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Ex-Unister-Sprecher Korosides glaubt nicht an Unfall

Flugzeugabsturz von Thomas Wagner Ex-Unister-Sprecher Korosides glaubt nicht an Unfall

Nach dem tödlichen Flugzeugabsturz von Unister-Gründer Thomas Wagner trauern sein Unternehmen und Freunde um ihn. Der frühere Sprecher und langjährige Wegbegleiter Konstantin Korosides äußerte Zweifel daran, dass der Absturz ein Unfall war.

Geschäftsfrühstück in Leipzig: Unistergründer Thomas Wagner (r.) mit Reiner Calmund (M.) und Konstantin Korosides (l.).

Quelle: privat

Leipzig. Konstantin Korosides, ehemaliger Sprecher von Unister und heute Kommunikationschef von „billiger.de“, zeigte sich am Donnerstagabend am Telefon tief betroffen von Wagners Tod: „Er war nicht nur über sechs Jahre mein Chef, sondern auch mein Freund. Ich hoffe sehr, dass Leipzig jetzt zusammensteht, denn immerhin arbeiten bei Unister über 1000 Menschen und das Unternehmen benötigt jetzt jegliche Hilfe, um über den Tod von Thomas hinwegzukommen und diese schlimme, die schlimmste Krise überhaupt, zu meistern", so Korosides.

Unister-Chef Thomas Wagner ist beim Absturz eines Kleinflugzeugs in Slowenien ums Leben gekommen. Die Unglücksstelle befindet sich bei Predmeja im Westen des Landes. Fotos: dpa

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„Thomas Wagner haben wir alle immer bewundert. Er war ein wundervoller Mensch, voll von Tatendrang, Lebenslust und der Lust, in Leipzig etwas Großes aufzubauen“, beschrieb er den Antrieb seines Freundes. Selbst unter dem Druck der Ermittlungen sei er optimistisch geblieben und habe seine Mitarbeiter angespornt, weder Kampfgeist noch Mut zu verlieren. Nach Korosides' Worten ist auch Reiner Calmund, Ex-Manager von Bayer Leverkusen und heute Werbeträger des Unisterportals ab-in-den-urlaub.de, geschockt. „Reiner ist unser Freund und Geschäftspartner, auch er kann es nicht fassen.“

Korosides äußerte auch Zweifel, ob die Ursache des Absturzes wirklich ein Unfall ist. „Wir haben alle vier Tage telefoniert, ich glaube nicht an einen normalen Absturz, das schließe ich aus“, sagte er mit tränenerstickter Stimme am Telefon gegenüber der LVZ. „Thomas war in letzter Zeit sehr vorsichtig. Schon nach der Razzia bei Unister hatte es Manipulationen an seinem Porsche gegeben. Er machte sich Sorgen um seine Sicherheit.“ Die zuständigen Behörden bat er eindringlich, die Ursache des Absturzes aufzuklären. Vereiste Flügel seien Alltag beim Fliegen.

Mehrere Medien berichteten, der Pilot habe kurz vor dem Unglück Probleme wegen Vereisung gemeldet. Das slowenische Portal zurnal24 zitierte einen Luftfahrtexperten, der die Ursache beim Flugzeugtyp sah. Die Piper PA-32R sei für die kalten Temperaturen in Slowenien an diesem Tag nicht geeignet gewesen.

je/chg

Wir halten Sie in unserem Unister-Themenspecial über aktuelle Geschehnisse informiert.

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