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Leipziger Kleingärtner zwischen Physalis und Physikum

Urban Gardening im Trend Leipziger Kleingärtner zwischen Physalis und Physikum

Medizinstudent Robert Imhof hat sich mit vier Kommilitonen den Traum vom eigenen Kleingarten mitten in Leipzig erfüllt. Er ist großer Fan von Gemüsepflanzen. Was er im Garten anbaut und wie die Arbeit aufgeteilt wird, hat er der LVZ-Campusredaktion erzählt.

Medizinstudent Robert Imhof in seinem Garten.

Quelle: Elena Boshkovska

Leipzig. Ringelblumen in Reih und Glied, gestutzte Hecken, meterhohe Tomatenstauden. Das ist das Reich von Medizinstudent Robert Imhof und vier seiner Kommilitonen. Seit zwei Jahren haben sie im Kleingartenverein Johannistal 1832 nahe der Uniklinik ihre Parzelle mit 300 Quadratmetern Anbaufläche und einer kleinen Laube direkt neben dem Gartentor. Jährlich zahlen sie 250 bis 300 Euro Pacht und teilen sich auch die Kosten für Wasser und Strom. „Weil wir zu fünft sind, können wir uns das leisten“, sagt der 22-jährige Robert, der im sechsten Semester Humanmedizin studiert.

Man kümmert sich abwechselnd um den Garten. Im Sommer kommt jeder einmal pro Woche zum Gießen, Pflanzen, Ernten und Unkraut-Jäten, am Wochenende macht es immer der, der gerade da ist. Die fünf jungen Schrebergärtner haben Wege gepflastert, einen Unterstand gebaut und eine Blumenecke eingerichtet. Gerade basteln sie an einem großen Sofa aus Paletten.

Kleingarten als Ruhepol in der Stadt

Robert erzählt, dass er auch zu Hause, in einem kleinen Dorf in der Nähe von Bayreuth, schon das „Erbsenkind“ war: „Ich brauche immer etwas Grünes und einen Ort, an dem ich buddeln kann. Das habe ich auch als Kind gemacht.“ Ihm ist besonders wichtig, dass er sein Gemüse selbst anbauen kann und dass dabei keine Chemie eingesetzt wird. Als Düngemittel dienen Brennesseljauche und Kompost, gegen Schädlinge sollen Eierschalen und Kaffee helfen.

Zwischen den üblichen Verdächtigen wie Tomaten, Gurken, Kürbis, Zucchini und Kräutern finden sich auch einige Exoten wie Physalis, Auberginen und eine Melone, auf die er ganz besonders stolz ist. Da in Deutschland der Sommer oftmals nicht warm genug für Pflanzen solcher Art ist, freut er sich umso mehr, dass seine Melonenpflanze auch eine kleine Melone hervorgebracht hat. „Wenn es einen Tag lang mal richtig heiß ist, sieht man tatsächlich, wie die Melone um ein Stück gewachsen ist.“

Natürlich ist der Kleingarten eine Verpflichtung, die viel Arbeit mit sich bringt. Aber Robert empfindet ihn auch als einen Ruhepol mitten in der Stadt. „Es ist ein schöner Ausgleich zum Studium und für mich auch eine Art Selbstverwirklichung.“        

Text: Elena Boshkovska

Audio: Lauren Ramoser

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