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Countdown zum Highfield-Festival: Tausende Besucher werden ab Freitag erwartet

Countdown zum Highfield-Festival: Tausende Besucher werden ab Freitag erwartet

Großpösna. Eine sonderbare Atmosphäre herrscht am Donnerstagmorgen auf dem Highfield-Gelände bei Großpösna: Dort, wo am Wochenende tausende Musikfans vor zwei Open-Air- Bühnen dicht an dicht ekstatisch tanzen und feiern wollen, fährt ein Bagger Eisenstangen und anderes Baumaterial über die Wiese, werkeln dutzende Arbeiter an den verschiedenen Schauplätzen.

Während die Handwerker an der größten Fest-Bühne die Lichtanlagen hochziehen, warten draußen bereits die ersten Festivalverrückten auf Einlass.

Seit 17 Jahren baut Stefan Stadelmann Bühnen in ganz Deutschland auf und ab. Mit Zigarette in der Hand steht der Erfurter, den wegen seiner Haarfarbe alle nur „den Roten“ nennen, ganz vorne auf der sogenannten Green Stage, jenem Freiluftpodest, auf dem in den kommenden Tagen die populärsten Bands wie die Foo Fighters oder Thirty Seconds to Mars spielen werden. Dort bespricht der Chef-Aufbauer mit Licht- und Bühnentechnikern, wie viel Gewicht die obere Stahlkonstruktion der Bühne tragen kann. „Wir arbeiten hier in einem Team von 20 Helfern und Kletterern und verarbeiten Material aus neun Trailern“, beschreibt Stadelmann die Herausforderung, die sein täglich Brot ist.

Die Bühne sei 30 Meter breit, an der höchsten Stelle 16 Meter hoch und wiege ungefähr 100 Tonnen. Drei Tage dauert der Aufbau. Dass er gerade genau auf den Brettern stand, wo bald berühmte Sänger auf ein einziges Menschenmeer blicken werden, kümmert den Mann in der gelben Warnweste und mit dem Walkie-Talkie wenig. „Nach so langer Zeit im Geschäft willste die Musik nicht mehr hören, da wärste lieber im Hotel“, erklärt Stadelmann.

Ganz anders geht es selbstverständlich den Rock-Fans, die vor den Toren des Geländes darauf warten, aufs Gelände kommen zu können. Michael, Andreas, Christoph und Martin sind mit zwei Autos aus Gotha angereist und bereits am Mittwochabend am Störmthaler See angekommen. „Das gibt uns einen Tag mehr zum Trinken“, scherzt der 20-jährige Michael. „Das ist die blanke Vorfreude“, sagt der 22-jährige Martin verschmitzt. Eigentlich hätten sie das Highfield nach seinem Umzug von Thüringen nach Sachsen boykottieren wollen. „Hat aber nur ein Jahr geklappt.“ Zu verlockend ist die Aussicht auf drei Tage Party, Mädels und Musik. Besonders freuen sich die Jungs auf die Dropkick Murphis, die Kooks und – wie insgesamt beinahe jeder Befragte – die Foo Fighters.

Wenige hundert Meter weiter, noch immer an der ehemaligen F 95, parken auf einem Feldweg drei Autos von Wartenden hintereinander. Der Gruppe von acht Cottbusser Mädchen und Jungs ist nicht bewusst gewesen, dass der Campingplatz erst um 16 Uhr die Tore öffnet. „Ich dachte, wir kommen schon drauf“, sagt Martin und streckt hilflos die Arme aus. Die Feste müssen dennoch gefeiert werden wie sie fallen, lautet ganz offenbar das Motto der Gruppe, die kurzerhand einen geselligen Campingstuhlkreis errichtet hat. Zwischen leeren Bierdosen dröhnt aus einer tragbaren Musikbox Bon Jovi mit „Shot through the heart“. Und auf welche Bands freuen sie sich besonders?

„Auf Jennifer Rostock“, antwortet Lasse wie aus der Pistole geschossen. Dass die Sängerin dieses Jahr gar nicht mit von der Partie ist, stört ihn nicht. „Na, dann schreib das trotzdem. Vielleicht kommt sie nächstes Jahr wieder. Ich find die total süß.“ Durchaus fraglich ist, ob die Clique mit ihrer Bierlaune bis zum Abend durchhält.

Zum ersten offiziellen Ereignis des Festival-Wochenendes laden die Veranstalter erst ab 20 Uhr. Im Diskozelt auf dem Camping-Platz steigt dann die erste Party mit Musik vom Band. „Erfahrungsgemäß werden bis dahin schon einige tausend Besucher angereist sein. Mit vielen weiteren Ankommenden rechnen wir während der Nacht“, informiert Festival Sprecherin Annegret Kalus. Vor der Tür müsse keiner warten, auch in den frühen Morgenstunden gelangen Gäste auf den Platz. 

Das „richtige“ Festivalgelände dürfen die Rockfans aus dem ganzen Bundesgebiet und dem europäischen Ausland ab Freitagmittag in Beschlag nehmen. Ab 15.30 erklingen auf der Green Stage die ersten Töne, gespielt von der schwedischen Formation Hoffmaestro. Ab 16 Uhr folgen auf der Blue Stage die vier US-amerikanischen Rockröhren von Cherry Bomb. Mit großer Vorfreude wird der Mainact des ersten Abends erwartet: Ab 0 Uhr musiziert die elfköpfige Dancehall-Combo von Seeed auf der Hauptbühne.

Alexander Laboda

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Highfield Facts

Das nächste Highfield-Festival findet statt:
19. bis 21. August 2016
Störmthaler See
Großpösna/Leipzig

Alle Infos
www.highfield.de
www.facebook.de/highfieldfestival
Anreise: Alle wichtigen Infos gibt es hier! 

Highfield Tickets

Karten für das Highfield 2016 gibt es unter anderem im LVZ-Ticketshop.