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Mode & Stil My Home is my Bulli
Sonntag Mode & Stil My Home is my Bulli
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20:01 30.06.2017
Kleiner Bus, große Freiheit: Nicht nur auf Instagram ist das Leben – oder wenigstens Verreisen – im Bulli ein Riesentrend. Quelle: iStock Editorial
Hannover

Autark: Ausrüstung ist alles. Mit extra Batterie, Gaskocher, Kühlschrank, Frisch- und Abwassertank lebt es sich gut – und ohne auf andere angewiesen zu sein.

Bulli: Ein T-Modell von VW steht besonders hoch im Kurs. Je älter, desto besser. Die Beliebtheit treibt allerdings den Preis in die Höhe – was die Busmodelle anderer Hersteller salonfähig macht.

Campingplatz:Die Übernachtung hier ist unter Vanlife-Fans verpönt. Sie bevorzugen freie Stellplätze.

Dashboard: Früher hieß es Armaturenbrett, heute füllt sich eben das Dashboard mit Utensilien. Und statt Wackeldackeln gibt es hüftschwingende Hawai-Mädchen-Figuren.

Enge: Wenige Quadratmeter können sich sehr eng anfühlen, gerade wenn es in Strömen regnet und man sich nach einem Streit nicht aus dem Weg gehen kann.

Foster Huntington: Als Instagram noch ein Randphänomen war, gab Huntington seinen Job als Designer bei Ralph Lauren auf, kaufte sich einen Bus und fuhr damit um die Welt. Weil er als Erster seine Bilder mit den Hashtags #HomeIsWhereYouParkIt und #Vanlife vertaggte, gilt er als Godfather der modernen Nomadenbewegung.

Gadgets: Solaranlagen, Hightech-Stirnlampen, Wechselrichter, Gopros, Campingtoaster und Kleinigkeiten wie Kajaks und Sonnensegel gehören zur Ausrüstung. Nicht zu vergessen: WLAN-Router und Verstärkerantenne.

Höflichkeit: Fehlanzeige! Die Fahrer älterer Bullis grüßen Besitzer neuerer Modelle um keinen Preis.

Instagram: Ein Instagram-Account gehört zum #Vanlife wie das Öl zum Motor. Mehr als 1,5 Millionen Bilder finden sich dort mittlerweile unter dem Hashtag.

Klein, aber mein: Begeisterte Vanlifer finden sich mit der Enge im Bus ab – und genießen die Unabhängigkeit. Quelle: Eyeem

Jedermannsrecht: Die aus nordischen Ländern stammende Regelung erlaubt die freie Nutzung der Natur. Genau genommen gilt das darin enthaltene Recht auf Übernachtung auf freiem Land aber für Leute, die mit Zelt und damit unmotorisiert unterwegs sind.

Kosten: Vanliving geht ins Geld: hohe Spritkosten, Ausgaben für Reparaturen, Versicherung, Steuern, Verpflegung und mehr.

Langsamkeit: Entschleunigung ist eine verbreitete Sehnsucht – der Van macht’s leicht: Ältere Modelle bringen kaum mehr als 100 Kilometer pro Stunde.

Mechaniker: Rost bekämpfen, kaputte Dichtungen erneuern oder Öl und Kühler im Blick behalten: Wer in einem betagten Van unterwegs ist, wird früher oder später zum Mechaniker.

Nomadenleben: Allzu viele Freunde und Familienmitglieder kann man nicht mitnehmen, auch bei den Lieblingsdingen muss man wählerisch sein – das ist eine der schmerzhafteren Entbehrungen des Vanlifes.

Oben: Die Perspektive zu verändern macht Fotos dynamischer. Busnomaden nehmen das wörtlich: Nahezu jeder Vanlifer posiert für Instagram auf dem Dach seines Gefährts.

Platzwahl: Wunderbare Plätze zum Freistehen gibt es in der Natur viele – man muss nur wissen, wo. Geteilt werden die Koordinaten unter dem Hashtag #vanspots oder auf dem Account @vanlifelocation.

Quälgeister: Mücken, Schnaken und Fliegen erinnern daran, dass man unbedingt Insektenspray im Wagen haben sollte.

Roadtrip: Die softe Variante des Vanlifes für alle, die den Alltag ein paar Wochen unterbrechen wollen. Beliebte Roadtrip-Ziele: das Nordkap, Südschweden oder die französische Atlantikküste.

Sonnenaufgang: Aus dem Bett heraus beobachten, wie die Sonne aufgeht – immer faszinierend!

Tourismus: Der gemeine Vanlifer gibt sich als Individualist. Am Ende landet er aber doch mit den Massen am norwegischen Nordkap oder an der portugiesischen Algarve.

Unikat: Durch selbst eingelegten Fußboden, Bullauge oder ein Surroundsoundsystem wird der Van zum Gefährt mit persönlicher Note.

Verzicht: Kein Backofen, ein Mini-Kühlschrank – und wer keine Solardusche mitnimmt, muss Abstriche bei der Körperpflege machen.

Wetter: Weil das Busleben bei Schmuddelwetter eng wird, sollte man gerüstet sein – und genug Zeitschriften und Spiele dabeihaben.

Xenophobie: Angst vor Fremdem sollten Vanlifer nicht haben. Kontakte knüpfen ist unvermeidlich: Sei es nur, um jemanden zu finden, der den Wassertank wieder anschweißt.

#Youdidnotsleepthere: Wo Vans am Abgrund stehen – oder gleich mitten im See: Dieser Instagram-Account sammelt Bilder von nicht ganz konventionellen Plätzen zum Übernachten.

Ziellosigkeit: Wer im Van reist, plant nicht voraus. Er lässt sich treiben – dorthin, wo es gefällt.

Von RND

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