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Hochwasser in Sachsen
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Grimmas Oberbürgermeister drängt auf Fertigstellung der Flutmauer

Grimmas Oberbürgermeister drängt auf Fertigstellung der Flutmauer

Nach dem zweiten verheerenden Hochwasser innerhalb von elf Jahren in Grimma drängt Oberbürgermeister Matthias Berger (parteilos) auf die Fertigstellung der Schutzmauer.

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Grimmas Oberbürgermeister Matthias Berger.

Quelle: dpa

Grimma. „Was wir fordern werden, ist die absolute Beschleunigung des Hochwasserschutzes. Das Ding muss in zwei Jahren fertig sein“, sagte Berger. Während der Flut hatte Berger erklärt, mit der Schutzmauer wäre Grimma möglicherweise verschont geblieben. Momentan ist die Schutzmauer erst etwa zur Hälfte fertig. Den Gesamtschaden für seine Stadt schätzt Berger auf 200 Millionen Euro.

Er weise aber niemandem Schuld zu, sagte Berger. Das Land habe zügig gearbeitet. Verzögerungen habe es vor allem wegen Bohrungen im unterirdischen Bereich gegeben. Auch Klagen von Bürgern gegen das 40-Millionen-Euro-Projekt seien eingereicht worden. Das habe auch beim Bau aufgehalten. „Aber es wäre Quatsch, sie jetzt verantwortlich zu machen“, sagte der Oberbürgermeister.

Das hatte Axel Bobbe, Chef der Landestalsperrenverwaltung für den Raum Leipzig, im LVZ-Interview gemacht. "In Grimma haben wir das Problem, dass einzelne Stammeskrieger - Denkmalschützer und Privatleute, die sich gestört fühlten - uns mindestens zwei bis drei Jahre aufgehalten haben. Möglicherweise wären wir heute schon fertig, hätte es diese nicht gegeben", sagte Bobbe.

Luftbilder aus Grimma

Er verlangt Hilfe für den Wiederaufbau. Betroffene Gewerbetreibende brauchten nicht Kredite, sondern Zuschüsse, die nicht zurückgezahlt werden müssten. „Vielen würde ein Kredit gar nichts nützen, sie tragen noch die Belastungen vom Hochwasser 2002“, sagte Berger. Selbst bei nur einem Prozent Zinsen könnten sich viele einen neuen Kredit gar nicht leisten.

Flut in Grimma

Zwar sei die Innenstadt nur fünf Tage nach der Flut wieder blitzsauber gewesen. „Strom, Wasser, Gas, alles war wieder da. 35 000 Kubikmeter Sperrmüll wurden entsorgt“, sagte Berger. Das sei psychologisch ganz wichtig gewesen. Der Wiederaufbau in den Gebäuden, in den Geschäften und Unternehmen werde aber noch dauern. Ob jeder im Ort den Mut finden werde, wieder von vorne anzufangen, wisse er nicht. „Wir wollen jeden in Grimma halten, aber das wird schwer“, sagte Berger. Den Gesamtschaden für seine Stadt schätzt er auf 200 Millionen Euro. 2002 waren es 250 Millionen Euro.

Gitta Keil, dpa

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