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Wasserwerke-Skandal: Erste Geständnisse

Wasserwerke-Skandal: Erste Geständnisse

Im Finanzskandal um die Kommunalen Wasserwerke Leipzig (KWL) haben zwei Berater aus Baden-Württemberg Geständnisse abgelegt. Laut Staatsanwaltschaft gaben sie zu, den früheren KWL-Geschäftsführer Klaus Heininger mit drei Millionen US-Dollar bestochen zu haben.

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Die ersten Geständnisse im Wasserwerke-Skandal schlagen in Leipzig hohe Wellen.

Quelle: Volkmar Heinz

Leipzig. Jürgen Blatz und Berthold Senf waren am 17. März unter genau diesem Vorwurf verhaftet worden. Nun haben die beiden 44-jährigen Manager der Schweizer Beratungsfirma Value Partners umfangreiche Geständnisse abgelegt, sagte Till von Borries, Sprecher der sächsischen Generalstaatsanwaltschaft, gestern gegenüber der LVZ. "Sie haben auch den Hauptvorwurf - die Bestechung mit drei Millionen US-Dollar - eingeräumt." Mit Blick auf seinen familiären Hintergrund sei Blatz daraufhin am Mittwoch freigekommen. "Bei ihm sehen wir die Fluchtgefahr als so gering, dass dies unter Auflagen möglich war." Für Senf, der in Leipzig in Untersuchungshaft sitzt, gebe es demnächst einen neuen Haftprüfungstermin. Auch Heininger, bei dem am 26. Februar die Handschellen klickten, habe inzwischen Aussagebereitschaft signalisiert. Bei letzterem sei eher nicht mit einer baldigen Freilassung zu rechnen.

Zu Details des Bestechungsvorgangs wollten sich die Ermittler noch nicht äußern. Klar sei aber, dass alle Transaktionen über ausländische Konten liefen. "Wir wissen jetzt zumindest zum Teil, wo das Geld ist, und haben sichergestellt, dass die Beschuldigten keinen Zugriff darauf haben", so von Borries. "Ob das Geld nach Deutschland geholt werden kann, lässt sich heute noch nicht sagen." Fest stehe indes, dass der andere KWL-Geschäftsführer Andreas Schirmer kein Geld erhalten hat. Die Ermittlungen konzentrierten sich jetzt auf die Frage, ob bei dem Gesamtgeschäft mit drei Großbanken außerdem die Straftat Untreue vorlag. Bekanntlich fordern die UBS aus der Schweiz und die irische Depfa-Bank bereits 134 Millionen Euro von den KWL. Die Wasserwerke wollen die Verträge für nichtig erklären lassen.

Nach LVZ-Informationen hat die UBS in London nun auch Klage gegen die Depfa und die ebenfalls beteiligte Landesbank Baden-Württemberg eingereicht. Von Borries sagte, die Staatsanwaltschaft untersuche jetzt auch die Rolle des KWL-Aufsichtsrates und der Stadt.

Ulrich Milde und Jens Rometsch

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