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Land unter im Dresdner Eisenbahnmuseum: Nach dem Besucherstrom kam die Weißeritz

Land unter im Dresdner Eisenbahnmuseum: Nach dem Besucherstrom kam die Weißeritz

Der Euphorie eines toll besuchten Dampflokfestes Mitte Mai 2002 folgte der reißende Strom der Weißeritz ins Eisenbahnmuseum an der Zwickauer Straße. Dessen Vorsitzender Jörg Baumgärtel wird die Tage nicht vergessen: „Zuerst ging mein Arbeitsplatz bei der Deutschen Bahn auf der Bernhardstraße im wahrsten Sinne des Wortes den Bach hinunter, es gibt ihn seither nicht mehr“, erzählt er.

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Auch der Lokschuppen des Eisenbahnmuseums war Opfer der Weißeritz geworden.

Quelle: Privat

Dresden. „Mein nächster Gedanke galt dem Eisenbahnmuseum. Ich ging zur Nossener Brücke. Auf unserem Gelände war ,Landunter‘. Das Ausmaß der Schäden war nicht abschätzbar. Mit unserem Lokschuppen 1 kamen wir noch recht glimpflich davon, er lag in einer von der Flut abgewandten Seite.“ So wie die zurückgehende Flut der Weißeritz es zuließ, machten sich Baumgärtel und die anderen Mitglieder der Interessengemeinschaft „Bahnbetriebswerk Dresden-Altstadt“ ans Aufräumen.

Der Schlamm sollte sich in den Lagern und Antriebsteilen der historischen Fahrzeuge, der betriebswichtigen Drehscheibe und den Weichenantrieben nicht erst festsetzen und aushärten. Tatkräftige Helfer kamen aus ganz Deutschland, auch aus Berlin. Mitglieder des Kleingartenvereins „Höhenluft I“ aus Dölzschen stärkten die Einsatzkräfte mit Imbiss und Getränken. „Wir kamen gut voran“, erinnert sich der Museumschef.

„Nach wenigen Tagen hatten wir unsere Drehscheibe wieder flott und Mitte Oktober konnten wir unsere Paradelok, die Uraltdampflok 89 6009, anheizen, mit dem historischen Windbergwagen bespannen und auf einer Rundfahrt im Dresdner Knoten die Kunde von der Wiederbelebung des Dresdner Eisenbahnmuseums verbreiten. Das bleibt mir als eine wunderbare Erinnerung auch an meinen 40. Geburtstag, der in diese Tage fiel.“

Peter Weckbrodt

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