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Legida und Proteste
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Legida muss sich Aufmarsch-Ort mit Gegendemonstranten teilen

Rechtspopulisten melden sich zurück Legida muss sich Aufmarsch-Ort mit Gegendemonstranten teilen

Legida meldet sich am Montagabend auf dem Richard-Wagner-Platz zurück. Zum ersten Aufmarsch des Jahres müssen sich die Rechtspopulisten um Markus Johnke das Areal allerdings teilen. Denn ebenfalls vor der Blechbüchse demonstrieren die Legida-Gegner und fordern unter anderem eine Umbenennung des Wagner-Platzes.

Legida am 7. Dezember am Bayrischen Platz.
 

Quelle: LVZ

Leipzig. Neues Jahr, altes Bild: Die fremden- und islamfeindliche Initiative Legida wird am Montagabend wieder durch die Messestadt marschieren. Nach Verlegung und Pausen rings um die Weihnachtszeit dürfen die Rechtspopulisten ab 19 Uhr wieder vom Richard-Wagner-Platz aus über den westlichen Innenstadtring ziehen. Wie Legida-Chef Markus Johnke per Videobotschaft angekündigte, sollen sich die Teilnehmer zuvor im Hauptbahnhof vor einem amerikanischen Schnellrestaurant treffen, um von dort aus gemeinsam zum Versammlungsort vor der Blechbüchse anzureisen.

Ganz allein können die Legidisten den Wagner-Platz dieses Mal allerdings nicht nutzen. Das Bündnis „Leipzig nimmt“ Platz hat ab 18 Uhr ebenfalls eine Kundgebung auf dem Areal angemeldet, wird auf dem südlichen Teilstück in Hör- und Sichtweite gegen Legida demonstrieren können. Neben dem lautstarken Protest wollen sich die Teilnehmer hier auch für eine Umbenennung des Platzes in „Refugees-Welcome-Platz“ engagieren und die Sektkorken beim „antirassistischen Neujahrsempfang“ knallen lassen.

Rings um die Leipziger City hat das Erich-Zeigner-Haus ab 18 Uhr zudem vier Mahnwachen angekündigt, so am Denkmal für die Leipziger Synagoge in der Gottschedstraße, am Stolperstein für Ernst Lewek im Nikolaikirchhof, am Mahnmal für die Sinti und Roma in der Goethestraße und ab 21 Uhr am Stolperstein für die Familie Frankenthal Höhe Dittrichring 13.

Pegida und Legida gemeinsam am 11. Januar in Leipzig

In der Woche darauf muss sich Leipzig dann auch wieder auf einen gemeinsamen Aufmarsch von Pegida und Legida einstellen. Die Leipziger Pegida-Schwestergruppe will ihren ersten Geburtstag zusammen mit Lutz Bachmann und Tatjana Festerling feiern. Pegida hat deshalb den eigenen Aufzug in Dresden abgesagt und seine Anhänger zur Unterstützung in Leipzig aufgefordert. Mehrere Gegner der Kundgebung haben bereits Gegenveranstaltungen angezeigt.

Die Gruppe „Leipzig bleibt helle“, die der frühere Thomaskirchen-Pfarrer Christian Wolff unterstützt, will mit einer Lichterkette rund um den Innenstadtring reagieren. Mehrere Initiativen und Einzelpersonen haben sich diesem Aufruf bereits angeschlossen. Angekündigt ist um 19.30 Uhr eine Abschlusskundgebung vor dem Mendelssohn-Portal der Thomaskirche mit einer Ansprache von Oberbürgermeister Burkhard Jung. Offiziell hat das Stadtoberhaupt seine Teilnahme aber noch nicht zugesagt.

Legida ist am 12. Januar 2015 erstmals durch Leipzig marschiert. Laut Polizei kamen damals 4800 Teilnehmer zum Versammlungsort an der Red-Bull-Arena. Ihnen stellen sich 30.000 Gegendemonstranten entgegen. Zuletzt konnte Legida nur noch wenige Hundert Anhänger mobilisieren. Im Dezember musste das Bündnis wegen des Weihnachtsmarktes vor den Bayerischen Bahnhof ausweichen, nutzte diesen Ort aber nur einmal.

Die Demos am 4. Januar im Überblick

Legida , 18.30 bis 22 Uhr: Nördlicher Richard-Wagner-Platz → Goerdelerring → Dittrichring → Martin-Luther-Ring → Lotterstraße
→ oberer Martin-Luther-Ring / am Stadthaus → Martin-Luther-Ring → Dittrichring → Goerdelerring →
Richard-Wagner-Platz. (Angemeldet 500 Teilnehmer)

Leipzig nimmt Platz , 18 bis 22 Uhr: Südlicher Richard-Wagner-Platz, einschließlich Hainspitze (2500 Personen)

Mahnwachen des Erich-Zeigner-Haus
18 bis 20:30 Uhr:
Goethestraße Mahnmal für die Sinti und Roma,
Nikolaikirchhof Stolperstein für Ernst Lewek,
Gottschedstraße Synagogendenkmal.
21 bis 23:30 Uhr:
Dittrichring 13, Stolperstein für die Familie Frankenthal.

Von LVZ

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