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De Maizière in Leipzig: Empörung über AfD-Kritik an Flüchtlingshilfe der Kirchen

100. Katholikentag De Maizière in Leipzig: Empörung über AfD-Kritik an Flüchtlingshilfe der Kirchen

Auf dem Katholikentag in Leipzig hat Bundesinnenminister Thomas de Maizière deutliche Worte für die von der AfD geübte Kritik an Flüchtlingshilfen der Kirchen gefunden. Die Aussage sei eine Beleidigung für Caritas und eherenamtliche Helfer.

Thomas de Maizière (rechts) hat im Gespräch mit Leipzigs Oberbürgermeister Burkhard Jung Kritik an AfD-Äußerungen zur Flüchtlingshilfe der Kirchen geübt.

Quelle: dpa

Leipzig. Die heftige Kritik der AfD am Flüchtlingsengagement der Kirchen sorgt weiter für Empörung. Bundesinnenminister Thomas de Maizière kritisierte die Äußerungen am Freitag auf dem Katholikentag in Leipzig scharf. «Wenn die AfD behauptet, dass die Caritas, Diakonie und andere ein Millionengeschäft mit Flüchtlingen machen, dann ist das eine Beleidigung für die Caritas und die Hunderttausenden von ehrenamtlichen Helfern, die da arbeiten», sagte der CDU-Politiker.

Der bayerische AfD-Landesvorsitzende Petr Bystron hatte der katholischen und evangelischen Kirche und ihren Wohlfahrtsverbänden Geschäftemacherei mit Flüchtlingen vorgeworfen. Der AfD-Vorsitzende Jörg Meuthen pflichtete dem bei.

Bundesgesundheitsminister Hermann Gröhe (CDU) warf der AfD vor, all jene zu beleidigen, die sich in der Kirche für Flüchtlinge engagierten. «Dass der Ausgrenzungshaltung gegenüber Menschen, die aus Not fliehen, nun die Beleidigung derer folgt, die in eindrucksvoller Weise haupt- und ehrenamtlich helfen, zeigt, wes Geistes Kind diese Leute sind», sagte Gröhe der «Rheinischen Post» (Samstag).

Auch Bundesfamilienministerin Manuela Schwesig (SPD) wies den Vorwurf von Bystron zurück. Die AfD beleidige «die vielen tausend Kinder, Jugendlichen, Frauen und Männer in den Kirchen und ihren Wohlfahrtsverbänden, die sich in der sozialen Arbeit - auch in der Flüchtlingshilfe - engagieren», teilte Schwesig in Berlin mit. «Anstatt selbst etwas zu tun, beleidigt sie lieber diejenigen, die sich solidarisch verhalten.»

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