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Warum keiner zur Stura-Wahl geht

Kommentar Warum keiner zur Stura-Wahl geht

Nur knapp 14 Prozent der Studenten haben sich an der vergangenen Stura-Wahl an der Uni Leipzig beteiligt. Doch warum? Ein Kommentar von Urs Humpenöder, Master-Student der Journalistik im zweiten Semester.

Warum gehen Studenten nicht zur Stura-Wahl?

Quelle: Gisela Gramsch

Leipzig. Mit der indirekten Demokratie ist das so eine Sache. Bei einigen hat sich der Eindruck festgesetzt, dass die Wahl von politischen Repräsentanten letztlich ohnehin nichts ändern wird: „Einmal gewählt, machen die doch eh, was sie wollen.“ In der Hochschulpolitik der Universität Leipzig hat sich diese Verdrossenheit auch festgesetzt.

Das liegt zum einen am komplizierten, indirekten Wahlsystem: Die Studenten können direkt nur Vertreter in die 32 Fachschaftsräte wählen, die sich für die fachspezfischen Belange der Studenten einsetzen. Von dort aus werden dann Vertreter in den Stura entsandt. Wer in den Stura entsandt wird, darüber haben die Wähler also keinen Einfluss mehr.

Zum anderen hat der Stura enorme Imageprobleme. Themen wie das Gendern, also die politisch korrekte Verwendung geschlechtergerechter Sprache, die Einführung eines Veggiedays oder die Diskussion über Faschingskostüme und deren politische Botschaften (Indianerkostüm = rassistisch) sind so speziell, dass viele Studenten sich damit während ihrer Zeit an der Uni nie auseinandersetzen. Und selbst wenn sie für solche Themen sensibilisiert sind, gibt es Dinge, die für das alltägliche Studium wichtiger sind: fehlende Fahrradständer, zu wenig freie Plätze in den Bibliotheken oder Stau an der Mensatheke.

Die niedrige Wahlbeteiligung liegt auch an den Bedingungen, unter denen im Stura Hochschulpolitik gemacht wird: Die Sitzungen beginnen erst abends und können schon mal bis ein Uhr nachts dauern. Zusätzlich gibt es feste Regeln zur korrekten Sprache innerhalb des Sturas. Mit diesen Imageproblemen verspielt der Stura seine politische Macht.

Urs Humpenöder

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