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Mutterglück in der Leipziger Grube-Halle

Jüngster Flüchtling der Messestadt Mutterglück in der Leipziger Grube-Halle

Eine syrische Asylbewerberin, die bisher in der Ernst-Grube-Halle untergebracht war, hat in der Nacht zum Dienstag ein Baby zur Welt gebracht. Die ehrenamtlichen Helfer vor Ort hoffen nun, dass Mutter und Kind vom Freistaat in eine geeignetere Unterkunft verlegt werden können.

Blick auf den Eingang zur Flüchtlingsunterkunft in der Ernst-Grube-Halle. (Archivfoto)

Quelle: Wolfgang Zeyen

Leipzig. Große Freude in der Leipziger Ernst-Grube-Halle: Eine syrische Asylbewerberin, die seit Mitte August in der Flüchtlings-Erstunterkunft wohnt, brachte in der Nacht zum Dienstag ein Baby zur Welt. „Die Frau hat einen gesunden und properen Jungen geboren“, sagte Johanniter-Mitarbeiter Lars Menzel gegenüber LVZ.de.

Mutter und Kind waren am Montagabend zur Niederkunft in die Universitätsklinik gebracht worden, beiden gehe es soweit gut, teilte das Krankenhaus mit. Die Mutter lebte seit zwei Wochen zusammen mit ihrer Schwester und deren Kindern in der voll ausgelasteten Notunterkunft auf dem Sportcampus an der Jahnallee. „Wir hatten der Schwangeren und ihrer Familie ein kleines Séparée gebaut, um ihnen wenigstens ein bisschen Privatsphäre zu ermöglichen“, so Menzel weiter. Der Vater des Neugeborenen war nicht in der Grube-Halle angekommen, sein Aufenthaltsort ist bisher unklar.

Dass die Mutter und ihr kleiner Junge demnächst wieder in die Notunterkunft auf den Sportcampus zurückkehren werden, glaubt Menzel nicht: „Ich gehe davon aus, dass die Landesdirektion sensibel reagiert und in diesem Fall kurzfristig eine geeignetere Unterkunft für Beide finden wird“, so der Johanniter-Mitarbeiter. Praktisch parallel zur Geburt im Uniklinikum wurde am Montagabend eine weitere Hochschwangere in die Ernst-Grube-Halle gebracht. Die Frau kam kurz vor Mitternacht mit 52 anderen Asylbewerbern an.

Seit 14. August nutzt der Freistaat die historische Sporthalle an der Jahnallee von der als Erstunterkunft für Flüchtlinge. Das Notquartier wird dabei bisher ausnahmslos von Ehrenamtlichen betrieben – unter anderem von freiwilligen Mitarbeitern der Johanniter und vom Leipziger Flüchtlingsrat.

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