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Dokwoche Leipzig: Goldene Taube auch für einen Leipziger Filmemacher

Feierliche Preisgala im Schauspielhaus Dokwoche Leipzig: Goldene Taube auch für einen Leipziger Filmemacher

Mit der Verleihung von sieben Goldenen Tauben, einer Silbernen und elf weiteren Preisen ging im Schauspielhaus die Leipziger Dokwoche zu Ende. Die Goldene Taube im Deutschen Wettbewerb ging an den Leipziger Tom Lemke für „Land am Wasser“ über die letzten drei Männer in einem Geisterdorf auf Braunkohle bei Weißenfels.

Goldene Taube im Deutschen Wettbewerb: „Land unter Wasser“ von Tom Lemke aus Leipzig.
 

Quelle: Dokwoche

Leipzig.  Mit der feierlichen Preisverleihung ging die 58. Leipziger Dokwoche im Schauspielhaus zu Ende – und mit einem Erfolg für den Leipziger Filmemacher Tom Lemke. Er gewann die Goldene Taube im Deutschen Wettbewerb für „Land am Wasser“, einfühlsame Beobachtungen in einem Geisterdorf auf Kohle bei Weißenfels, in dem nur noch drei Männer leben.

Die Goldene Taube im Internationalen Wettbewerb ging an den Polen Wojciech Starón für „Brothers“, das Porträt zweier weißhaariger, weißbärtiger Brüder, Maler der eine, über 90 der andere, die nach 80 Jahren in Sibirien und Kasachstan nach Polen zurückgekehrt sind. Sie leben mit der Natur und im Wechsel der Jahreszeiten ein einfaches Leben und erinnern sich mit Schmalfilmen an ihre Jugend. Auch der Preis der Ökumenischen Jury ging an diesen neuen Beweis für die Qualität der polnischen Dokumentarfilm-Schule.

Deutsche Goldene Tauben

Insgesamt wurden beim ersten Festival, das die Finnin Leena Pasanen als Direktorin bestritt, sieben Goldene Tauben, eine Silberne und elf weitere Preise mit einem Preisgeld von insgesamt 75 500 Euro vergeben. So ging die erstmals vergebene Goldene Taube für den besten kurzen deutschen Animations- und Dokumentarfilm an Benjamin Kahlmeyer für „Eisen“. So hielt die Videokünstlerin Betina Kuntzsch aus Berlin für „Wegzaubern“ die Goldene Taube für den besten animierten Dokfilm in ihren Händen.

Die Goldene Taube der Medienstiftung der Sparkasse Leipzig gewann die Ungarin Klára Trencsényi für „Train to Adulthood“ über drei Kinder in Budapest, deren Eltern arm oder oft abwesend sind. Das Preisgeld von 10 000 Euro fließt in das nächste Projekt der Regisseurin.

Die Goldene Taube für den besten Dok- und Animationsfilm flog nach Russland zu Anastasia Novikova für „The Conversation“, während die Goldenen Taube für den besten kurzen Animationsfilm in die Schweiz ging – an Georg Schwizgebel für „Erlkönig“.

Bereits am Donnerstag hatte die Stiftung Friedliche Revolution in der Nikolaikirche Sergei Loznitsa für „The Event“ mit dem Preis Leipziger Ring geehrt. Der ukrainisch-russische Regisseur montierte schwarz-weiße Archivbilder vom Aufstand der Leningrader im August 1991 gegen der Moskauer Putsch, der Michail Gorbatschow stürzte, zu einer sinfonischen Hymne auf den Widerstandsgeist der Revolutionsstadt an der Newa.

Erste Bilanz von Leena Pasanen

In einer ersten Bilanz stellte Festival-Direktorin Leena Pasanen fest, dass die Zusammenlegung von Dok- und Animationsfilmen in den Wettbewerben große Zustimmung gefunden habe: „Das hat uns ermutigt, damit weiterzumachen.“ Auch wenn sie noch keine endgültige Zahlen nennen konnte, zeichnet sich doch ab, dass das Festival einen neuen Besucherrekord hat – durch volle Kinosäle und die neuen Angebote im Zeitkino Hauptbahnhof sowie die zwei Iglus für Dok Neuland (Webdokus, Games, Apps) auf dem Markt.

Ein Projekt, das bereits ihr Vorgänger Claas Danielsen begonnen hatte, will Leena Pasanen nun verstärkt angehen: die Gründung eines Fonds, mit dem Filmemacher unterstützt werden: „So helfen wir ihnen – und binden sie mit ihren Filmen an unser Festival.“ Es gebe zwar keine Konkurrenz unter den Dok-Festivals in Europa, von denen Leipzig nach Amsterdam die Nummer zwei ist, aber einen Wettbewerb um Filme schon, umschrieb Leena Pasanen charmant die Situation. Auch in diesem Jahr hätte Leipzig gern den einen oder anderen Film gehabt, der dann allerdings woanders hingezogen ist.

In den fünf Tagen des Festivals liefen in Leipzig 316 Filme aus 62 Ländern.

Von Norbert Wehrstedt

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