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Nach Unfall in der Karli-Baustelle: Stadt sperrt Riemannstraße im Leipziger Süden

Nach Unfall in der Karli-Baustelle: Stadt sperrt Riemannstraße im Leipziger Süden

Am Dienstag hat eine Straßenbahn ein Auto erfasst, anschließend zog die Stadt die Notbremse: Die Riemannstraße im Leipziger Süden ist seit dieser Woche in Höhe Karl-Liebknecht-Straße für Autofahrer komplett gesperrt.

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Nach einem Unfall gekappt: Die Kreuzung Riemannstraße/Karl-Liebknecht-Straße im Leipziger Zentrum-Süd ist vorerst gesperrt.

Quelle: Dirk Knofe

Leipzig. Immer wieder war es an der unübersichtlichen Baustellen-Kreuzung zuletzt zu brenzligen Situationen gekommen. Als Alternativ-Route wurde am Freitag die Überfahrt Paul-Gruner-Straße wieder geöffnet.

Verletzte gab es bei der Kollision am Dienstagnachmittag zwar nicht, dennoch ließ der Unfall im Verkehrs- und Tiefbauamt (VTA) die Alarmglocken schrillen. Ein aus der Riemannstraße kommender Pkw war beim Überqueren der Karl-Liebknecht-Straße seitlich von einer Tram gerammt worden. Wie die Stadt am Freitag gegenüber LVZ-Online mitteilte, sei daraufhin eine Vor-Ort-Begehung durchgeführt worden. Ergebnis: Die Gefahrenstelle wird für den motorisierten Verkehr gesperrt, die Breite für Fußgänger und Radfahrer auf 1,50 Meter eingeengt. „Vorläufig“ wie es heißt.

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Leipzig. Am Dienstag erfasste eine Straßenbahn ein Auto, anschließend zog die Stadt die Notbremse: Die Riemannstraße im Leipziger Süden ist seit dieser Woche in Höhe Karl-Liebknecht-Straße für Autofahrer komplett gesperrt. Immer wieder war es an der unübersichtlichen Baustellen-Kreuzung in den vergangenen Wochen zu brenzligen Situationen gekommen.

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Sicht-Probleme durch Bauzaun und eingeengte Fahrspur

Der Bauzaun, der die Sicht aus der Riemannstraße teilweise beeinträchtigt, könne aufgrund der derzeit laufenden Arbeiten nicht entfernt werden, deutete die Behörde als Begründung an. Um Unfälle zu vermeiden, waren zuvor extra besonders große Stoppschilder an der Kreuzung angebracht worden, „in einer Größe, die normalerweise nur auf Autobahnen üblich ist“, so das VTA. Doch das reichte offenbar nicht aus.

Was die Situation an dieser Stelle verschärfte: Wegen der derzeit laufenden Bauarbeiten zwischen Münzplatz und Hoher Straße müssen sich Fußgänger, Radfahrer, Straßenbahnen und Pkw bereits seit einigen Wochen eine Fahrspur teilen. Die Querungsmöglichkeiten für Passanten sind zudem stark eingeschränkt.

Hinzu kommt: Fahrradfahrer benutzen die Straße teilweise verkehrswidrig - sowohl in stadtein- wie auch in stadtauswärtige Richtung. Dabei müssten sie laut Umleitungsplan der Stadt Richtung City über die Bernhard-Göring-Straße fahren. Doch die Wenigsten wissen davon oder halten sich an die entsprechende Regelung.

Der Unfall vom Dienstag in der Riemannstraße:

„Zuletzt ist es immer wieder zu brenzligen Situationen gekommen, auch weil sich nicht alle Verkehrsteilnehmer an die Regeln halten“, berichtet Polizeisprecher Andreas Loepki auf Anfrage von LVZ-Online. Mit Kontrollen hatten sich die Ordnungshüter in den vergangenen Wochen zurückgehalten, auch um die ohnehin angespannte Verkehrslage nicht zusätzlich zu verschärfen.

Die Kollision vom Dienstag soll daran nichts ändern. Die Stelle sei kein Unfallschwerpunkt, heißt es sowohl bei der Polizei als auch im Rathaus. Verstärkte Kontrollen gegen die Einbahnstraßenregelung werden jedoch zumindest in Erwägung gezogen. „Denn wenn ein Fahrer erkennt, dass er eine Stelle durchfahren kann und nicht erwischt wird, macht er es ja immer wieder“, so Loepki.

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Der Zusammenstoß vom Dienstag an der Riemannstraße.

Quelle: Dirk Knofe

Eine Möglichkeit, den Radverkehr in Richtung City zu unterbinden, sieht die Stadt derzeit nicht. Auch die Wiederinbetriebnahme einer Ampel, die bis zum Baubeginn Anfang des Jahres an dem Knotenpunkt den Verkehr regelte, sei keine Option. „Dadurch entstehen extrem lange Wartezeiten für den Kfz-Verkehr mit Auswirkungen auf die benachbarten Knotenpunkte Harkortstraße und Peterssteinweg, die vom VTA als unzumutbar eingeschätzt wurden“, teilt die Behörde mit.

Als Entspannung der Situation wurde am Freitag die Überfahrt der Paul-Gruner-Straße wieder freigegeben. „Dort kann der Bauzaun schräg aufgestellt werden und behindert somit nicht die Sichtbeziehungen“, erklärt das Amt. Aber auch in der Riemannstraße ist noch nicht das letzte Wort gesprochen. Zusammen mit den Leipziger Verkehrsbetriebe (LVB) und der Polizei will die Straßenverkehrsbehörde in Kürze noch einmal die Situation prüfen. Dann solle „gegebenenfalls über eine erneute Freigabe“ entschieden werden.

Robert Nößler

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