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Mehrwert dank Brennwert

Mehrwert dank Brennwert

Heizen mit Gas liegt voll im Trend. Und die Technik dafür ist ausgereift: Moderne Gasheizkessel nutzen dank Brennwerttechnik sehr effizient die im Erdgas enthaltene Energie.

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Feuer und Flamme fürs Gas

Quelle: dpa

Viele Hauseigentümer müssen sich jetzt mit dem Thema befassen. Denn die Energieeinsparverordnung verpflichtet Besitzer von Ein- oder Zweifamilienhäusern, die ihre Immobilie nach dem 1. Februar 2002 erworben haben, sowie Besitzer von Mehrparteienhäusern zum Austausch aller Standardkessel – wenn sie vor dem 1. Januar 1985 eingebaut wurden. In Deutschland sind nach Angaben des Zentralverbands Sanitär Heizung Klima noch etwa 500000 dieser Kessel in Betrieb. Wie viele davon die neue Vorgabe betrifft, ist jedoch nicht bekannt.

Sechs von zehn Neubaukäufern haben im vergangenen Jahr eine Gas-Brennwert-Heizung eingebaut. „Ein solcher Erdgaskessel mit Brennwerttechnologie ist in der Regel die kostengünstigste Variante“, sagt Birgit Holfert vom Bundesverband der Verbraucherzentralen. Die Technik ist sehr effizient, da sie auch die Wärme verwertet, die in der heißen Abluft der Brennkammer steckt. Die heute immer noch häufig verkauften Gaskessel mit Niedertemperaturtechnik lassen diese Energie dagegen ungenutzt über den Schornstein entweichen. Daher benötigen sie rund zehn Prozent mehr Brennstoff für die gleiche Wärmemenge.

„Heizungen halten in der Regel mindestens 20 Jahre. Allerdings empfiehlt es sich, schon einige Jahre vorher über einen Austausch nachzudenken, weil neue Anlagen deutlich effizienter sind“, sagt die Energieexpertin. Dazu gibt es unter Umständen Zuschüsse vom Staat. Hauseigentümern sei oft gar nicht bewusst, wie viel Geld sie durch Energie verschenken, die als ungenutzte Wärme durch den Schornstein verschwindet. Durch den zeitnahen Austausch dieser Anlagen gegen hocheffiziente Brennwertkessel in Kombination mit Solartechnik könnten die Endverbraucher bis zu 35 Prozent Energie einsparen. Rechnerisch wären dies zehn Prozent des gesamten deutschen Energieverbrauchs bei gleichzeitiger Verringerung der CO2-Emissionen um 54 Millionen Tonnen jährlich.

Bei der Brennwerttechnik wird nicht nur die Wärme genutzt, die bei der Verbrennungvon Gas entsteht, sondern zusätzlich auch die Wärme, die bei herkömmlicher Heiztechnik ungenutzt durch den Schornstein entweicht. Brennwertkessel entziehen die in den Abgasen enthaltene Wärme fast vollständig und setzen sie zusätzlich in Heizwärme um. Dafür sind die Brennwertkessel mit Wärmetauschern ausgestattet, die die Abgase vor der Ableitung in den Schornstein so weit abkühlen, dass der in ihnen enthaltene Wasserdampf gezielt kondensiert und die freigesetzte Wärme zusätzlich auf das Heizsystem übertragen wird. Mit dieser Technologie erreichen Brennwertkessel einen Norm-Nutzungsgrad von bis zu 98 Prozent und arbeiten dadurch besonders energiesparend.

Mit 360000 verkauften Geräten pro Jahr hat die Brennwerttechnik momentan einen Marktanteil von 60 Prozent an neuen Wärme- Erzeugern in Deutschland.

Für wen lohnt sich der Umstieg?

Eine Gasbrennwertheizung eignet sich für Ein- und Mehrfamilienhäuser. Vor allem ineffiziente ältere Heizungen lassen sich relativ unkompliziert und schnell durch eine Gasbrennwertheizung ersetzen, da die nachgelagerten Rohrleitungen und Heizkörper oft noch genutzt werden können. Im Neubau kommt die Gasbrennwertheizung als preisgünstigere Alternative oder als Ergänzung zu regenerativen Heizsystemen oft zum Einsatz. Gasbrennwertkessel können mit Erdgas und Flüssiggas betrieben werden.

In Kombination erfolgreich

Die Gasbrennwertheizung ist übrigens ausgezeichnet mit Solarwärme kombinierbar – Gas für das Beheizen des Wohnraumes und Solarthermie für die Warmwasserbereitung. Reicht die Wassertemperatur im Brauchwasser- Speicher aufgrund geringer Sonneneinstrahlung nicht aus, heizt der Brennwertkessel automatisch nach. Durch die Kombination kann man gegenüber einer Altanlage bis zu 55 Prozent CO2-Emissionen einsparen. Das weiß der Staat mit Fördermitteln zu schätzen.

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