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Die fünf Phasen des Aufstehens

Absacker Die fünf Phasen des Aufstehens

Studieren ist Vorlesung, wissenschaftlicher Diskurs und Meinungsaustausch. Aber oft ist das Studium auch nur ein einziger Kampf – nämlich gegen die chronische Müdigkeit, morgens beim Aufstehen.

Aufstehen - für Studenten ist es ein Kampf. (Symbolbild)

Quelle: Gisela Gramsch

Leipzig. Jeder von uns geht anders mit dem Schlafmangel um. Die einen fangen nachts um halb eins vor Freude an zu weinen, weil sie unverhofft noch eine Flasche Club Mate im Kühlschrank finden, die anderen verpassen ihre Straßenbahnhaltestelle, weil sie mit dem Kopf an der Fensterscheibe noch ein paar Minütchen Schlaf rausholen wollen. Doch wenn uns der Wecker morgens aus den Träumen reißt, sind wir alle gleich. Denn jeder Student macht sie durch: Die fünf Phasen des Aufstehens.

1. Leugnen

War das etwa der Wecker, der gerade geklingelt hat? Nö, bloß geträumt. Denn immerhin ist der Student ja gerade erst eingeschlafen. Und überhaupt ist noch massig Zeit, bis die erste Vorlesung beginnt. Wer nicht vorgesorgt hat und einen zweiten, möglicherweise dritten Wecker gestellt hat, muss sich bereits in der ersten Phase des Aufstehens geschlagen geben – und verschläft gnadenlos das erste Seminar.

2. Wut

Schon in der zweiten Phase geht es zur Sache: Der Student wird wirklich wütend. Auf die Uni, den Prof und sich selbst, weil er am Abend einfach nicht früher ins Bett gegangen ist. Jetzt wirft er den Wecker gegen die Wand oder verprügelt das Kopfkissen. Dabei stellt er sich vor, es sei der verflixte Dozent, der es wagen konnte, die Vorlesung für neun Uhr s.t. anzusetzen.

3. Verhandeln

Jetzt wird gefeilscht wie auf dem türkischen Heiratsmarkt: Wenn sich der Student nicht die Haare wäscht, gewinnt er zehn Minuten. Wenn er sein Frühstück in der Bahn isst, kann er nochmal fünf Minuten länger schlafen. Wenn er sein Fahrrad vor und nicht in der Tiefgarage abstellt ... So manch zahlenfremder Geisteswissenschaftler läuft bei dieser Zeitrechnung zu mathematischen Höchstleistungen auf. Die Schmerzensgrenze steigt dabei übrigens immer proportional mit dem jeweiligen Müdigkeitsgrad.

4. Depression

Diese Phase hat es nochmal richtig in sich. Der Student starrt lethargisch an die Decke oder weint gar still ein paar Tränen in seinen Teddybären. Ach, wenn doch nur die blöde Uni nicht wäre. Dann könnte er den ganzen Tag nichts anderes tun als schlafen. Wo geht es nochmal zum Exmatrikulationsamt?

5. Akzeptanz

Okay, es bringt nichts: Schlafen kann der Student, wenn er tot ist. Oder in der Vorlesung. Aber nun muss er einfach aufstehen. Es war ein langer und beschwerlicher Weg bis hierher, aber nun hat er es geschafft – Herzlichen Glückwunsch! Jetzt rein mit der ersten Koffeindröhnung und ab in die Uni.

Susanne Große

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