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Hochwasser in Sachsen
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Gemeinden in Landkreisen um Leipzig werden evakuiert – Schulen bleiben teils geschlossen

Gemeinden in Landkreisen um Leipzig werden evakuiert – Schulen bleiben teils geschlossen

Wegen des dramatischen Anstiegs der Mulde in Sachsen ist in den Landkreisen Leipzig und Nordsachsen am Sonntag mit Evakuierungen begonnen worden. „Es ist davon auszugehen, dass die Pegelstände des Hochwassers von 2002 erreicht und überschritten werden könnten“, teilte der Landkreis Nordsachsen mit.

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Die Straßen der sächsischen Stadt Grimma sind überschwemmt.

Quelle: Hendrik Schmidt

Leipzig/Eilenburg/Grimma. Die Lage sei inzwischen dramatisch, hieß es auch vom Krisenstab des Landkreises Leipzig. Betroffen sind unter anderem Eilenburg, Grimma, Colditz, Laußig, Borna, Bad Düben sowie zahlreiche kleinere Orte.

In Nordsachsen wird damit gerechnet, dass in der Nacht zu Montag die ersten Deiche überflutet werden. Dies bedeute unter anderem, dass die Strom- und Wasserversorgung nicht mehr gewährleistet werden könne. Krisenteams waren deshalb unter anderem in Eilenburg und Bad Düben unterwegs. Notunterkünfte in Turnhallen und Schulen wurden eingerichtet. Über 40 Mitarbeiter seien im Einsatz, sagte Landrat Michael Czupalla (CDU). „Die Bereiche, die 2002 betroffen waren, werden es auch diesmal wieder sein“, sagte Landkreis-Sprecher Rayk Bergner. Wie viele Menschen ihre Häuser verlassen müssten, lasse sich zur Stunde noch nicht beziffern. Alle Bürger seien aufgefordert, auf die Anweisungen der örtlichen Krisenstäbe sowie der Polizei zu achten und Lautsprecherdurchsagen zu befolgen. Czupalla bat am Sonntag zudem Polizei und Bundeswehr um Verstärkung – und erhielt positive Signale, wie er sagte.

Fotos aus Eilenburg

Die Streitkräfte sowie Hilfskräfte aus anderen Kreisen alarmierten auch die Verantwortlichen im Landkreis Leipzig. „Die Situation hat sich insgesamt verschärft und ist teilweise dramatisch, es geht in Richtung 2002“, sagte Karina Kessler vom Krisenstab am Abend gegenüber LVZ-Online. Derzeit sei aber keine Einschätzung zum Wasserhöchststand möglich, weil die Pegelstände in den Oberläufen noch ansteigen und die Niederschläge anhalten. Auch südlich von Leipzig werden  zahlreiche Orte evakuiert. Besonders bedrohlich war die Lage in Grimma. Dort  forderte der Katastrophenstab die Bürger bereits am Nachmittag auf, ihre Häuser zu verlassen und sich in der Turnhalle in der Colditzer Straße in Sicherheit zu bringen. Rund 2000 Menschen waren allein hier betroffen. In Borna begannen die Einsatzkräfte, den Stadtteil Thräna zu evakuieren. „Wir können nicht mit Sicherheit sagen, ob der Deich dort über Nacht hält“, so Kessler. Der Katastrophenalarm wurde dort um 20 Uhr ausgelöst. Unter anderem muss ein Asylbewerberheim geräumt werden.

Fotos aus Grimma

Öffentlicher Nahverkehr teils eingestellt, manche Schulen bleiben geschlossen

Im Landkreis Nordsachsen bleiben in den vom Hochwasser betroffenen Gebieten am Montag die Schulen geschlossen. Der Landkreis Leipzig empfahl Eltern, denen es möglich ist, die Kinder zuhause zu betreuen. Die Schulen seien geöffnet, bieten aber nur eine Notbetreuung an. Definitiv geschlossen bleiben hier lediglich die Bildungseinrichtungen in Grimma. Zudem wird im Landkreis Leipzig der öffentliche Nahverkehr am Montag und Dienstag eingestellt. Die Personenverkehrsgesellschaft Muldental (PVM) setzt am Montag und Dienstag wegen des Hochwassers keine Busse ein.

Behörden richten Bürgertelefone ein

Der Krisenstab des Kreises Nordsachsen hat unter der Telefonnummer 034202/988 55 55 ein Bürgertelefon eingerichtet. Bürger können auch per Mail an buergertelefon@lra-nordsachsen.de Fragen stellen.

Im Landkreis Leipzig  können sich die Menschen unter der Telefonnummer 03437/9842222 an die Behörden wenden. Aktuelle Informationen stehen auch unter www.landkreisleipzig.de.

Alexander Laboda

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