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Leipzigs Asylunterkünfte sind mit 2500 Flüchtlingen fast voll

Erstaufnahme Leipzigs Asylunterkünfte sind mit 2500 Flüchtlingen fast voll

Die Kapazitäten in Leipzigs Erstaufnahmeeinrichtungen für Flüchtlinge sind nahezu ausgeschöpft. Auch die zuletzt eröffnete Messehalle 4 ist derzeit voll belegt. Die Landesdirektion prüft sachsenweit neue Objekte.

Die Leipziger Messehalle 4 ist voll. Insgesamt gelangen die Erstaufnahmeeinrichtungen für Flüchtlinge an ihre Kapazitätsgrenze.

Quelle: dpa

Leipzig/Dresden. Fast 2500 Flüchtlinge leben derzeit in Leipzigs Erstaufnahmeeinrichtungen. In der Ernst-Grube-Halle, im ehemaligen Lehrlingswohnheim in der Friederikenstraße und in der Messehalle 4 seien aktuell 2478 Menschen untergebracht, erklärte Jana Klein, Sprecherin der Landesdirektion. Damit sei die Kapazität der Unterkünfte fast ausgeschöpft. Auch die zuletzt hergerichtete Messehalle 4 sei mit 1647 Personen derzeit voll belegt. Ursprünglich war geplant, maximal 2000 Menschen in dem Quartier unterzubringen.

Wegen der aktuellen Zugangszahlen von Asylbewerbern prüfe die Landesdirektion gemeinsam mit dem Staatsbetrieb Sächsisches Immobilien- und Baumanagement (SIB) weitere Gebäude. Welche Objekte derzeit in Leipzig unter die Lupe genommen werden, wollte Klein nicht sagen. Es handele sich aber in erster Linie um landeseigene Immobilien.

Über 100 Objekte geprüft

Sachsenweit werden nach Angaben des Finanzministeriums derzeit über 100 Gebäude und Objekte auf ihre Eignung als Erstaufnahmeeinrichtung untersucht. Im ganzen Land seien Mitarbeiter des SIB und der Landesdirektion unterwegs, um weitere Objekte für die Unterbringung von Flüchtlingen zu finden. Schwerpunkte bilden neben Leipzig die Regionen um Dresden und Chemnitz.

Vor allem werde nach Unterbringungsmöglichkeiten für jeweils 500 bis 1000 Flüchtlinge gesucht. Die Gebäude oder Flächen sollten sofort verfügbar, wirtschaftlich nutzbar und nach Möglichkeit verkehrsgünstig gelegen sein, teilte das Ministerium mit. Gebäude sollten in einem sicheren baulichen und technischen Zustand sein und maximal sieben Etagen haben. Die Mindestgröße der Grundstücke liege bei 20.000 Quadratmetern.

Von 10.700 auf 15.000 Plätze

Rund 30 Objekte werden vom Freistaat bereits als Erstaufnahmeeinrichtungen genutzt. Zwei Drittel davon befanden sich den Angaben zufolge im Besitz des Landes oder wurden gekauft, der Rest angemietet. Mit Stand von vergangenem Montag verfügten die Einrichtungen über eine Gesamtkapazität von 10.700 Plätzen, 9919 waren belegt. Bis Jahresende sollen 15.000 Erstaufnahmeplätze geschaffen werden. Sachsen rechnet in diesem Jahr mit 40.000 neuen Asylbewerbern.

(mit dpa)

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