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Hochwasser in Sachsen
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Weitere Evakuierungen in Dresden - Elbe steigt stetig weiter

Weitere Evakuierungen in Dresden - Elbe steigt stetig weiter

In Dresden bereiten die Einsatzkräfte wegen des Hochwassers weitere Evakuierungen vor. 660 Menschen sollen vor den Wassermassen der Elbe in Sicherheit gebracht werden, sagte eine Sprecherin der sächsischen Landeshauptstadt.

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Terrassenufer in Dresden.

Quelle: dpa

Dresden. Außerdem sei in einigen Straßenzügen der Strom abgeschaltet worden. Das Landeshochwasserzentrum teilte mit, dass der Pegel der Elbe einen Stand von 8,05 Metern erreicht habe - normal seien etwa zwei Meter. Das Wasser steige langsam, aber stetig. Experten schätzen, dass der Scheitelpunkt am Donnerstag erreicht werde.

Bilder aus Dresden

Der Krisenstab im Nachbarland Sachsen-Anhalt änderte seine Einschätzung des Wetters in Sachsen. Bis zum Morgen werde nur vereinzelt Regen fallen - größtenteils sei es aufgelockert und trocken. Der Stab hatte zuvor vor Starkregen mit Mengen von bis zu 20 Litern pro Quadratmeter gewarnt. Auch der Deutsche Wetterdienst ging von einer ruhigen Wetterlage für Sachsen aus.

Bilder aus der Sächsischen Schweiz

Während sich die Lage an der Vereinigten Mulde, Weißer Elster, Elbe-Nebenflüssen und Lausitzer Neiße weiter entspannt, wächst entlang der Elbe die Sorge: Die Behörden stellen sich hier auf eine Dimension wie bei der verheerenden Flut von 2002 ein. Viele Orte in der Sächsischen Schweiz, einem beliebten Touristen- und Ausflugsziel, waren überflutet. Auch die Altstädte von Pirna und Meißen stehen unter Wasser. Ganze Wohngebiete wurden evakuiert.

Magdeburg erwartet Elbhochwasser des Jahrhunderts

Die Landeshauptstadt Magdeburg stellt sich auf das größte Elbehochwasser des Jahrhunderts ein. Den Prognosen zufolge wird am Pegel Strombrücke am Sonntag die Marke von 7,20 Metern erreicht, wie Oberbürgermeister Lutz Trümper (SPD) am Dienstag sagte. Am gleichen Tag hatte er den Katastrophenalarm ausgelöst. Mehr als 600 Kräfte der Feuerwehr, von der Bundeswehr und von Beschäftigungsgesellschaften der Stadt waren seinen Angaben zufolge im Einsatz, um Deiche zu sichern und Wälle zu errichten. „Eine hundertprozentige Sicherheit gibt es nicht, aber wir gehen davon aus, dass die Deiche standhalten“, sagte Trümper. In den kommenden Tagen seien bislang keine Evakuierungen vorgesehen.

Der normale Pegelstand der Elbe liegt in Magdeburg bei knapp 2 Metern. Treten die Prognosen ein, wird Magdeburg mit wesentlich mehr Wassermassen zu kämpfen haben als zur verheerenden Flut 2002. Damals war der höchste Pegelstand 6,72 Meter.

„Wir haben noch etwas Zeit zur Vorbereitung“, sagte Trümper. Diese werde genutzt, um die Deiche weiter zu sichern, die nun rund um die Uhr kontrolliert würden. 54 Angestellte der Stadt seien dafür im Einsatz. Am Dienstag sei ein zweiter Platz zum Abfüllen von Sandsäcken eingerichtet worden. „Die Hilfsbereitschaft ist enorm“, sagte er. Zahlreiche freiwillige Helfer, darunter auch Studenten, hätten ihre Unterstützung beim Kampf gegen die Flut zugesagt. Diese würden nun bei Bedarf angefordert.

Am Montag war das Pretziener Wehr südlich von Magdeburg zur Entlastung der Landeshauptstadt geöffnet worden. Seitdem strömt ein Drittel des Elbe-Wassers in einen 21 Kilometer langen Kanal und fließt so um Magdeburg, Schönebeck und Orte in den Elbniederungen herum, ehe es wieder in den Fluss zurückgeleitet wird.

dpa

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