächlich Zeit für den kompletten Gegenpol zur schmalen Silhouette. Ein modischer Schritt, über den sich Stylistin Cristina Morcego aus München sehr freut. Für sie sind weite Hosen absolutes Muss der kommenden Monate, bevorzugt mit gerade geschnittenem Bein – angelehnt an die berühmte Marlene-Hose. Der Vorteil eines solchen Schnitts? „Weite Hosen sind immer elegant, auch im Alltag“, sagt die gebürtige Spanierin. Empfehlenswert sind grundsätzlich fließende Stoffe, die das Bein großzügig umspielen. Super lässig wirken die Hosen auch in Denim mit hohem Bund.

Na, Logo

Der Logo-Trend sticht in den kommenden Monaten mehr und mehr ins Auge und löst damit die Statement-Prints der vergangenen Saison ab. Bei Männern sind vor allem die Sportlabels der Achtzigerjahre angesagt, Frauen setzen bei ausreichend Kleingeld auf das Luxussegment mit den großen Designermarken. Wer Logos liebt, sollte schnell zuschlagen. Denn Modeexpertin Cristina Morcego prophezeit diesem sehr plakativen Trend nur eine kurze Laufzeit. Wichtig für die Stylistin ist hierbei die Haltung: „Wenn Logo, dann bitte im Original. Oder wenigstens als sichtbarer Fake“, um den Kontrast zum High-End-Luxus zu unterstreichen. Denn der Rest des Kleiderschranks bestätigt in der Regel, welche Art von Logo man sich nun mal leisten kann und auch leisten will.

Geschlitzt

Natürlich kennt jeder die Abendkleider auf dem roten Teppich, geschlitzt bis fast hoch zur Leiste. Aber Schlitze kommen künftig wesentlich dezenter und umso koketter daher. Etwa an aufgeschnittenen Hosenbeinen, um minimalen Einblick zu gewähren und den Fokus auf die Knöchel zu lenken. Oder seitlich an Röcken und Kleidern. Sehr elegant wirken Schlitze auch an der Rückenpartie eines Seidenhemdes.

Lagenlook

Die Kunst liegt in den Schichten – also Rock über Hose, Bluse über Rolli – und dann noch mal ein Pulli drüber. Im normalen Alltagsgebrauch wird der Lagenlook allerdings schnell zur Herausforderung. Richtig gelayert sieht er jedoch unvergleichlich gut aus, hochmodisch und sehr komplex. Worauf sollte man also achten? „Man muss jede Lage bewusst erkennen“, erklärt Cristina Morcego. „Am besten wählt man die Materialien sehr gegensätzlich, etwa ein Seidenkleid über Jeans. Oder Strick über Seide. Mit Gürteln kann eine Silhouette geschaffen werden oder mit taillierten Tops. Aber allen Modemutigen sei ehrlich gesagt: Am besten funktioniert der Lagenlook doch an großen schlanken Menschen.

Fanny Pack

Ja, sie ist praktisch! Das war die Bauchtasche in hässlicher Polyesterversion vor 30 Jahren aber irgendwie auch schon. Damals wurde sie noch von Skifahrern als Wimmerl bezeichnet und sah entsprechend aus. Umso erfreulicher, dass aus dem hässlichen Entlein ein wunderschöner Schwan geworden ist. Es gibt die Bauchtasche in knalligen Farben, aus Leder, Samt und Bast, mit Fell oder detailverliebt verziert. Plötzlich ist sie so vielseitig wie die Handtasche. Junge Labels haben in ihren Varianten zwar bewusst den Bezug zu den Achtzigerjahren erhalten, das Ganze aber modern interpretiert. Und auch edle Luxuslabels haben die Bauchtasche für sich entdeckt: mit hochwertigen Materialien, Kettenverzierung, Markenlogos, Glanzoptik. Wer sie nicht um den Rumpf tragen möchte, kann sich die Täschchen auch schräg über die Brust hängen.

Statement am Ohr

Für Stylistin Cristina Morcego sind Statement-Ohrringe das perfekte Accessoire an Tagen, an denen es schnell gehen muss. „Du kannst einen nichtssagenden Pullover tragen, große Statement-Ohrringe dazu – schon hast du einen Look kreiert. Mehr braucht es gar nicht!“ Für trendbewusste Frauen müssen die Ohrringe nicht nur groß, größer, riesig sein, sondern zusätzlich auch noch regelrecht „überladen“. Es gibt Ohrringe in verschiedenen Materialien, Farben und mit viel Liebe fürs Detail. Es gibt sie in überdimensionierter Herzform mit viel Blingbling. Oder mit Stoffblüten, die an Fäden bis zu den Schultern ranken.

Alles eins

Sie ist ein Statement der anderen Art – die Latzhose. Verbannt für mehrere Jahrzehnte hat sie sich einen neuen Auftritt auf den Laufstegen gesichert. Ähnlich sieht es mit Jeansoveralls aus, die in ihrer aktuellen Interpretation großer etablierter Designer durchaus an die ursprüngliche Arbeitskluft erinnern, der sie entstammen. Latzhosen und Jeansoveralls haben auch dieser Tage schnell einen kindlichen Touch und müssen gekonnt gestylt werden. Entweder lässig mit leichtem Rollkragen und Boots oder elegant mit hohen Absätzen – allein schon, um das Bein zu strecken.

Von Andrea Mayer-Halm

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