Volltextsuche über das Angebot:

15 ° / 10 ° Regenschauer

Navigation:
Google+ Instagram YouTube
Ehemaliges Unister-Portal fluege.de baut wieder Skier

Nach Übernahme durch Tschechen Ehemaliges Unister-Portal fluege.de baut wieder Skier

Das Ex-Unister-Portal fluege.de steigt wieder in das Geschäft mit Skiern ein. Den Ski-Vertrag hatte fluege.de kurz vor der Insolvenz von Unister im April 2016 gekündigt. Inzwischen gehört das Portal der tschechischen Invia-Gruppe an.

Skispringer Andreas Wank springt  im November 2015 beim Teamspringen von der Großschanze in der Vogtland-Arena in Klingenthal.

Quelle: dpa

Leipzig/Floh-Seligenthal. Nach der Rettung aus der Insolvenz will das Ex-Unister-Portal fluege.de jetzt auch wieder Skier bauen. Bereits Ende Mai sollen die ersten „blauen Bretter“ in den Einsatz kommen. kündigte der neue Eigner des Portals, die tschechische Invia-Gruppe, gestern an. Hergestellt werden die Skier erneut im einstigen Germina-Werk in Floh-Seligenthal bei Schmalkalden. Dort hatte bereits der verstorbene Unister-Chef Thomas Wagner bis 2016 Skier als Werbeträger herstellen lassen.

„Mit dem Wiedereinstieg in die Sprungskiproduktion nehmen wir ein erfolgreiches Kapital aus der Geschichte von Fluege.de wieder auf“, sagte Balint Gyemant, Chef des neuen fluege.de-Betreibers Invia Flights Germany, der seit Anfang April in den früheren Unister-Räumen in Leipzig sitzt. „Die Wiederaufnahme dieses Engagements ist auch Teil unserer Strategie, zu alter Stärke zurückzufinden.“

Die Leipziger Unister-Gruppe hatte nach dem tödlichen Flugzeugabsturz Wagners im vergangenen Sommer Insolvenz angemeldet. Am 1. April übernahm dann die tschechische Invia-Gruppe die Reiseportale wie fluege.de und ab-in-den urlaub.de.

Das Skigeschäft hatte Wagner bereits 2010 entdeckt. Mit einem Trick gelang es ihm, das bestehende Werbeverbot auf Skiern zu umgehen. Weil auf den Brettern nur der Name des Herstellers stehen darf, gründet er die fluege.de Skiproduktions GmbH, die fortan offiziell als Hersteller auftrat. Wirklich produziert wurde beim Partner S.K.I. in Floh-Seligenthal – im einstigen Werk der DDR-Skimarke Germina. Sechs Jahre lief die Zusammenarbeit. Unter den Athleten, die mit fluege.de-Ski sprangen, befanden sich zahlreiche Weltcup-, Olympia- und Vierschanzen-Tournee-Sieger wie Andreas Wank, Thomas Diethart oder Martin Schmitt.

Den Vertrag hatte fluege.de dann im April 2016 gekündigt – wenige Monate vor der eigenen Insolvenz. Nach einem Jahr Pause sollen die blauen Bretter nun in den internationalen Wettbewerb zurückkehren. Um den Firmennamen auf die Bretter zu bekommen, wird derselbe Trick genutzt wie bei Wagner. Partner ist erneut S.K.I. aus Thüringen. „Wir sind voll motiviert, die Tradition von fluege.de-Sprungski erfolgreich fortzusetzen“, sagte S.K.I.-Chef Georg Reichart. Derzeit würden die neuen Skier getestet. „Wir gehen davon aus, dass wir bis Ende Mai die ersten im Einsatz sehen werden.“

Frank Johannsen 

Floh-Seligenthal 50.762178 10.475144
Floh-Seligenthal
Voriger Artikel
Nächster Artikel
Mehr aus Die Akte Unister

Der neue Multimedia-Blog der Leipziger Volkszeitung bietet spannende Geschichten aus Leipzig und Sachsen. mehr