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Schlägerei in Leipziger Grube-Halle – Polizei reagiert mit Großaufgebot

Flüchtlingsunterkunft Schlägerei in Leipziger Grube-Halle – Polizei reagiert mit Großaufgebot

Mit bis zu 14 Einsatzfahrzeugen ist die Polizei am Sonnabend zur Ernst-Grube-Halle ausgerückt. In der Flüchtlingsunterkunft war ein Streit eskaliert. Ein Mann wurde dabei verletzt.

Die Polizei musste am Samstag zur Grube-Halle ausrücken.

Quelle: Wolfgang Zeyen

Leipzig. Die Polizei ist am Sonnabendmittag mit einem Großaufgebot zur Ernst-Grube-Halle ausgerückt. „Wir hatten gegen 12.30 Uhr einen Notruf, dass sich dort mehr als 100 Menschen schlagen“, sagte Polizeisprecherin Maria Braunsdorf. Wegen der zunächst unklaren Lage fuhren bis zu 14 Einsatzwagen zum Sportcampus an der Jahnallee.

Vor Ort stellte sich die Lage aber anders dar. Den Beamten zufolge waren rund 15 Bewohner der Flüchtlingsunterkunft aus Syrien auf der einen und Marokko sowie Libyen auf der anderen Seite miteinander in Streit geraten.  Als der Konflikt eskalierte, lieferten sich einige der Männer eine Schlägerei.

„Ein Marokkaner wurde dabei verletzt und musste ärztlich behandelt werden“, so Braunsdorf. Nach LVZ-Informationen handelt es sich dabei um den Rädelsführer der einen Gruppe. Er musste sogar in ein Krankenhaus eingeliefert werden.  Inzwischen habe sich die Lage aber beruhigt. Die Beamten nahmen am Nachmittag die Personalien der Beteiligten auf und befragten sie zu der Auseinandersetzung. Bereits am Nachmittag war der mutmaßliche Anführer wieder in der Grube-Halle zurück.

Bereits am Freitagabend musste die Polizei zu der Notunterkunft fahren. Einige Personen aus der jetzt erneut aneinander geratenen Gruppe  hatten sich gegen 23.40 Uhr gegenseitig provoziert. Bereits zu diesem Zeitpunkt drohte die Situation aus dem Ruder zu laufen. Beim Frühstück hat sich der Konflikt dann fortgesetzt, bevor er dann am Mittag seinen Höhepunkt fand.

Offen ist, wie es jetzt in der Unterkunft mit ihren 450 Bewohnern weitergeht. Laut Braunsdorf ist zunächst die für Unterbringung zuständige Landesdirektion informiert worden. Wie Sonja Brogiato vom Flüchtlingsrat am Abend gegenüber lvz.de erklärte, suche man derzeit immer noch nach einer Lösung.

Syrer und Marrokaner waren auch in der Unterkunft in der Friederikenstraße in Streit geraten. Dort lieferten sich am vergangenen Dienstag rund 90 Bewohner eine Massenschlägerei. Dabei wurden zwei Männer verletzt.

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