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An Bächen setzt das Dresdner Umweltamt auf Öko-Flutschutz

An Bächen setzt das Dresdner Umweltamt auf Öko-Flutschutz

Während die Behörden in den Monaten unmittelbar nach dem Jahrhundert-Hochwasser 2002 auf Anweisung der Landesregierung die Hilfsgelder, um die unmittelbaren Flutschäden zu beseitigen, noch recht rasch und unbürokratisch verteilten, entwickelte sich das folgende Flutschutz-Programm zu einem oft komplizierten Abstimmungs-Marathon zwischen den Ämtern von Land und Kommunen sowie Bürgern und anderen Anrainern.

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Spielende kinder im Dresdner Koitzschgraben.

Quelle: Andor Schlegel

Dresden. Nicht zuletzt deshalb kam die „Hochwasser-Prophylaxe“ auch unterschiedlich schnell voran: So dichtete das Land die Elbufer in der Dresdner Innenstadt recht rasch ab, auch die Hochwasser-Ertüchtigung der Weißeritz ist weit vorangekommen. An den kleineren Flüssen und Bächen im Stadtgebiet sowie im Dresdner Osten ist hingegen noch viel zu tun.

Während die Landeshauptstadt im Falle der Bundeswasserstraße Elbe oder der Weißeritz als sogenanntes „Gewässer 1. Ordnung“ eher Juniorpartner der Landestalsperrenverwaltung und anderer freistaatlicher Institutionen ist, kann die Kommune beim Flutschutz kleinerer Gewässer nach eigenem Gusto verfahren – muss dort aber auch einen wesentlichen Teil der Investitionen selbst stemmen.

Beim Kaitzbach zum Beispiel, der über Mockritz gen Elbe fließt, hat sich das städtische Umweltamt nicht für eine stark befestigte Trogbauweise des Flussbettes wie etwa bei der Weißeritz entschieden, sondern für einen naturnahen Hochwasserschutz: Eher sanfte und begrünte Dämme im Kaitzer Loch, alternative Überlaufrinnen und Räume für die örtliche Flora und Fauna. Dies ist freilich nur möglich gewesen, weil der Kaitzbach im Dresdner Süden durch dünn besiedelte Gegenden fließt, die Raum für Öko-Konzepte bieten.

Beim Koitzschgraben ist das Umweltamt noch einen Schritt weiter gegangenen und hat den Bach in Strehlen zu einem innerstädtischen Biotop und Naherholungsort umgestaltet, in dem jetzt Kinder spielen. Neben dem Verschönerungseffekt für das Plattenbauviertel am Otto-Dix-Ring soll das verbreiterte Bett dafür sorgen, dass der Bach bei Hochwasser mehr „Rückzugsflächen“ hat.

Zudem haben Unternehmen wie die Stadtentwässerung eigene Investitionen in den Flutschutz getätigt. Dazu gehören mehrere Regenrückhaltebecken, die bei Starkregen wie Anfang August 2002 dafür sorgen, dass die Kanalisation nicht gleich überläuft. Wenn diese Zisternen erschöpft sind, springt das neue Pumpwerk in Johannstadt an – und drückt das Regenwasser in die Elbe.

Heiko Weckbrodt

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