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Hochwasser in Sachsen
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Nach der Flut kommen die Mücken - Sachsen lehnt großflächigen Einsatz von Insektiziden ab

Nach der Flut kommen die Mücken - Sachsen lehnt großflächigen Einsatz von Insektiziden ab

Kommen nach der Flut die surrenden Plagegeister? Das Verbraucherschutzministerium Sachsen warnt vor einer starken Vermehrung von Mücken in den Überschwemmungsgebieten.

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Vor Mücken schützen Gitter und Netze.

Quelle: Andreas Lander

Leipzig. Privatleute können kleinere Brutstätten trocken legen. Da die Stechmücken in Sachsen keine gefährlichen Infektionskrankheiten übertragen, sei der großflächige Einsatz von Insektiziden nicht gerechtfertigt, teilte das Ministerium am Mittwoch mit.

Wenn die Temperaturen so sommerlich wie in diesen Tagen sind, ist das Klima genau richtig für die kleinen Blutsauger. Die Entwicklungszeit der Stechmücken beträgt dann nur rund zwei Wochen. Im Auwald steht an vielen Stellen das Wasser, Pfützen werden erst langsam trocken fallen. Der großflächige Einsatz von Insektiziden würde aber "zu Folgeschäden für die Umwelt" führen, so das Verbraucherschutzministerium.

Im eigenen Umfeld haben Privatleute die Möglichkeit einzugreifen: So sollten mit Wasser gefüllte Behältnisse, Autoreifen, Regentonnen und Ähnliches geleert werden. Ansonsten empfehlen die Verbraucherschützer

- Mückengitter vor den Fenstern

- diese können zusätzlich mit einem insektenabwehrenden Mittel behandelt werden

- möglichst keine Verdampfer im Schlafbereich, vor allem von Kindern

- Moskitonetze

- insektenabweisende Mittel in Form von Lotion, Spray oder Creme.

RKI-Expertin warnt vor Infektionen in Hochwassergebieten

Wer vom Hochwasser betroffen ist oder als freiwilliger Helfer in den Überflutungsgebieten aktiv ist, muss mit Infekionsgefahr rechnen. Das Berliner Robert Koch-Institut rät zur Vorsicht. Die Infektionsepidemiologin Christina Frank erklärt, wie man sich schützen kann.

„Das Überschwemmungswasser enthält Umwelt- und Fäkalkeime. Diese können zum Beispiel durch Hautwunden in den Körper eindringen. Dann können sich Wunden entzünden. Und bei Aufräumarbeiten in stehendem Wasser, oder nachdem es abgelaufen ist, kann man sich leicht verletzen. Wunden sollte man also vor Kontakt mit dem Wasser schützen", rät sie.

Da in dem Wasser auch viel aufgeschwemmte Erde enthalten sei, bestehe die Gefahr von Tetanus. Wer in den betroffenen Gebieten arbeitet und Kontakt mit Wasser und Schlamm hat, sollte auf einen aktuellen Tetanusimpfschutz achten und sich gegebenenfalls jetzt impfen lassen, so die RKI-Expertin.

lyn/dpa

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