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Weiter keine hauptamtliche Lösung für Leipzigs Grube-Halle

Johanniter in Verhandlungen Weiter keine hauptamtliche Lösung für Leipzigs Grube-Halle

Auch zehn Tage nach Eröffnung der Flüchtlingsunterkunft in der Leipziger Grube-Halle arbeiten die Helfer dort ausnahmslos ehrenamtlich. Die Verhandlungen zwischen Freistaat und Johannitern über eine hauptamtliche Betreuung dauern weiter an.

Eingang zur Flüchtlingsunterkunft in der Ernst-Grube-Halle. (Archivfoto)

Quelle: Wolfgang Zeyen

Die Flüchtlingsunterkunft in der Leipziger Ernst-Grube-Halle wird auch mehr als eine Woche nach Eröffnung durch den Freistaat immer noch ausnahmslos ehrenamtlich betrieben. Weil bis zum kurzfristigen Start kein Betreiber gefunden werden konnte, hatten sich die Johanniter bereit erklärt, im Objekt temporär die Organisation zu übernehmen. Unterstützt vom Flüchtlingsrat und weiteren Freiwilligen helfen die Mitarbeiter des Sozialverbandes nun bereits seit zehn Tagen ohne Bezahlung.

Seit Tagen verhandeln Johanniter und Landesdirektion Sachsen nun auch über eine hauptamtliche Lösung. "Wir rechnen noch in dieser Woche mit einer Entscheidung, wie es weitergehen wird", sagte Wieland Keller, zuständiger Regionalvorstand der Organisation, am Montag gegenüber LVZ.de. Keller bestätigte, dass bisher alle Arbeit vor Ort ausschließlich durch freiwillige Helfer geleistet wird. "Sachkosten werden uns von der Landesdirektion ersetzt." Für einige Ehrenamtliche vor Ort muss die Landesdirektion auch rückwirkend den Verdienstausfall übernehmen.

Flüchtlinge besuchen Gottesdienst in Lindenau

Nach Ansicht Kellers funktioniere die Notunterkunft nur dank des Einsatzes der Freiwilligen. Dabei seien die Helfer vor Ort zur Improvisation und zu pragmatischen Lösungen gezwungen. "Wenn dann abends noch ein Bus kommt, der nicht angekündigt wurde, dann fährt eben noch jemand zum Großhandel und besorgt Essen und Getränke."

Die Stimmung der rund 450 Menschen in der Grube-Halle sei den Umständen entsprechend ruhig. "Auch am Wochenende gab es keine Probleme. Wir hatten da Befürchtungen wegen der vielen Menschen zum Konzert und zum Fußball", so Keller.

Um den Flüchtlingen etwas Ablenkung zu verschaffen, lud sie die Lindenauer Nathanaelgemeinde zum Gottesdienst ein und war vom Andrang überrascht. 62 Menschen unter anderem aus dem Irak, Syrien und Eritrea, zog es am Sonntag in die Kirche. Erstmals wurde die Einladung zum Abendmahl deshalb auch auf Arabisch ausgesprochen.

Ernst-Grube-Halle 51.337958 12.349956
Ernst-Grube-Halle
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