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Flüchtlinge: Leipzig schafft 150 neue Stellen

Befristung bis 2018 Flüchtlinge: Leipzig schafft 150 neue Stellen

Die steigenden Flüchtlingszahlen in Leipzig stellt die Verwaltung vor gewaltige Herausforderungen. Die Stadt will bereits zum 1. November mehr als 150 neue Stellen einrichten.

Die Stadt Leipzig schafft 150 neue Stellen, um den Aufgaben zur Flüchtlingsbetreuung und -unterbringung gerecht werden zu können.
 

Quelle: Leipzig report

Leipzig.  Aufgrund gestiegener Flüchtlingszahlen braucht die Stadt Leipzig mehr Personal, um die anstehenden Aufgaben zu bewältigen. Bereits ab 1. November will die Verwaltung 152,4 neue Stellen quer durch die Fachbereiche schaffen, überwiegend befristet bis Ende 2018. Das Gros wird mit mehr als 100 Jobs im Sozialdezernat eingerichtet.

Allein 34 Stellen sind für die Betreuung und Integration jugendlicher Migranten und von Kindern, die ohne Eltern und Verwandte auf ihrem Fluchtweg in der Messestadt gelandet sind, vorgesehen. Der Sachbereich Migrantenhilfe, der sich um die Leistungen für die Neuankömmlinge in Gemeinschaftsunterkünften kümmert, soll um 43,4 Stellen aufgestockt werden.

Leipzig beteiligt sich außerdem an der ärztlichen Erstversorgung der Flüchtlinge, die in den Landes-Erstaufnahmeeinrichtungen Grube- und Messehalle sowie Haus Friederikenstraße in der Stadt leben. Diese wird künftig im Krankenhaus St. Georg geleistet. 21 Stellen sind für Arzthelfer, Ärzte und Verwaltungskräfte der Untersuchungsstelle eingeplant.

Mehr als 6 Millionen Euro Personalkosten

Im Jahr 2016 rechnet die Stadt Leipzig mit 6,33 Millionen Euro mehr Personalkosten. Dazu kommen knapp 800.000 Euro Sachkosten. Die Einrichtung der Stellen sei aber „unabweisbar“, so die Vorlage für die Stadträte. Sie seien notwendig, um „die Sicherheit, die Unterkunft und die Versorgung der Flüchtlinge sicherzustellen. Die Finanzierung der Stellen sei durch Bundes- und Landesmittel gesichert.

Voraussichtlich 5500 Flüchtlinge wird Leipzig in diesem Jahr aufnehmen, für das kommende Jahr geht die Prognose von etwa 6750 Schutzsuchenden aus, heißt es in dem Dokument, das die Stadträte in der Oktober-Sitzung beschäftigen wird.

Die Grundlage für die Verteilung der Flüchtlinge auf die Länder ist der Königsteiner Schlüssel. Dieser berücksichtigt zu zwei Dritteln das Steueraufkommen und zu einem Drittel die Bevölkerungszahl der Bundesländer. Sachsen muss laut Bundesbehörden im laufenden Jahr 5,1 Prozent der Asylbewerber aufnehmen. Zum Vergleich: Nordrhein-Westfalen nimmt rund 21 Prozent, Bayern 15 und Baden-Württemberg 12 Prozent auf. Im Freistaat Sachsen, so die hiesige Verwaltung, werden Leipzig mit 13,24 Prozent derzeit die meisten Flüchtlinge zugewiesen.

Von Evelyn ter Vehn

Leipzig 51.335545 12.371936
Leipzig
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