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Autoreparatur wird immer komplexer - ein Besuch in der AMZ-Werkstatt

18:00 Uhr: Schraubendreher und Computer Autoreparatur wird immer komplexer - ein Besuch in der AMZ-Werkstatt

Wer in der Messestadt einen Opel fährt oder fahren möchte, kommt an AMZ Leipzig nicht vorbei. Das Unternehmen verfügt über sieben Standorte, mitten im Herzen der City, aber auch in den Außenbezirken.

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Thomas Schweinitz (rechts) mit seinem Kollegen Norbert Kunze beim Einbau eines Keilriemens.

Quelle: Bert Endruszeit

So ein Neuwagen macht schon was her: Er glänzt, verspricht beeindruckende Fahreigenschaften, lässt automobile Träume Wirklichkeit werden. Wenn alles passt und der zuständige Verkaufsberater des Autohauses mit seinen Argumenten überzeugen kann, steht das neue Auto schon bald in der eigenen Garage. Das zweite Fahrzeug verkauft jedoch jemand anderes. „Es gilt das ungeschriebene Motto, dass das zweite Auto vom Werkstattmitarbeiter verkauft wird“, betont Uwe Scheiner, Chef des Opel-Autohauses AMZ-Leipzig. Das heißt: Wenn die Werkstatt eine überzeugende und vor allem auch nachvollziehbare Arbeit leistet, dann wird der Kunde dem Händler treu bleiben – und den nächsten Wagen bei der gleichen Adresse ordern.  

Jeder Arbeitsschritt wird genau dokumentiert

Es ist 18 Uhr, als Thomas Schweinitz einen letzten prüfenden Blick auf den dunklen Lieferwagen wirft, bevor das Auto wieder von seinem Besitzer in Empfang genommen wird. Schweinitz ist als Leiter Aftersales dafür zuständig, dass jeder Fahrzeugbesitzer auch Monate oder Jahre nach dem Kauf seines Autos als zufriedener Kunde die AMZ-Werkstatt verlässt. Und dafür muss jeden Tag und jede Stunde viel getan werden. Die Arbeitsabläufe sind ganz genau vorgeschrieben, die dafür geltenden Regeln legen die DIN-ISO-Normen fest. „Wir sind eine zertifizierte Werkstatt, das ist für uns und unsere Kunden wie ein Qualitätssiegel“, sagt Thomas Schweinitz. Der Vorteil: Jeder Arbeitsschritt wird genauestens dokumentiert, es ist immer sofort klar, was am einzelnen Fahrzeug repariert wurde. Damit wird sichergestellt, dass genau an jedem Bauteil so gearbeitet wird, wie es der Hersteller vorschreibt. Schon die Anzahl der erforderlichen Werkzeuge ist beeindruckend. Thomas Schweinitz öffnet einen Werkzeugschrank und lässt seinen Blick über die zahlreichen Drehmomentschlüssel schweifen. „Rund 95 Prozent aller Schrauben an einem Auto unterliegen einem ganz bestimmten Drehmoment. Deshalb kommt keine Werkstatt ohne Computer aus, denn diese Werte müsse ja jederzeit abrufbar sein.“ So dürfe der Bremssattel nicht einfach „sinnlos fest gezogen“ werden, sondern nur bis zu einem bestimmten Punkt. Die neuesten Spezialwerkzeuge werden automatisch vom Hersteller an die Werkstatt geschickt, die müssen nicht immer wieder neu bestellt werden. Ein Kraftakt bleibt es trotzdem, denn Qualitätswerkzeuge haben ihren Preis. Bei AMZ werden  dafür in jedem Quartal etwa 5000 Euro ausgegeben.

Ein Kapitel für sich ist das Thema Elektronik. Moderne Automobile sind längst rollende Computer geworden, deren Reparatur nur noch absolute Profis beherrschen. „Der Beruf des Kraftfahrzeugmechatronikers ist deutlich anspruchsvoller als noch vor einigen Jahren“, weiß Schweinitz. Den Wandel in der Branche verdeutlicht auch die aktuelle Berufsbezeichnung – früher gab es nur Kraftfahrzeugschlosser. Doch wo einst Schraubenschlüssel und Co. genügten, ist heute der Laptop zum gleichberechtigten Werkzeug geworden. Und ohne Internet geht (fast) nichts mehr. Längst kann der Hersteller per Datenverbindung bei der Diagnose mitwirken. Apropos Daten: In den neuen Opel-Fahrzeugen ist WLAN planmäßig mit an Bord. „Und auch das müssen wir reparieren können“, betont Schweinitz. Fit gemacht werden die AMZ-Mitarbeiter dafür auf der Opel-Akademie. Um komplexe elektronische Systeme beherrschen zu können, wurden zwei Mitarbeiter eigens zum Service-Techniker geschult. Dieses Können hat jedoch seinen Preis. „Unsere Stundensätze lassen sich nicht mit denen kleiner Werkstätten vergleichen“, so Schweinitz. Einige Arbeiten kann nur AMZ durchführen, so dürfen Opel-Elektrofahrzeuge wie der Ampera nur dort repariert werden. „Wer sich damit nicht auskennt, begibt sich in Lebensgefahr. Das sind Hochvolt-Fahrzeuge, bei denen beim Anfassen des falschen Kabels tödliche Stromschläge drohen.“ 

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Frauentag nimmt den Damen die Scheu vor der Technik

Von der Fachkompetenz können sich alle Kunden bei AMZ selbst überzeugen – Transparenz wird buchstäblich groß geschrieben. Direkt vom Foyer aus kann jeder durch extra eingebaute Fenster direkt in die Werkstatt schauen. Bei speziellen Veranstaltungen sind Besucher willkommen, so auch beim Frauentag, der den Damen die Scheu vor der Technik nehmen soll. Und so manche junge Frau beschäftigt sich längst auch beruflich mit Autos, derzeit bildet AMZ eine junge Frau zur Kfz-Mechatronikerin aus.    

AMZ-Leipzig
Groitzscher Straße 1-15
04179 Leipzig
Telefon: 0341 490190
www.amz-automobile.de

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