Volltextsuche über das Angebot:

8 ° / 2 ° wolkig

Navigation:
Google+ Instagram YouTube
E-Autos kommen langsam ins Rollen

E-Autos kommen langsam ins Rollen

Seit Jahren fristen Elektroautos ein Nischendasein. Jetzt gibt es attraktive neue E-Fahrzeuge am Markt, vom Kleinwagen bis zum Sportflitzer. Autobauer und Stromanbieter sind zuversichtlich, dass sich der Elektroantrieb durchsetzten wird – wenn die Bedingungen stimmen.

Voriger Artikel
Sprit sparen leicht gemacht
Nächster Artikel
Heizkosten: Mit cleverer Planung bares Geld sparen

Die Zulassungszahlen steigen, doch einige Hürden gibt es für E-Autos immer noch, zum Beispiel fehlende Tankstellen.

Quelle: dpa

Problem ist dabei die Infrastruktur. Weniger als 3000 Stromtankstellen gab es zu Jahresbeginn in Deutschland, das ist aus Sicht von Kritikern viel zu wenig, um angesichts der noch geringen Reichweiten der Elektro-Autos ohne Angst vor einem Liegenbleiben längere Strecken zu fahren. Eigentlich sollten Anfang 2015 schon 100000 E-Autos auf deutschen Straßen rollen. Zu Jahresbeginn waren allerdings nur knapp 19.000 reine Elektroautos zugelassen. Im Vergleich zum Vorjahr war das immerhin ein Plus von 56 Prozent. Und 2014 und 2015 kamen und kommen viele renommierte Hersteller mit neuen Modellen auf den Markt: Vom vielzitierten Luxus-Tesla, Porsche, BMW und Mercedes bis zu Fahrzeugen, die eher auf Normalverdiener zielen etwa von VW, Ford oder Kia.

„Deutschland hat gute Chancen, bei der Elektromobilität vorne weg zu fahren. Derzeit sind 19 Serienmodelle deutscher Hersteller in den Autohäusern, bis Ende des Jahres folgen weitere zehn. Vom Kleinwagen bis zum Sportwagen – Elektromobilität gibt es in fast allen Segmenten. Eine solche Vielfalt hat keine andere Automobilnation“, sagte Matthias Wissmann, Präsident des Verbandes der Automobilindustrie (VDA), anlässlich der Nationalen Konferenz Elektromobilität der Bundesregierung, die im Juni in Berlin stattfand.

Die Industrie werde weiter alles daran setzen, den Stromern zum Erfolg zu verhelfen, denn ihre beste Zeit stehe der Elektromobilität noch bevor, so Wissmann. „Die Reichweite wird sich erhöhen, die Preise werden sinken. Bis 2025 erwarten wir eine Halbierung der Kosten gegenüber heutigen Batteriemodellen.“

Auch die Stromversorger schöpfen neue Hoffnung. Bisher hatten sie meist mit wenig Ertrag viele Millionen Euro in die Technik für ein Ladenetz gesteckt. Vor allem größere Anlagen für Dienstwagenflotten, Parkhäuser oder große Parkplätze etwa von Supermärkten bieten Chancen – wenn die Versorger nicht nur die Stromtankstellen bauen und warten, sondern als Dienstleister auch die Abrechnung mit ihren rechtlichen und steuerlichen Klippen übernehmen, sagt der Energierechtsspezialist Christian de Wyl, der bundesweit Stadtwerke berät. „Die Zulassungszahlen werden schon 2015 deutlich steigen und hochspringen, sobald die Batterien preiswerter werden“, sagt der Chef von RWE Effizienz, Norbert Verweyen. Derzeit verbilligten sich moderne Lithium-Ionen-Batterien für Elektroautos im globalen Einkauf jeden Monat um ein Prozent. Ob das Ziel der Bundesregierung von einer Million Elektro-Fahrzeugen bis 2020 erreichbar ist, wagt auch Optimist Verweyen nicht zu prognostizieren.

Auch wenn das Firmenkundengeschäft inzwischen Fahrt aufgenommen hat: Beim Aufbau des öffentlichen E-Tankstellennetzes hakt es bisher noch an vielen Stellen, wie der Duisburger Autospezialist Prof. Ferdinand Dudenhöffer betont: Das Netz ist viel zu dünn und vor allem in den Wohngebieten fehlen Stromtankstellen. Schnellladeanlagen für Durchreisende werden bisher kaum angeboten. Viele Stationen versorgen nicht alle drei Steckertypen der Industrie. Wer die falsche Ladestation erwischt, bleibt liegen. Und die Abrechnung ist schwierig, weil Ladekarten oft von den regionalen Stromanbietern stammen und schon an der nächsten Säule nicht mehr akzeptiert werden. Dudenhöffer fordert – wie viele Kritiker – staatliche Programme, um den Ausbau des Netzes wesentlich zu beschleunigen.

Voriger Artikel
Nächster Artikel
Mehr aus Energiesparwoche
  • So geht Familie
    So geht Familie: Die Serie für Familien in Leipzig

    Die LVZ-Serie mit Tipps und Informationen für Leipziger Familien. Jetzt neu: Anlaufstellen für Familien in Notlagen.  mehr

  • Zeitung in Schulen

    Herzlich willkommen bei den Schulprojekten der Leipziger Volkszeitung und ihrer Regionalausgaben. mehr

  • LVZ Sommerkino im Scheibenholz
    LVZ Sommerkino im Scheibenholz: Alle Infos zu Filmen, Ticketverkauf und dem Rahmenprogramm.

    Sehen Sie hier einen Rückblick auf das LVZ Sommerkino im Scheibenholz vom 14. Juli - 3. August 2016. mehr

  • Angestupst
    Mikrologo Angestust

    Die aktuelle Förderrunde der Aktion „Angestupst“ von LVZ und Sparkasse Leipzig ist beendet. So haben Sie abgestimmt! mehr

  • Schau! Das Leipziger Museumsportal
    Schau! Das Leipziger Museumsportal

    Alle Informationen zu den Museen in Leipzig, ihren Ausstellungen und Events auf einen Blick im Special der LVZ. mehr

  • Leipzig Live
    Leipzig Live

    Kino, Konzerte, Theater in Leipzig: Mehr als 20.000 Termine im Veranstaltungskalender der Leipziger Volkszeitung. mehr

  • Schlingel - Familienmagazin
    Schlingel - Das Familienmagazin der LVZ

    Das Familienmagazin der LVZ. Wir richten uns an Eltern und Kinder, die in Leipzig und Umgebung zu Hause sind. Ihnen möchten wir ein nützlicher, unt... mehr

  • Finerio
    finerio

    Das Genussportal für Leipzig mit allen Restaurants, Cafés und Kneipen, dazu Events, Aktionen und interessante Infos rund ums Thema Essen und Trinken. mehr