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Weniger Flüchtlinge - Erstaufnahmen nur zur Hälfte belegt

Sachsen Weniger Flüchtlinge - Erstaufnahmen nur zur Hälfte belegt

Erstmals seit Monaten nimmt die Zahl der Flüchtlinge, die nach Sachsen kommen, ab. Die Erstaufnahmeeinrichtungen sind derzeit nur zur Hälfte belegt. Von Entspannung will Innenminister Markus Ulbig aber noch nicht sprechen.

Blick in die Erstaufnahmeeinrichtung auf dem Außengelände der Neuen Messe in Leipzig. (Archivfoto)

Quelle: Christian Modla

Dresden. Die Erstaufnahmeeinrichtungen in Sachsen sind derzeit nur zur Hälfte belegt. Zum ersten Mal seit längerem sei man wieder „vor der Lage“ und habe Kapazitäten, erklärte Innenminister Markus Ulbig (CDU) am Montag in Dresden. In den Erstaufnahmeeinrichtungen mit rund 40 Standorten in Sachsen gibt es derzeit Platz für rund 19.600 Flüchtlinge - belegt sind sie aktuell mit 9490 Menschen. Als Gründe nannte Ulbig weniger Neuzugänge im Dezember, einen Ausbau der Kapazitäten sowie eine konsequente Umverteilung.

Der Minister sprach von einem Puffer, der gerade über Weihnachten und Neujahr gebraucht werden könne. Vom 24. Dezember bis zum 3. Januar will Sachsen keine Asylbewerber aus seinen Erstaufnahmeeinrichtungen auf die Kommunen verteilen.  Über den Winter rechnet Ulbig mit einem Rückgang der Flüchtlingszahlen, im Frühjahr könnten diese aber wieder steigen. „Wir wissen nicht, wie die Entwicklung sein wird“, sagte er. Daher gelte es weiterhin „auf Sicht“ zu fahren. Bekannt ist, dass in den vergangenen Jahren in ganz Deutschland die Zahl der Asylbewerber und Flüchtlinge regelmäßig im Herbst und Winter sank und im Frühjahr wieder anstieg.

Im Dezember wurden bisher knapp 6500 Neuzugänge registriert, bis Ende des Jahres werden weitere 4000 Flüchtlinge erwartet. Im November waren es noch knapp 16.900. Insgesamt hat der Freistaat in diesem Jahr bisher rund 68 .300 Flüchtlinge aufgenommen. Die Kosten für die Betreibung der Erstaufnahmeeinrichtungen - darunter Verpflegung, Wachdienste und Transporte - belaufen sich in diesem Jahr auf rund 130 Millionen Euro.

Ulbig kündigte an, die Erstaufnahme im nächsten Jahr wieder auf die drei Standorte in den Städten Dresden, Leipzig und Chemnitz konzentrieren zu wollen. Der Innenminister sprach sich zudem erneut für eine Begrenzung der Zuwanderung auf. Die Situation der vergangenen Monate könne kein Dauerzustand sein, hieß es.

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