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Schüler laden beim LVZ-Zeitungsflirt Gäste ein und besuchen die Druckerei

100. Grundschule Schüler laden beim LVZ-Zeitungsflirt Gäste ein und besuchen die Druckerei

Zum Flirten bestens aufgelegt waren in dieser Woche 42 Mädchen und Jungen der Klassen 4 a und 4 b der 100. Grundschule. Sie gehören zu den 137 Klassen aus Leipzig und Umgebung, die am gemeinsamen Projekt von LVZ und LVZ Post „Zeitungsflirt – Zeitung entdecken“ teilnehmen.

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Die Klasse 4 b hat sich mit ihrer Lehrerin Petra Roth (hinten 2. von rechts) gut auf den Besuch der Lokalredakteurin Cornelia Lachmann vorbereitet.

Quelle: André Kempner

Zum Flirten bestens aufgelegt waren in dieser Woche 42 Mädchen und Jungen der Klassen 4 a und 4 b der 100. Grundschule. Sie gehören zu den 137 Klassen aus Leipzig und Umgebung, die am gemeinsamen Projekt von LVZ und LVZ Post „Zeitungsflirt – Zeitung entdecken“ teilnehmen. Mit ihren Deutsch-Lehrerinnen Agnieszka Mozer-Möllenbeck und Petra Roth beschäftigen sich die Viertklässler acht Wochen lang intensiv mit der Leipziger Volkszeitung.

Und da wollten sie nicht nur in den Seiten blättern und lesen, sondern auch einmal mit den Machern auf Tuchfühlung gehen. Nach dem Besuch von Lokalredakteurin Cornelia Lachmann und Fotoreporter André Kempner bei ihnen in Grünau freuten sich die Schüler der 4a noch auf einen Besuch in der Druckerei in Stahmeln. Tja, wie ist das nun mit so einer Zeitung? Wie kommen die Texte hinein? Wer sucht die Themen aus? Wie lange dauert es, bis ein Beitrag fertig ist?

Obwohl Niclas und Florian auch an diesem Tag pünktlich ihren Zeitungsdienst erledigt hatten und allen die aktuelle LVZ vorlag, stand an diesem Morgen der Gast aus der Redaktion im Mittelpunkt des Interesses von Petra Roth und ihrer 4 b. Die Redakteurin durfte es sich sogar auf einem ganz besonderen Platz bequem machen. „Hier sitze ich immer, wenn Gedichte aufgesagt werden“, verriet die Lehrerin, die mit ihren Schützlingen bereits erarbeitet hatte, dass sich die Zeitung in vier sogenannte Bücher gliedert – Politik, Kultur, Lokales und Sport.

Dann versammelten sich Leticia, Lena, Natalie und all die anderen im Kreis und löcherten die Lokalredakteurin. „Und was war für euch bisher das Allerschwerste beim Zeitungsflirt?“, lockte die Lehrerin verschmitzt ihre Schüler aus der Reserve. „Na, dass die Zeitung so groß und unsere Tische so klein sind“, kam es wie aus der Pistole geschossen. Wenn zwei die LVZ aufschlagen, wird’s eng!

In der zweiten Stunde erwarteten Agnieszka Mozer-Möllenbeck und die 4a den Gast. In fünf Gruppen hatten sich die Schülerinnen und Schüler vorbereitet und Fragen aufgeschrieben. Die Gruppe von Sunny, Emy, Iman und Miriam interessierte zum Beispiel, was passiert, wenn mal ein Fehler in der Zeitung steht und wohin Zeitungen kommen, die nicht verkauft wurden. Dominik, Marie, Sophie und Leony wollten wissen, wie lange an einer Zeitungsausgabe gearbeitet wird und erfuhren dabei, dass manche Seiten mehrmals am Abend aktualisiert werden, unter anderem für Fußball oder Wahlergebnisse. Wie oft das passierte, das erkennt der Leser an den kleinen Sternchen am unteren Seitenrand. „Was ist eigentlich Politik?“ – wollte die Gruppe von Sarah, Alondra, Paul und Zaid wissen.

Die Unterrichtsstunde verging im Nu. 45 Minuten reichten kaum, um auch die jungen Leser zu befragen, denn in erster Linie ist und bleibt ein Journalist – neugierig. Zum Beispiel darauf, ob auch alle alles gut verstanden haben. Keine Selbstverständlichkeit, wenn Kinder aus unterschiedlichen Ländern gemeinsam lernen. Miriam nickt: „Mit fünf kam ich aus Portugal hierher. Meine Eltern und Geschwister wurden in Brasilien geboren. Was mir hier gefällt? Alles!“ Zaid aus Syrien lebt drei Jahre in Deutschland. „Zuhause sprechen wir aber Arabisch.“ Auch Alondra aus Serbien und Clara aus Brasilien erzählen, seit wann sie in Leipzig leben und dass sie sich hier wohl fühlen. Wiktor, der vor zwei Jahren mit seinen Eltern aus Polen kam, hat allerdings noch Heimweh. Iman aus Tschetschenien erinnert sich, wie sie zur Schule kam: „In der ersten Klasse hab ich gar kein Wort gesagt. Doch dann traf ich Alina, Emy und Sunny, meine Freundinnen, und lernte von und mit ihnen Deutsch.“

Cornelia Lachmann

Leipziger Volkszeitung vom 18. Mai 2017

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