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Gesundheitsamt Leipzig stellt zusätzliches Personal für Flüchtlinge

Ab Mitte Oktober im St. Georg Gesundheitsamt Leipzig stellt zusätzliches Personal für Flüchtlinge

Die Stadt Leipzig stellt zusätzliches Personal ein, um künftig Flüchtlinge aus Erstaufnahemeinrichtungen nicht nach Chemnitz zurückschicken zu müssen, sondern vor Ort untersuchen zu können. Sachsen übernehme die Kosten.

Auf dem Gelände des Leipziger Klinikums St. Georg will die Stadt künftig Gesundheitsuntersuchungen von Flüchtlingen durchführen.
 

Quelle: dpa

Leipzig.  Die Stadt Leipzig stellt zusätzliches Personal ein, um künftig Flüchtlinge aus Erstaufnahemeinrichtungen sofort in der Messestadt untersuchen zu können. Landesdirektion und Verwaltung arbeiten derzeit daran, dass Registrierung und Untersuchung auf dem Gelände des Klinikums St. Georg stattfinden können. Bisher müssen Flüchtlinge, die in die Erstaufnahme-Unterkünfte Neue Messe, Grube-Halle oder Friederikenstraße gebracht werden, zum Gesundheitscheck zurück zur Zentralstelle nach Chemnitz gefahren werden.

Die Untersuchungen sollen auf dem Gelände des Krankenhauses St. Georg im leerstehenden Gebäude der ehemaligen Blutbank stattfinden, teilte Sozialbürgermeister Thomas Fabian (SPD) am Donnerstag auf Anfrage mit. Das Areal sei vom sonstigen Klinikgelände getrennt und verfüge auch über eine separate Zuwegung. Voraussichtlich ab Mitte Oktober könnten dort die Bedingungen für die Erstuntersuchung der Flüchtlinge geschaffen sein, so die Stadt weiter.

Bis zu 200 Untersuchungen pro Tag

Pro Tag sind dann zunächst 100 Untersuchungen geplant, mittelfristig soll die Zahl auf 200 Untersuchungen pro Tag verdoppelt werden. Dafür ist zusätzliches Personal nötig. Die Personalkosten übernehme das Land Sachsen, so Fabian. „Die Planungen und Vorbereitungen werden derzeit intensiv vorangetrieben.“

Voraussetzung für den Start sei aber, dass auch die Zentrale Ausländerbehörde der Landesdirektion in Leipzig ihre Arbeit aufnehme, erklärt das Sozialdezernat. Diese Behörde ist bisher nur in Chemnitz vertreten und für die Registrierung und Verteilung der Flüchtlinge zuständig.

Wie die Landesdirektion bereits am Mittwoch bestätigte, sollen gleichartige Möglichkeiten in Dresden und Leipzig geschaffen werden, um die große Zahl der neu ankommenden Asylbewerber schneller erfassen zu können. Erst danach können die Menschen einen Antrag auf Asyl stellen.

lyn

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