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Katholikentag in Leipzig: Sprecher verteidigt Distanz zur AfD

Streit um AfD Katholikentag in Leipzig: Sprecher verteidigt Distanz zur AfD

Rund um den Katholikentag ist ein politischer Streit entbrannt: Der Präsident des Zentralkomitees der Katholiken (ZdK), Thomas Sternberg, hatte angekündigt, dass auf dem Deutschen Katholikentag im Mai in Leipzig keine Politiker der rechtspopulistischen AfD sprechen dürfen. ZdK-Sprecher Theodor Bolzenius verteidigt diese Position.

Pantomime Martin Kiefer bei der Enthüllung der neuen Werbelinie des 100. Deutschen Katholikentags Leipzig 2016 im Bildermuseum in Leipzig.

Quelle: André Kempner

Leipzig. Rund um den Katholikentag ist ein politischer Streit entbrannt: Der Präsident des Zentralkomitees der Katholiken (ZdK), Thomas Sternberg, hatte angekündigt, dass auf dem Deutschen Katholikentag im Mai in Leipzig keine Politiker der rechtspopulistischen AfD sprechen dürfen. Hintergrund: Die Partei hatte zuletzt mit umstrittenen Äußerungen zum Schusswaffeneinsatz gegen Flüchtlinge an deutschen Grenzen für Empörung gesorgt.

ZdK-Sprecher Theodor Bolzenius hat die Position jetzt im Interview mit der LVZ verteidigt. Leider habe man immer wieder erleben müssen, dass sich Repräsentanten der AfD in der Öffentlichkeit einem echten Dialog über unterschiedliche Positionen entzogen und andere Meinungen in polemischer und populistischer Weise diffamiert hätten, sagte Bolzenius. Man sei deshalb davon überzeugt, dass sie im Rahmen des Katholikentags, „der sich einem offenen und argumentativen Diskurs verpflichtet weiß, derzeit nicht die geeigneten Gesprächspartner sind“. Man werde aber geeignete Wege finden, „die Sorgen und Nöte aller Bürgerinnen und Bürger auf dem Katholikentag zur Sprache zu bringen“. Ein Vorgang wie dieser solle Anlass für die AfD-Verantwortlichen sein, die Aussagen aus ihren Kreisen zu überprüfen.

Theodor Bolzenius ist Sprecher des Zentralkomitees der Katholiken

Theodor Bolzenius ist Sprecher des Zentralkomitees der Katholiken. Er verteidigt die Entscheidung, AfD-Politiker beim Katholikentag nicht an Diskussionsrunden teilnehmen zu lassen.

Quelle: Kempner

Die AfD-Vorsitzende Frauke Petry hatte der katholischen Kirche eine „Unkultur des Nicht-Miteinander-Redens“ vorgeworfen. Aufdrängen wolle sich ihre Partei aber nicht. Petry kann nach eigenen Worten nachvollziehen, dass das Kirchentagsthema „Flucht und Migration“ hochemotional sei. Die Kirche zeige sich nun aber an dieser Stelle „diskussionsunfähig“, wenn sie einen wichtigen politischen Akteur in Deutschland ausblende. Es gebe seit Monaten eine Verschärfung der politischen Debatte, die auch an den Kirchen nicht vorbeigehe, so Petry.

Das komplette Interview mit Theodor Bolzenius lesen Sie im LVZ-E-Paper sowie in der Printausgabe vom 13./14. Februar 2016.

Von Dominic Welters

Leipzig 51.3396955 12.3730747
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