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Sanierung Karl-Liebknecht-Straße: Entwurfsplan stößt bei Leipziger Vereinen auf Kritik

Sanierung Karl-Liebknecht-Straße: Entwurfsplan stößt bei Leipziger Vereinen auf Kritik

Es wird eng auf der Karli: Die am Montag vorgestellten Entwurfspläne der Stadt Leipzig zum Ausbau der Karl-Liebknecht-Straße stoßen bei Umwelt- und Mobilitätsvereinen auf Kritik.

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So würde es nach dem geplanten Umbau aussehen: Zusätzliche Parkplätze verkleinern die Gehwege, Geschäftsauslagen und Freisitze werden ebenso beschnitten.

Quelle: Regina Katzer

Leipzig. Vor allem die Verkleinerung der Gehwege zwischen der Riemannstraße und Paul-Gruner-Straße ist den Initiativen ein Dorn im Auge. Denn gerade hier würde der Boulevard-Charakter, der eigentlich mit der Sanierung hervorgehoben werden soll, verloren gehen.

Ökolöwe, der Allgemeine Deutsche Fahrrad-Club (ADFC) sowie der Verein „Fuss“ versuchten am Donnerstag deshalb mit abgestellten Autos die Auswirkungen des geplanten Umbaus der Flaniermeile zu veranschaulichen.

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Leipzig. Es wird eng auf der Karli: Die am Montag vorgestellten Entwurfspläne der Stadt Leipzig zum Ausbau der Karl-Liebknecht-Straße stoßen bei Umwelt- und Mobilitätsvereinen auf Kritik. Vor allem die Verkleinerung der Gehwege zwischen der Riemannstraße und Paul-Gruner-Straße ist den Initiativen ein Dorn im Auge.

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Denn die Konsequenz der Verkleinerung der Gehwege von 16 auf 10 Meter bekommen auch die Einzelhändler zu spüren. Diese hätten keine richtige Möglichkeit mehr, beispielsweise ihre Freisitze zu platzieren. „Das kann nicht das Ziel sein. Das ist kontraproduktiv“, sagt Tino Supplies, Verkehrspolitischer Sprecher von Ökolöwe.

Generell befürworten die Initiativen den Ausbau des Touristen-Anziehungspunktes und die bei den Leipzigern beliebten Straße. „Wir sehen den Umbau als einmalige Chance, die Karli vom Südplatz bis zur City als Boulevard mit hoher Aufenthaltsqualität zu gestalten“, sagt Supplies. Allerdings würde man die Chance vergeben, wenn der Fußweg eingekürzt und dafür Bäume gefällt werden müssen.

Bereits in den Ausschüssen hatten die Initiativen den vorgelegten Plan kritisiert. Deshalb wundere man sich, dass nicht noch mehr Pläne offengelegt wurden. „Es scheint fast so, als ob es nur diese eine Variante und keine bessere gibt“, kritisiert Bertram Weisshaar vom Verein Fuss e.V. „Wir haben schon den Eindruck, dass hier nichts passieren wird, wenn keine Kraft von Außen kommt.“

Um den Flair der Flaniermeile zu erhalten schlägt Supplies vor auf einen separaten Gleiskörper zu verzichten. Stattdessen sollen die Straßengleise so gestaltet werden, dass sie von Autos befahren werden können. Auch reiche seiner Meinung nach eine Ampelschaltung für eine Vorfahrtsregelung für Straßenbahnen aus, damit diese künftig wieder schneller fahren kann.

Dass dies funktioniere, zeige der Bereich beim Pub Killy Willy. Deshalb fordert Supplies eine einheitliche Gestaltung der Straßenraumaufteilung. Der Verkehrspolitische Sprecher ist guter Dinge, dass die Vorschläge und die Aktion auf offener Straße in der Stadtverwaltung Gehör finden.

Ab 2013 wollen die Stadtverwaltung und die Leipziger Verkehrsbetriebe (LVB) die Südmeile in vier Abschnitten sanieren. Vorgesehen sind unter anderem eine neue Haltestelle in Höhe der Härtelstraße, teilweise separierte Gleisanlagen, komplett durchgängige Radfahrstreifen sowie mehr Bäume an den Straßenrändern.

Der bisher präsentierte Plan ist erst ein Entwurf. Bei geplanten Informationsveranstaltungen können Anwohner und Gewerbetreibende Anregungen und Verbesserungsvorschläge abgeben, die die Stadt in den Endentwurf mit berücksichtigen will. Bis zum Frühsommer 2012 soll die Meinung der Bürger in den Endentwurf mit einfließen, der anschließend den politischen Gremien zum Beschluss vorgelegt wird.

aku

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