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Ananke Bestattungen kümmert sich um Verstorbene und deren Hinterbliebene

2:00 Uhr: Nachteinsatz Ananke Bestattungen kümmert sich um Verstorbene und deren Hinterbliebene

Erneut war die Nacht eher kurz. Es ist zwei Uhr früh und das Telefon klingelt. Am anderen Ende: ein Hinterbliebener, ein Arzt, die Polizei. "Das kann sehr unterschiedlich sein", weiß Hedwig Portner zu berichten. Zusammen mit ihrem Ehemann führt sie die Geschäfte bei Ananke Bestattungen in Leipzig.

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Ob am Tag oder in der Nacht – die Mitarbeiter von Ananke Bestattungen kommen zu jeder Tageszeit zu ihren Kunden.

Quelle: Dirk Knofe

Bestattungsfachkräfte organisieren Bestattungen und Trauerfeiern. Sie suchen mit den Angehörigen den Sarg oder eine Urne, Blumen, Dekoration und Musik für die Abschiednahme aus. Sie kümmern sich um alle anfallenden Formalitäten, beraten und betreuen Angehörige und sorgen für einen würdevollen Abschied von Verstorbenen. Grundsätzlich ist vielen Menschen klar, was Bestatter tun. Doch wenn es darauf ankommt, stellen sie fest, dass weit mehr dahintersteckt.

Erneut war die Nacht eher kurz. Es ist zwei Uhr in der Früh und das Telefon klingelt. Am anderen Ende: ein Hinterbliebener, ein Arzt, die Polizei. "Das kann sehr unterschiedlich sein", weiß Hedwig Portner zu berichten, "abhängig davon, wie der Tod eingetreten ist." So rufen manchmal Ärzte an, wenn die Hinterbliebenen noch nicht wieder sprechen können, Polizisten bei Unfällen oder wenn ein Verbrechen vermutet wird.

Zusammen mit ihrem Ehemann führt Hedwig Portner die Geschäfte bei Ananke Bestattungen. Seit mittlerweile 20 Jahren. Die meiste Zeit davon hat auch sie selbst Rufbereitschaft übernommen, jetzt kümmern sich langjährige, erfahrene Mitarbeiter um die nächtlichen Anrufe. Nur in Ausnahmefällen – wenn es um Suizide oder Todesfälle von Kindern geht – macht auch sie sich auf den Weg an den Ort des Geschehens, steht den Betroffenen vor Ort zur Seite.

Die passenden Worte finden, die entscheidenden Fragen stellen

Gestorben wird immer, heißt es. Und so ist es auch. Daher bietet das Unternehmen seinen umfassenden Service im Stadtgebiet Leipzig an 365 Tagen im Jahr, 24 Stunden am Tag an. "Seitdem die Palliativbewegung so stark ist, kommen viel mehr Anrufe aus Krankenhäusern, Pflegeheimen und Hospizen. Früher sind mehr Menschen zu Hause verstorben. Heute wird in Krankeneinrichtungen versucht, in einer ruhigen, wohnlichen Umgebung positiv auf die Lebensqualität einzuwirken, also zum Beispiel Schmerzen zu lindern", sagt Hedwig Portner. Anders als bei Sterbefällen zu Hause werden die Experten bei diesen Einrichtungen erst am nächsten Tag aktiv, denn die Patientenverwaltung arbeitet nachts nicht.

Kommt ein Anruf, gilt es, die richtigen Fragen zu stellen. Trotz Müdigkeit. Ein Standardkatalog soll aber nicht abgearbeitet werden. Auf ein individuell angemessenes Gespräch kommt es an. "Und darauf, genau hinzuhören", betont Hedwig Portner. Denn die Menschen stehen unter Schock. "Manchmal war zum Beispiel noch kein Arzt da. Dann müssen wir erklären, dass der erst kommen und einen Totenschein ausstellen muss, bevor wir aktiv werden können." Manchmal ist die erkrankte Person auch noch nicht gestorben und der Anruf ist rein informativ. Oder Hinterbliebene halten es im Haus mit der verstorbenen Person nicht mehr aus und erwarten eine schnelle Ankunft der Bestatter. Das kann aber bis zu einer Stunde dauern. Denn die kommen nicht aus dem Büro, sondern von zu Hause.

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Die Mitarbeiter machen sich immer zu zweit auf den Weg. Einer kümmert sich um die verstorbene Person, der andere leistet weiter Rufbereitschaft. Denn manchmal erreichen Ananke Bestattungen gleich mehrere Anrufe pro Nacht. Die Abschiednahme der Hinterbliebenen wird vorbereitet, die verstorbene Person gewaschen und wieder angezogen. Manch Hinterbliebener hilft dabei. Wenn nötig, reinigen die Mitarbeiter den Ort, an dem die Person verstarb. Auch das gehört dazu. Es werden Kerzen aufgestellt und persönliche Rituale praktiziert, die Verstorbene und Hinterbliebene einst verbanden. "Wir versuchen, die Angst zu nehmen und einen schönen Abschied zu gestalten. Das kann im heimischen Bett stattfinden. Aber auch einen Sarg, Decke und Kissen haben wir immer dabei", erklärt Hedwig Portner.

Hinterbliebene begleiten, stärken und zurückführen ins Leben

"Den eigenen Tod stirbt man nur, aber mit dem Tod eines Angehörigen muss man leben", schrieb die Dichterin Mascha Kaléko. Und so ist Ananke Bestattungen nicht allein ein Ausrichter von Trauerfeiern, die entweder in den eigenen Räumen in Leipzig-Kleinzschocher oder in einer Kapelle am Friedhof stattfinden. Hedwig Portner ist Trauerbegleiterin und Systemische Therapeutin. "Es geht nicht nur darum, die Toten zu beerdigen. Es geht auch darum, die Hinterbliebenen in der Zeit der Trauer zu begleiten und sie zu stärken für die Zukunft, sie zurückzuführen ins Leben." Auch das macht einen großen Teil ihrer Arbeit aus. Wie lange sie Hinterbliebene betreut, ist ganz unterschiedlich. So lange eben, wie Bedarf besteht.

Ananke Bestattungen
Nürnberger Straße 7
04103 Leipzig
Telefon: 0341 997810
hedwig-portner@t-online.de
www.anankebestattungen.de

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