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Katholische Hilfswerke bekennen sich mit Nachdruck zu Einsatz für Flüchtlinge

Im Rahmen des Kirchentags in Leipzig Katholische Hilfswerke bekennen sich mit Nachdruck zu Einsatz für Flüchtlinge

Die Hilfswerke der katholischen Kirche haben sich beim Katholikentag in Leipzig nachdrücklich zur Hilfe für Flüchtlinge bekannt. Die Kirche verstehe sich „aus der Botschaft Jesu heraus als Anwältin der Schutzbedürftigen“, heißt es in einer am Freitag beim Katholikentag vorgestellten gemeinsamen Erklärung.

Flüchtlinge verlassen Idomeni.

Quelle: dpa

Leipzig. Die Hilfswerke der katholischen Kirche haben sich beim Katholikentag in Leipzig nachdrücklich zur Hilfe für Flüchtlinge bekannt. Die Kirche verstehe sich „aus der Botschaft Jesu heraus als Anwältin der Schutzbedürftigen“, heißt es in einer am Freitag beim Katholikentag vorgestellten gemeinsamen Erklärung. Mit heftiger Kritik reagierte unterdessen die Bundesregierung auf AfD-Vorwürfe gegen die Kirchen im Zusammenhang mit deren Flüchtlingshilfe. 

Die Erklärung der weltkirchlichen Hilfswerke Misereor, Adveniat, Renovabis, Missio, Caritas international und des Kindermissionswerks „Die Sternsinger“ wurde am „Tag der Flüchtlinge“ bei dem Leipziger Katholikentreffen vorgelegt. „Beim Einsatz der Kirche für Flüchtlinge geht es um weltweite Solidarität“, heißt es in dem zweiseitigen Papier. In Deutschland hätten bereits viele Menschen Schutz gefunden, sie erhofften sich hier ein sicheres Leben in Würde und Freiheit ohne Bedrohung und Überlebenskampf. Deutschland sei durch die deutlich gestiegene Zahl der Flüchtlinge „in vielerlei Hinsicht herausgefordert“.

„Viele in Deutschland lebende Menschen - und darunter auch viele Haupt- und Ehrenamtliche in unseren kirchlichen Strukturen - helfen sehr engagiert den zu uns Gekommenen, sich zu orientieren, sich einzuleben und in unserer Mitte einzurichten“, betonten die Präsidenten und Geschäftsführer der sechs Hilfswerke. Dagegen hatte der bayerische AfD-Vorsitzende Petr Bystron zuletzt der katholischen und evangelischen Kirche in Deutschland vorgeworfen, sie verdienten über ihre Wohlfahrtsverbände „alleine an der Flüchtlingskrise mehrere Milliarden Euro pro Jahr“. Sie hätten „aus kommerziellen Gründen ein massives Interesse an weiterer Zuwanderung“.

Familienministerin Manuela Schwesig (SPD) und Gesundheitsminister Hermann Gröhe (CDU) wiesen Bystrons Äußerungen scharf zurück. Schwesig erklärte, die AfD beleidige „die vielen tausend Kinder, Jugendlichen, Frauen und Männer in den Kirchen und ihren Wohlfahrtsverbänden, die sich in der sozialen Arbeit - auch in der Flüchtlingshilfe - engagieren“. „Anstatt selbst etwas zu tun, beleidigt sie lieber diejenigen, die sich solidarisch verhalten.“ Gröhe sagte der „Rheinischen Post“ vom Samstag: „Dass der Ausgrenzungshaltung gegenüber Menschen, die aus Not fliehen, nun die Beleidigung derer folgt, die in eindrucksvoller Weise haupt- und ehrenamtlich helfen, zeigt, wes Geistes Kind diese Leute sind.“

Der künftige Dresdner Bischof Heinrich Timmerevers machte derweil deutlich, dass er im Umgang mit Anhängern der fremden- und islamfeindlichen Pegida-Bewegung auf Dialog setzen will. Ängste in der Bevölkerung seien nicht durch lautstark vorgetragene Gegenparolen aus der Welt zu schaffen, sagte Timmerevers im Deutschlandfunk. „Ich glaube, es ist wichtig, dass wir versuchen, in den Dialog zu treten.“ Notwendig sei der Versuch, „auf einen gemeinsamen Nenner zu kommen“, unterstrich Timmerevers. „Auf Dauer wird man sicher einfach reden müssen, Dialog ist angesagt.“ Die Pegida-Bewegung geht in Dresden regelmäßig auf die Straße und macht Stimmung gegen Muslime, Flüchtlinge, Politiker und Medien.

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