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Chinesische Melodien für Leipzig

Internationales Musizieren Chinesische Melodien für Leipzig

Die Band „Wu Long“ begeistert ihr Publikum mit einem Mix aus fernöstlicher und europäischer Musik. Die beiden Studentinnen Shiying Hao und Wenying Chen suchen derzeit noch ein drittes Mitglied.

Suchen einen Dritten für die „Wu Long“-Band: Shiying Hao an der Wölbbrettzither und Wenying Chen an der Flöte.

Quelle: Yang Zheng

Leipzig. Drei Chinesen, die gemeinsam Musik machen – zwar ohne Kontrabass, dafür aber mit traditionellen Instrumenten aus dem fernen Osten. Die Leipziger Studenten Shiying Hao, Yusong Yang und Wenying Chen traten im Mai dieses Jahres beim Kollektiv-Festival des Studentinnenrates (Stura) der Uni Leipzig erstmals unter dem Namen „Wu Long“ auf und ernteten begeisterten Applaus. „Vielleicht, weil wir die erste chinesische Musikband der Stadt sind und traditionelle chinesische Musik spielen“, vermutet Shiying Hao. Die 25-Jährige studiert Sinologie an der Universität Leipzig und spielt Wölbbrettzither.

Die Musiker mit chinesischen Wurzeln trafen sich erstmals beim Konfuzius-Tag im September 2015 in Leipzig und schlossen sich prompt zusammen. Auch der Name stand bald fest: „Wu Long“ bedeutet zum einen „Schwarzer Drache“ und beschreibt zum anderen eine Teesorte, zwei wichtige Symbole Chinas. Auf kantonesisch bedeutet „Wu Long“ zudem soviel wie „herumspinnen“.

„Unsere Musik soll vielfältig sein“, sagt Wenying Chen, die Komposition und Tonsatz an der Hochschule für Musik und Theater studiert und eine chinesische Flöte spielt. Der Dritte im Bunde, Yusong Yang, ist den Damen kürzlich abhanden gekommen: Der 24-jährige Romanistik-Student ist nach seinem Austauschprogramm mit der Universität Leipzig an eine Hochschule in Portugal weitergezogen. Er spielte die Erhu, ein traditionelles zweisaitiges Streichinstrument.

Bis sie einen neuen Streicher gefunden haben, komponiert die 29-jährige Wenying Chen für „Wu Long“ ein Stück mit chinesischen Musikelementen. Die jungen Musikerinnen sind motiviert. Durch das Aufeinandertreffen von chinesischen Weisen und europäischer Musik wollen sie beide Stile überwinden und neue Melodien schöpfen.

Für ihre Auftritte probten sie in der Vergangenheit je eine Woche im Voraus. Ein Konzert ist für die nähere Zukunft jedoch noch nicht geplant – zuerst muss ein neuer Erhu-Spieler gefunden werden.

Yang Zheng

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