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Neues Online-Portal soll Leipziger Flüchtlingshilfe vereinfachen

Asylpolitik Neues Online-Portal soll Leipziger Flüchtlingshilfe vereinfachen

Unter der Webadresse leipzig.helpto.de sollen künftig Flüchtlinge und Menschen, die ihnen helfen wollen, möglichst unkompliziert zueinander finden. Die Hoffnungen vieler Engagierter in Leipzig sind groß, dass damit ein zentrales Hilfsportal geschaffen wird.

Auf dem neuen Portal leipzig.helpto.de soll die Flüchtlingshilfe in Leipzig gebündelt werden.
 

Quelle: leipzig.helpto.de

Leipzig.  Flüchtlingen helfen ja, aber nur wie und wo? Diese Frage will künftig das bundesweite Portal „Help To“ auch in Leipzig beantworten. Mit Unterstützung mehrerer lokaler Initiativen haben die Potsdamer Macher ihre Webseite speziell für die Messestadt erweitert. Unter der Webadresse „leipzig.helpto.de“ sollen Interessierte konkrete Einsatzmöglichkeiten für ihre Hilfsangebote finden, selbst Inserate abgeben oder auf Hilfsgesuche von Geflüchteten eingehen können.

„Es geht hier vor allem auch um den direkten Kontakt zwischen Suchenden und Hilfebietenden“, erklärte Sebastian Gillwald, der beim Verein „Neues Potsdamer Toleranzedikt“ das Portal „HelpTo“ miterdacht und -programmiert hat. Dabei könne sich die Online-Plattform auch zur zentralen Anlaufstelle für die Leipziger Flüchtlingshilfe entwickeln – so wie seit einem halben Jahr bereits in Potsdam oder in Kommunen in Niedersachsen, Hessen und Rheinland-Pfalz.

Das Portal gliedert sich in verschiedene Unterrubriken, in denen Angebote gemacht und in Anspruch genommen werden können – beispielsweise zu Sachspenden, Fahrdiensten, Sprachkursen, Familien- und Freizeitaktivitäten, Wohnungen und Jobs. Dazu gibt es einen Überblick über Profile von Initiativen und Unternehmen, die in der Flüchtlingshilfe engagiert sind. Hier sollen sich Interessierte über Ansprechpartner und Ausrichtung der Hilfe informieren können.

Wer Unterstützung braucht, ein Angebot machen oder auf eines reagieren möchte, muss sich im Portal kurz anmelden. „Wir haben das aber bewusst niederschwellig gehalten, die Registrierung kann auch anonym bleiben“, sagte Gillwald bei der Vorstellung am Montag. Zum Start waren die meisten Rubriken zwar noch blank, die Macher aber optimistisch. „Es dauert immer eine Weile, bis alles in Gang kommt, aber dann funktioniert es für alle Beteiligten sehr gut“, so Gillwald weiter.

" Direkter Kontakt lässt die Menschen zusammenrücken"

Die Vorschusslorbeeren sind groß: Johannes Kömpf vom Leipziger Gemeinschaftsunterkunft-Betreiber Pandechaion e.V. hofft, mit „Help To“ Sozialarbeiter entlasten zu können: „Bei uns melden sich so viele Menschen, die helfen wollen. Aber unsere Mitarbeiter vor Ort sind ausgelastet, sie können die Hilfe oft gar nicht vermitteln. Deshalb macht diese Plattform großen Sinn.“ Ähnliches erzählt auch Parissa Chokrai (Initiative Fjällsangels), die den Kontakt zu den Potsdamer Programmierern hergestellt und die Erweiterung auf Leipzig angestoßen hat: „Mir geht es um die Integration der Flüchtlinge, nicht nur um die Hilfeleistungen. Der direkte Kontakt auf dem Portal lässt die Menschen zusammenrücken.“

Laut Tayyar Kocak vom Forum für Interkulturellen Dialog hat das neue Portal großes Potenzial, die Hilfsbereitschaft in Leipzig wirklich zu bündeln: „Für uns ist das eine Fortführung des ohnehin großen zivilgesellschaftlichen Engagements in Leipzig.“ Dabei sei es auch unerheblich, dass die Kommune nicht selbst dafür verantwortlich ist. „Für die Stadt hat bisher die Unterbringung der Flüchtlinge Priorität eins, das ist schwer genug. Das Portal soll die Arbeit nun unterstützen“, so Johannes Kömpf. Und Franziska Koop vom Leipziger StudentInnenRat weiß auch um den : „Es ist superschwer, das ganze Potenzial des Engagements in Leipzig auszuschöpfen. Wir hoffen, dass nun auch die Flüchtlinge eine Chance bekommen, ihre Fähigkeiten in die Gesellschaft einzubringen.“

Internet: http://leipzig.helpto.de

Von Matthias Puppe

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