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Leipzig Auwaldkran ist unterspült und neigt sich – Techniker entscheiden über Abbau

Leipzig Auwaldkran ist unterspült und neigt sich – Techniker entscheiden über Abbau

Der Forschungskran im Leipziger Auwald muss möglicherweise abgebaut werden. „Er ist unterspült und weist eine Neigung von drei Prozent auf“, sagte der Leipziger Universität-Professor Christian Wirth.

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Der Forschungskran der Uni Leipzig im Auwald.

Quelle: André Kempner

Leipzig. Der Kran droht seit der Öffnung des Nahle-Auslaufbauwerks in der vergangenen Woche einzustürzen. „Er hat viel mehr Wasser abbekommen als bei der Flut 2011“, berichtete Wirth. Die Leipziger Stadtverwaltung hatte deshalb auch davor gewarnt, sich dem etwa 40 Meter hohen Stahlgerüst zu nähern, weil es nicht mehr sicher stand.

Jetzt, nach der Schließung des Wehrs, haben Bauexperten erstmals die Möglichkeit, den Kran genauer zu untersuchen. Wann allerdings ein genaues Ergebnis vorliegt, ist einer Sprecherin der Universität zufolge noch unklar. Techniker wollen den Kran wahrscheinlich am Mittwoch genauer unter die Lupe nehmen.

Für die Forschung der von Wirth geleiteten Arbeitsgruppe „Spezielle Botanik und Funktionelle Biodiversität“ wäre eine Demontage ein herber Rückschlag. In einem neuen Projekt sollte für eine baumartengetreue Karte der Auwald vermessen werden. Der Kran sei für solche Untersuchung ideal. Forscher könnten in eine Gondel klettern und sich über einen 45 Meter langen Arm des Krans bequem den Baumkronen nähern. „Wir müssten sonst Kletterer nutzen, die mehr Zeit benötigen und auch nicht alle Stellen erreichen“, so Wirth.

Der Kran steht seit 2001 im Auwald. Wirths Vorgänger, der inzwischen verstorbene Hochschullehrer und Botanik-Chef der Universität, Wilfried Morawetz, ließ ihn aufstellen. In den Jahren darauf machten die Forscher spektakuläre Entdeckungen und gestochen scharfe Fotos. So wiesen sie im Jahr 2003 Laubfrösche in 25 Metern Höhe, inmitten dichter Baukronen nach.

Matthias Roth

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