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Jessica Kastrop: „Die Bayern haben mit Ancelotti jetzt den perfekten Trainer“

Journalistik-Forum Jessica Kastrop: „Die Bayern haben mit Ancelotti jetzt den perfekten Trainer“

Seit zwölf Jahren steht sie für Sky (vormals Premiere) als Sportreporterin vor der Kamera und interviewt die Großen der Branche: Jessica Kastrop sagt von sich, ohne Fußball sei sie auf Entzug. Einen Tag vor Beginn der Fußball-EM war sie zu Gast beim Leipziger Journalistik-Forum.

Jessica Kastrop im Interview im Leipziger Journalistik-Forum.

Quelle: Ole Steffen

Leipzig. Die Taktik ist für Jessica Kastrop im Fußball gar nicht so wichtig. Entscheidend sei, dass die Spieler sich wohlfühlen. Für sie auch ein Grund dafür, dass Pep Guardiola mit dem FC Bayern München keine großen Titel geholt hätte. Deshalb sei Ancelotti genau die richtige Wahl. Er sei immer „der Papa der Nation“. Die junge Trainergeneration habe das aber oft noch nicht begriffen: „Die wollen, dass ihre Mannschaften mit sechs, sieben verschiedenen Systemen spielen können. Der Punkt ist aber, das ist gar nicht so wichtig.“

Für Kastrop ist auf jeden Fall klar, dass es wenig Hoffnung gibt für einen anderen Deutschen Meister als die Münchner. Das Team werde mit Ancelotti eher nochmal stärker. Angesprochen auf den deutschen EM-Kader zeigte sich Kastrop wenig überrascht. Marco Reus, der nicht in Frankreich dabei ist, sei eben auch so ein Spieler, „der nicht so wahnsinnig viel glänzt, wenn es eng wird“. In so einem Turnier brauche es aber Spieler mit einer gewissen Kriegermentalität und da hätten sich die Dortmunder auch schon in der ganzen Bundesliga-Saison schwer getan. Podolski dagegen sei ein Spaßvogel, der für gute Laune in der Mannschaft sorge. Genau das, was für Kastrop ein entscheidender Faktor für den Erfolg im Fußball ist. Und: „Im Zweifelsfall schießt der dann auch noch ein Tor.“

Beim Leipziger Journalistik-Forum sprachen die beiden Journalistik-Studentinnen Elena Boshkovska und Lauren Ramoser mit Jessica Kastrop neben der Europameisterschaft außerdem über Rassismus im Fußball und darüber, ob Frauen es im Sportjournalismus schwerer haben als Männer.

Mit Jessica Kastrop endet das Leipziger Journalistik-Forum. In diesem Semester stand die Reihe, organisiert von Honorarprofessor Ruprecht Eser und gefördert von der Brost-Stiftung, unter dem Motto “Reporter, Reporter, Sportreporter”. Neben Jessica Kastrop waren außerdem Bernd Schiphorst, Béla Rethy, Michael Horeni und Marcel Reif zu Gast.

Text und Video: Julia Regis

Audio: Hanna Voß

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