Startseite LVZ
Volltextsuche über das Angebot:

Legida und Proteste
Google+ Instagram YouTube
Leipziger Erklärung: Legida den Weg versperren – Demos am Montag und Mittwoch

Leipziger Erklärung: Legida den Weg versperren – Demos am Montag und Mittwoch

Legida und die Gegendemonstrationen halten Leipzig auch in der kommenden Woche in Atem. Unter dem Motto „Jetzt erst recht“ geht das Aktionsbündnis „Willkommen in Leipzig“ für eine weltoffene Stadt schon am Montag auf die Straße.

Voriger Artikel
„Wütend und enttäuscht“: NoLegida kritisiert Spontandemo – OBM: Akzeptieren keine Gewalt
Nächster Artikel
Leipziger Staatsrechtler hält Demonstrationsverbot für gerechtfertigt

Mehr als 30.000 Menschen protestierten am 12. Januar gegen Legida. Blick auf den Westplatz.

Quelle: LVZ .

Leipzig. Legida will am Mittwoch auf dem Ring demonstrieren. In einer Leipziger Erklärung rufen jetzt Politiker, Künstler und Gewerkschafter auf, den Islamgegnern friedlich den Weg zu versperren.

Das

Netzwerk „Leipzig nimmt Platz“

veröffentlichte am Freitag den Aufruf zu einem „breiten, gewaltfreien und solidarischem Protest“. Zu den Unterzeichnern des Appells gehören unter anderem die Künstler Sebastian Krumbiegel, Michael Fischer-Art und André Herrmann. Frank Kimmerle vom „Bündnis 8. Mai“ ist ebenso dabei wie Kommunal-, Landes- und Bundespolitiker von SPD, Linken und den Grünen.

Dabei fordern die Initiatoren in fünf Punkten

friedliche „Widersetz-Aktionen“

mit dem Ziel, „Legida-Proteste und andere rassistische und Neonaziaufmärsche“ in Leipzig zu verhindern. Der erste Legida-Aufzug am 12. Januar habe gezeigt, dass das Leipziger Pendant zu Pegida organisierte Nazis und gewaltbereite Hooligans anziehe.

Legida dividiere die Gesellschaft auseinander und verschärfe das gesellschaftliche Klima, sagt Stadträtin und Landtagsabgeordnete Juliane Nagel (Die Linke) für das Netzwerk „Leipzig nimmt Platz“. Leidtragend sei mit den Flüchtlingen eine die schwächsten Gruppen der Gesellschaft.

Leipziger Erklärung

 

als Online Petition

In der Leipziger Erklärung erinnern die Unterzeichner an den kreativen Protest, mit dem in vergangenen Jahren in Leipzig

Neonazi-Aufmärsche verhindert

worden seien. Der Neonazi Christian Worch hatte jahrelang zu Aufzügen in Leipzig aufgerufen. Die Märsche waren oft genug schon am Hauptbahnhof stecken geblieben. 2007 sagte Worch weitere geplante Demonstrationen in Leipzig ab – mangels Teilnehmern.

Die Initiatoren der Leipziger Erklärung zeigen sich überzeugt, dass Menschen auch 2015 bereit seien, die antidemokratischen Aufzüge friedlich zu verhindern:

„Wir sind selbst verantwortlich für die Stadt, in der wir leben.“

Am Montag wollen die Unterstützer ihre Pläne in einer Pressekonferenz erläutern. Die Erklärung unter dem Titel "Legida läuft nicht" ist auch als Online-Petition einzusehen.

Viele Proteste am Mittwoch – erste Demos am Montag

Der Augustusplatz ist am

Dienstag

von 14 bis 17 Uhr Schauplatz für eine „Kreideaktion“: Der Platz soll mit

NoLegida-Slogans

beschrieben werden, teilte die Stadt mit.

Der Platz ist am

Mittwoch

vermutlich Sammelpunkt für die

Legida-Anhänger

. Diese wollen bei ihrer Veranstaltung von 18.30 Uhr bis 22 Uhr um den Ring marschieren und beziehen sich dabei auf die Leipziger Demonstrationen im Herbst 1989.

Dem vernehmen nach sind am Mittwoch wieder ähnlich viele

Gegenveranstaltungen

und von denselben Initiatoren angemeldet, wie am 12. Januar. Danach ist mit mindestens sieben Protestzügen gegen Legida zu rechnen, die wohl das Ziel haben werden, Legida zu blockieren. „Wir sind keine homogene Gruppe, neben Pfarrer Wolff und Sebastian Krumbiegel gibt es verschiedene Szenen, die dabei sind. Uns alle eint aber ein Ziel: Gegen die Thesen von Legida auf die Straße zu gehen“, sagte Marcel Nowicki, NoLegida-Initiator gegenüber LVZ-Online.

Zeiten und Routen

für den Mittwoch gibt das Ordnungsamt frühestens am Montagabend bekannt, hieß es von Seiten der Stadt.

phpEQopZV20150116151326.jpg

Friedensgebet am 12. Januar 2015 in der Nikolaikirche.

Quelle: LVZ .

Die Bündnisse „Willkommen in Leipzig“ und das „8. Mai“ werden schon

am Montag

Flagge zeigen. Der Ablauf ist wie folgt geplant: Um 16 Uhr soll es einen Dialog auf dem Nikolaikirchhof geben. Um 17 Uhr öffnet die Nikolaikirche wieder zum

Friedensgebet

ihre Pforten. Ab 18 Uhr startet die

Demonstration auf dem Ring

und um 19 Uhr findet die Kundgebung auf dem Augustusplatz statt.

lyn

Voriger Artikel
Nächster Artikel
Mehr aus Legida
  • Zeitung in Schulen

    Herzlich willkommen bei den Schulprojekten der Leipziger Volkszeitung und ihrer Regionalausgaben. mehr

  • LVZ-Fahrradfest 2017
    Logo LVZ-Fahrradfest

    Das 13. LVZ-Fahrradfest lud am 14. Mai 2017 wieder Radler ein, gemeinsam in die Pedalen zu treten. Fotos, Videos und Infos finden Sie in unserem Sp... mehr

  • Zeitungsküken 2017 gekürt

    Zum elften Mal suchte die Delitzsch-Eilenburger Kreiszeitung das Zeitungsküken. Mit der Aktion steht der Nachwuchs der Region im Fokus. Sehen Sie h... mehr

  • LVZ-Sommerkino im Scheibenholz
    LVZ Sommerkino im Scheibenholz: Alle Infos zu Filmen, Ticketverkauf und dem Rahmenprogramm.

    Das LVZ-Sommerkino lud wieder zu unterhaltsamen Filmabenden ins Scheibenholz ein. Sehen Sie hier einen Rückblick in Fotos und Geschichten. mehr

  • Schau! Das Leipziger Museumsportal
    Schau! Das Leipziger Museumsportal

    Alle Informationen zu den Museen in Leipzig, ihren Ausstellungen und Events auf einen Blick im Special der LVZ. mehr

  • Schlingel - Familienmagazin
    Schlingel - Das Familienmagazin der LVZ

    Das Familienmagazin der LVZ. Wir richten uns an Eltern und Kinder, die in Leipzig und Umgebung zu Hause sind. Ihnen möchten wir ein nützlicher, unt... mehr