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Leipziger Grüne fordern medizinische Ambulanzen in Erstunterkünften

Flüchtlinge Leipziger Grüne fordern medizinische Ambulanzen in Erstunterkünften

Die Fraktion Bündnis 90/Die Grünen im Stadtrat setzt sich für medizinische Ambulanzen für Flüchtlinge in Leipziger Erstaufnahmeeinrichtungen ein.

Symbolbild

Quelle: Patrick Seeger/dpa

Leipzig. Die Fraktion Bündnis 90/Die Grünen im Stadtrat setzt sich für medizinische Ambulanzen für Flüchtlinge in Leipziger Erstaufnahmeeinrichtungen ein.

In der zentralen Erstaufnahme in Chemnitz falle die gesundheitliche Untersuchung wegen zahlenmäßiger Überlastung zu häufig aus, teilte die Faktion am Mittwoch mit. Auch in der Messestadt kämen deshalb Menschen an, die noch registriert, behandelt und untersucht werden müssen, hieß es. Traumata aufgrund der Flucht zögen oft schwere gesundheitliche Beeinträchtigungen und akute Krankheiten nach sich, die zügig behandelt werden müssten.

Am vergangenen Montag hatte sich das Sächsische Staatsministerium für Soziales und Verbraucherschutz auf die Einrichtung einer ambulanten Versorgung in Form einer ärztlichen Praxis in Dresden verständigt. Der Betrieb soll am 14. September anlaufen. „Wie auch in Dresden brauchen wir in Leipzig umgehend eine Vereinbarung zwischen der Landesdirektion, der Kassenärztlichen Vereinigung und einer fachlich geeigneten, breit aufgestellten medizinischen Versorgungseinrichtung“, sagte die gesundheitspolitische Sprecherin der Fraktion Bündnis 90/Die Grünen, Judith Künstler.

Verhandlungen mit der Stadtspitze gefordert

Von Seiten der Ärzteschaft bestehe eine große Hilfsbereitschaft, hieß es weiter. Es sei jedoch nicht möglich allein im Rahmen des Ehrenamtes die notwendigen Untersuchungen durchzuführen. Die dringenden Erstuntersuchungen dürften nicht aufgeschoben werden, die Organisierung und Umsetzung der Grundversorgung sei Landessache.

Die Leipziger Grünen forderten den Freistaat dazu auf, Verhandlungen mit der Stadtspitze und der kassenärztlichen Vereinigung aufzunehmen, um auch in Leipzig eine Vereinbarung wie in Dresden zu schließen. Das städtische Klinikum St. Georg habe sich zum Aufbau dieser Praxis-Ambulanz bereits bereiterklärt.

boh

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