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Prunkbau am Ende der Gleise

100 Jahre Leipziger Hauptbahnhof Prunkbau am Ende der Gleise

Leipzigs imposanter Hauptbahnhof feiert in diesem Jahr seinen 100. Geburtstag. Das bekannte Bauwerk hat eine bewegte Geschichte hinter sich. In einer Serie blickt die LVZ zurück – heute: Die Ausmaße.

Der Verbindungsgang zwischen der sächsischen und preußischen Eingangshalle mit den beiden Gepäckabfertigungen im Jahr 1916.

Quelle: Quelle: Stadtgeschichtliches Museum

Leipzig. Nach der vollständigen Inbetriebnahme und der Einweihung konnten sich auch die Bevölkerung und zahlreiche Reisende ein Bild vom neuen Prunkbau am Ende der Gleise machen. Die Ausmaße sind wahrlich gigantisch. Einige besonders interessante Daten – teils auch aus späteren Umbauten respektive heutiger Zeit – sollen hier aufgelistet werden.

Das rund 300 Meter breite Empfangsgebäude hat ebenerdig zwei vorgebaute Eingangshallen von je 1620 Quadratmetern und 26 Metern lichter Höhe. Die an Tragwerken aufgehängten Kassettendecken sind mit 400 Quadratmetern großen Oberlichtern ausgestattet.
Beide Hallen haben außer den Haupteingängen jeweils einen Seiteneingang mit kleiner Vorhalle. Sie sind durch einen 100 Meter langen und zwölf Meter breiten Gang verbunden, von dem ursprünglich 15 Türen zum Bahnhofsvorplatz führten.

Im östlichen Flügel ist entgegen der sonstigen Symmetrie des Baus 40 Meter neben der Eingangshalle ein Vorbau, der den Fußweg zehn Meter überdacht. Das dort befindliche Portal führte zu jenen Räumlichkeiten, die für den Aufenthalt der Fürsten und deren Begleitung sowie der Dienerschaft vorgesehen waren.

Das gesamte Empfangsgebäude hat eine bebaute Fläche von knapp 15 000 Quadratmetern, wovon etwa 2500 Quadratmeter als offene oder glasbedeckte Lichthöfe ausgebildet sind. Die Kosten betrugen fast sieben Millionen Mark.

Die etwa 265 Meter lange, 33 Meter breite und 27 Meter hohe Querbahnsteighalle wurde mit einem Tonnengewölbe aus Stahlbeton versehen. Rund 30 Prozent der 9000 Quadratmeter großen Fläche entfielen auf verglaste Oberlichte. Sechs mächtige Abschlussbögen schaffen eine Verbindung zur Längsbahnsteighalle.

Die mit einer Schürze versehene sechsschiffige Halle – als Stahlbetonkonstruktion ausgeführt – hat eine Höhe von 20 Metern und überspannt eine Grundfläche von 60 000 Quadratmetern. Sie hatte kittlose verglaste Oberlichtflächen von etwa 24 000 Quadratmetern.

An der Ost- und Westseite schließt sich noch jeweils eine vom Querbahnsteig 30 Meter zurückgesetzte Randbahnsteighalle an. Die gesamte Bahnsteiganlage ist 298 Meter breit und vom Empfangsgebäude aus 240 Meter lang.

Beim Bau wurden fast 35000 Tonnen Zement, 7000 Tonnen Eisenteile und gut 600 Tonnen Glas verwendet.
Bis zum Umbau gab es 26 Bahnsteiggleise, fünf Außenbahnsteiggleise, zwei Randbahnsteiggleise und 13 Gepäckbahnsteigzungen. Die Längen all dieser Bahnsteige sind unterschiedlich. Der längste östliche Randbahnsteig hatte eine Länge von 400 Metern.
Mittlerweile tickt schon die vierte Uhren-Generation in den Bahnhofshallen.

Die Quer- und Längsbahnsteighallen haben eine Grundfläche von knapp 70 000 Quadratmetern. Die Kosten betrugen 4,4 Millionen Mark. Der umbaute Raum (ohne Empfangsgebäude) ist mit gut 1,3 Millionen Kubikmetern als Bahnsteighalle auch heute noch einzigartig.

Die gesamte Anlage des Hauptbahnhofs hatte bei der Inbetriebnahme eine Ausdehnung in der Nord-Süd-Richtung von 2,4 Kilometern, von Ost nach West von über drei Kilometern.

Innerhalb der Bahnhofsgrenzen lagen rund 97 Kilometer Gleisanlagen mit rund 680 Weichen und 19 Stellwerken.
Während die preußische Verwaltung über ein hochmodernes Befehlsstellwerk, ein elektrisches und vier mechanische Stellwerke verfügte, waren es auf sächsischer Seite vier Kraftstellereien und neun mechanische Stellwerke.

Hauptbahnhof Leipzig 51.343742 12.38053
Hauptbahnhof Leipzig
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