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Heidenau-Süd soll bis 2017 vor einem hundertjährlichen Hochwasser geschützt werden

Heidenau-Süd soll bis 2017 vor einem hundertjährlichen Hochwasser geschützt werden

Die Landesdirektion Dresden hat vor wenigen Tagen den Planfeststellungsbeschluss erlassen, nun kann die Landestalsperrenverwaltung Sachsen (LTV) mit der Ausführungsplanung beginnen: Die Stadt Heidenau erhält am Elbufer eine 2,5 Kilometer lange Hochwasserschutzlinie.

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Entlang des Elberadwegs sollen in Heidenau die Flutschutzwände installiert werden.

Quelle: Stephan Lohse

Heidenau. Das erklärte LTV-Betriebsleiter Eckehard Bielitz den DNN.

Die teilweise mehr als vier Meter hohe Spundwand soll Heidenau-Süd vor einem Elbehochwasser schützen. Die Industriebetriebe in Elbnähe und zahlreiche Wohnhäuser sollen nach Fertigstellung der Flutmauer bis Ende 2017 vor einem hundertjährlichen Hochwasser geschützt werden. Der Freistaat investiert laut Bielitz rund 13,2 Millionen Euro in den Flutschutz. Baubeginn ist im Frühjahr 2013.

„2002 hat uns erst die Müglitz mit brachialer Gewalt getroffen“, sagte Heidenaus Bauamtsleiter Gert Ullrich. „Als wir halbwegs aufgeräumt hatten, stieg langsam und unaufhaltsam die Elbe.“ In der Stadt habe es kaum einen trockenen Flecken gegeben. Millionenwerte seien vernichtet worden. „Das sollte sich nie wiederholen. Deshalb haben wir eng mit der LTV zusammengearbeitet“, so Ullrich. Zumal Heidenau schon bei kleineren Hochwasserereignissen, die alle 20 Jahre vorkommen können, überflutet wird. Bei einem 50-jährlichen Hochwasser stehen Wohngebiete und Industrieflächen unter Wasser – bis heute.

Ungeduld sei in der Stadt dennoch nicht aufgekommen, sagte Ullrich: „Die LTV hat doch schnell geplant.“ 2005 sei das Hochwasserschutzkonzept für die Elbe fertig gewesen, erinnerte sich Bielitz. „Die Planungen für den Schutz in Heidenau brauchten Zeit, weil es kein Schnellschuss werden sollte, sondern etwas mit Hand und Fuß.“ Allein das Planfeststellungsverfahren habe dann noch einmal fast zwei Jahre gedauert. Der Beginn der Schutzwand ist in Höhe der Müglitz-Brücke an der Mühlen-/Ecke Naumannstraße geplant. Die Stahlspundwand führt dann an der südlichen Seite der Müglitz entlang bis zum alten Bahndamm, der bis zur Malz- und Papierfabrik als Deich in den Schutzwall integriert wird. Danach wird wieder eine Wand parallel zum Elberadweg bis in Höhe des Haltepunkts Heidenau-Großsedlitz errichtet.

Laut Günther sollen sich die optischen Beeinträchtigungen für die Benutzer des Elberadwegs in Grenzen halten. „Viel zu sehen sein wird von der Wand nicht.“ Am Lokal „Villa Else“ kurz vor dem Ortseingang Pirna werde sogar eine verglaste Wand aufgestellt, um den Belangen des Tourismus Rechnung zu tragen. Heidenau wird aber nicht nur von den Elbefluten abgeschirmt, die Stadt erhält auch eine effektive Entwässerung, damit sie nicht vom Grundwasser überflutet wird, wie Bielitz erklärte.

Die Schutzlinie werde nicht zu einer Erhöhung des Hochwassers auf der anderen Elbseite führen. „Wenn wir an der Stelle A etwas machen, hat das nicht unbedingt Auswirkungen auf Stelle B. Ein Fluss ist ein komplexes System“, so der Betriebsleiter. Bei aller Dankbarkeit über den Schutz für Heidenau-Süd – Günther wünscht sich, dass schnell auch der Bereich am Elbufer in Richtung Dresden in Angriff genommen wird. „Da gibt es noch viel zu tun. Auch an der Müglitz haben wir noch Schwachstellen“, erklärte er.

Thomas Baumann-Hartwig

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