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Leichen von Thomas Wagner und Oliver Schilling werden in Slowenien obduziert

Ursachensuche nach Flugzeugabsturz Leichen von Thomas Wagner und Oliver Schilling werden in Slowenien obduziert

Nach dem Flugzeugabsturz in Slowenien, bei dem Unister-Chef Thomas Wagner und Gesellschafter Oliver Schilling ums Leben kamen, sind viele Fragen offen. Die vier Todesopfer sollen in Ljubljana obduziert werden.

Absturzstelle des Kleinfugzeugs / der verunglückte Unister-Geschäftsführer Thomas Wagner / Blumen und Kerzen vor der Unisterzentrale in Leipzig

Quelle: dpa / Kempner / Knofe

Ljubljana/Leipzig. Das Flugzeug, mit dem Thomas Wagner und drei weitere Passagiere am Donnerstag in Slowenien tödlich verunglückten, soll in einem Hangar des Flughafens Brnik bei Ljubljana untersucht werden. Wie die slowenische Nachrichtenagentur STA gestern berichtete, werde die Analyse zur Unfallursache mindestens zehn Tage dauern. Auch deutsche Sicherheitsbehörden sind eingeschaltet.

Die Leichen von Wagner (38), dem ebenfalls verunglückten Unister-Gesellschafter Oliver Schilling (39) und den anderen beiden Todesopfern wurden zur Obduktion ins Institut für Rechtsmedizin nach Ljubljana gebracht. Unter ihnen ist neben einem 65 Jahre alten Banker auch der 73-jährige Pilot der Privatmaschine.

Deutsche Experten bieten Hilfe an

Die Bundesstelle für Flugunfalluntersuchung (BFU) hat den Behörden in Slowenien Unterstützung bei der Aufklärung des Unglücks angeboten. „Die Experten sitzen auf gepackten Koffern und könnten sofort aufbrechen“, sagte Sprecher Germout Freitag auf Anfrage von LVZ.de. Da das Kleinflugzeug in Deutschland weder registriert noch gebaut war, sind die Fachleute aus Braunschweig nicht automatisch für den Fall zuständig. „Die Unglückssache in solchen Fällen zu rekonstruieren, kann Monate, wenn nicht Jahre dauern“, so Freitag.

Unister-Chef Thomas Wagner ist beim Absturz eines Kleinflugzeugs in Slowenien ums Leben gekommen. Die Unglücksstelle befindet sich bei Predmeja im Westen des Landes. Fotos: dpa

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Grund für den Absturz der in den USA eingetragenen Piper PA-32R könnte eine Vereisung der Tragflächen gewesen sein. Das Propellerflugzeug war etwa eine halbe Stunde nach dem Start in Venedig auf dem Weg nach Leipzig abgestürzt. Der Pilot hatte der slowenischen Luftraumkontrolle laut Medienberichten vor dem Absturz Probleme mit „Icing“ gemeldet und einen Notruf abgesetzt. Augenzeugen zufolge geriet die Maschine am Himmel ins Trudeln, kippe nach unten und stürzte in einen Wald. zuvor soll es ein Feuer und eine Explosion gegeben haben.

Trauer um Unister-Gründer und Geschäftsführer Thomas Wagner: Vor der Unisterzentrale im Leipziger Barfußgässchen wurden am Freitag Blumen abgelegt.

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Laut slowenischen Luftfahrtexperten soll der Flugzeugtyp für die kalten Temperaturen an diesem Tag nicht geeignet gewesen sein. An der Unglücksstelle liefen gestern umfangreiche Untersuchungen und Spurensicherungen. Bilder vom Unglücksort bei Predmeja – etwa 80 Kilometer westlich der Hauptstadt Ljubljana nahe der italienischen Grenze – zeigten das völlig zerstörte und ausgebrannte Wrack des Kleinflugzeugs. Das Flugzeug mit der Registriernummer N710CC verschwand gegen 10.51 Uhr in einer Höhe von rund 3200 Metern vom Radar. Auf dem Flughafen Leipzig/Halle war die Landung der Maschine für 14.45 Uhr geplant.

Wagner war Chef des Leipziger Internet-Unternehmens Unister, das Portale wie fluege.de und ab-in-den-urlaub.de betreibt. Er war mit dem Kleinflugzeug auf dem Rückweg von einem Geschäftstermin in Venedig.

Robert Nößler

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