Menü
Leipziger Volkszeitung | Ihre Zeitung aus Leipzig
Anmelden
News Der LVZ-Kunstpreis wird zum zwölften Mal vergeben
Specials LVZ-Aktionen LVZ-Kunstpreis News Der LVZ-Kunstpreis wird zum zwölften Mal vergeben
Partner im Redaktionsnetzwerk Deutschland
14:58 25.06.2018
Neo Rauch gehört zu den ersten Künstlern, an die der LVZ-Kunstpreis verliehen wurde.  Quelle: dpa-Zentralbild
Leipzig

 Diese Liste kann sich sehen lassen – und wenn sich die Künstler, die seit 1995 den LVZ-Kunstpreis erhalten haben, auf einen Nenner bringen lassen, dann nur auf diesen: Es gibt ihn nicht. In Leipzig, das sich als Stadt der Maler in der Welt einen Namen gemacht hat, ist alles möglich, das beweist gerade auch diese Auszeichnung. Darum hier die Reihe der bisherigen Preisträger: Via Lewandowsky (1995), Neo Rauch (1997), Jörg Herold (1999), Tamara Grcic (2001), Daniel Roth (2003), Matthias Weischer (2005), Claudia Angelmaier (2007), Julius Popp (2009), Jochen Plogsties (2011), Sebastian Nebe (2013) und Owen Gump (2015). Für fast alle Genres stehen diese Namen, für Konzeptkunst, Skulptur, Fotografie und ja, natürlich, auch Malerei.

Idee zum LVZ-Geburtstag

Wie kam es zu diesem Preis? Moritz Götze ist schuld, zumindest indirekt. Die Werke des in Halle lebenden Künstlers wurden nach einer ersten Renovierung des LVZ-Verlagsgebäudes am Peterssteinweg in den frühen 90ern auf den weißen Wänden platziert. Friedhelm Haak, langjähriger Aufsichtsratsvorsitzender der Mediengruppe Madsack, zu der die LVZ gehört, hatte zuvor einen Schuber mit 50 Blättern des Künstlers erworben.

Haak schreibt in einem Katalogtext: „Ein Blatt, das einen Stuhl zeigte, trug die Inschrift STUHL, ein anderes, bezeichnet HANDGRANATE, zeigte eine Granate, und man kann leicht raten, was auf dem Blatt mit der Aufschrift SÄGE abgebildet war.“ Diese witzig-spröde Kunst zeigte Wirkung. Haak beschreibt sie so: „Ein Sturm der Entrüstung blies durch die Redaktionsräume der Zeitung. Es wurde heiß diskutiert, und mancher fühlte sich gar für dumm verkauft. Dies war der eigentliche Auslöser, zum Geburtstag der Leipziger Volkszeitung den Kunstpreis ins Leben zu rufen.“

Starthilfe für junge Künstler

Das war 1994. 100 Jahre war die Zeitung im dem Jahr alt geworden. 1995 sollte die Auszeichnung zum ersten Mal vergeben werden – als Starthilfe für junge Künstler, die mit der Region Leipzig verbunden sind, die bereits von sich reden gemacht haben, ohne jedoch arriviert zu sein. Im Zwei­jahres-Rhythmus wird der Preis seitdem aus­gelobt. Er beinhaltet neben dem Preisgeld von 10 000 Euro eine Ausstellung im Museum der bildenden Künste und einen begleitenden Katalog.

Leicht hat es sich die unabhängige, aus wechselnden Mitgliedern bestehende Jury nie gemacht. Auch nicht bei Benedikt Leonhardt, der den Preis am Freitag erhält – und nun als 12. die Reihe der Preisträger mit einer ganz eigenen Position bereichert.

Von jkl

LVZ-Kunstpreis

Lesen Sie hier alles zum LVZ-Kunstpreis!

Kommentare
Die Debatte geht am Morgen weiter
Die Kommentarfunktion ist zwischen 23:00 und 06:00 Uhr nicht aktiv – denn wir wollen eine gute Moderation der Beiträge gewährleisten.
Wir freuen uns am Morgen über Ihre konstruktiven Beiträge zum Thema!

Am 1. Dezember erhält der 1984 in Leipzig geborene Maler Benedikt Leonhardt den Kunstpreis der Leipziger Volkszeitung im Museum der bildenden Künste in Leipzig. Am selben Tag wird dort seine Ausstellung „LUX“ eröffnet. Im Interview spricht er über seine Bildwelten.

29.11.2017

Die Jury lobt ihn als "unbeirrbar", seine Bilder sind abstrakt und vielschichtig: Der Maler Benedikt Leonhardt aus Leipzig erhält den LVZ-Kunstpreis. Der 33-Jährige ist der zwölfte Preisträger, der die mit 10.000 Euro dotierte Auszeichnung erhält.

25.06.2018

Karg sind seine Landschaften, steinig und still. Vor diesen Kulissen war der Blumenstrauß, den Owen Gump am Freitag aus den Händen von LVZ-Geschäftsführer Björn Steigert im Museum der bildenden Künste in Leipzig erhielt, ein explosives Fest der Farben.

25.06.2018