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AfD-Chefin Petry geht auf Distanz zu Weidel und Gauland

LVZ-Interview AfD-Chefin Petry geht auf Distanz zu Weidel und Gauland

Kurz vor der Bundestagswahl geht AfD-Chefin Frauke Petry auf Distanz zum Spitzenduo ihrer Partei. Im Interview mit der LVZ kritisierte sie, dass sich viele bürgerliche Wähler von der AfD abwenden. "Das liegt auch an Schlagzeilen, wie sie in jüngster Zeit produziert wurden", sagte sie.

„Die Gefahr für die Kanzlerin ist durch die internen Verwerfungen der AfD kleiner geworden", sagte Frauke Petry im LVZ-Interview.

Quelle: André Kempner

Leipzig. AfD-Chefin Frauke Petry geht auf Distanz zum Spitzenduo ihrer Partei für die Bundestagswahl. Sie verstehe, wenn die Wähler über Äußerungen von Alice Weidel und Alexander Gauland entsetzt seien, sagte Petry der Leipziger Volkszeitung. „Es ist zu erleben, dass sich gerade viele bürgerliche Wähler abwenden. Das liegt auch an Schlagzeilen, wie sie in jüngster Zeit produziert wurden, und bei denen man sich jedes Mal fragt, ob sie tatsächlich wahr und damit ein Skandal sind.“ Damit hob Petry, die auch Spitzenkandidatin der AfD in Sachsen ist, unter anderem auf Gaulands Äußerungen zur Wehrmacht und Weidels Reichsbürger-Mail ab. Die Parteichefin kritisierte zudem den Richtungsstreit und den erstarkenden rechten Flügel innerhalb der Partei, der die AfD schwäche: „Die Gefahr für die Kanzlerin ist durch die internen Verwerfungen der AfD kleiner geworden.“

Petry verteidigte zugleich ihren auf dem Parteitag gescheiterten Zukunftsantrag. „Ich hatte gehofft, die AfD personell und strukturell so aufzustellen, um ab 2021 regieren zu können. Dafür hätten jetzt die Weichen gestellt werden müssen. Das wäre aber nur gegangen, wenn der Wähler weiß, was er mit der AfD bekommt – mit einer Fundamentalopposition oder einer Bewegungspartei, wie es große Teile der Partei sehen, geht das nicht“, kritisierte die Bundesvorsitzende.

Das vollständige Interview mit Frauke Petry lesen Sie hier.

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