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Leipziger Organisator spricht bei Pegida in Dresden - weniger Teilnehmer vor Semperoper

Leipziger Organisator spricht bei Pegida in Dresden - weniger Teilnehmer vor Semperoper

Eine Woche nach Absage einer Pegida-Demonstration wegen einer Terrordrohung in Dresden hat das islamkritische Bündnis bei einer Kundgebung erneut tausende Anhänger mobilisiert.

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Pegida-Demonstration am 25. Januar in Dresden.

Quelle: Stephan Lohse

Dresden. Jedoch kamen nach Angaben der Polizei zu der Kundgebung auf dem Theaterplatz vor der Semperoper am Sonntag mit 17.300 Teilnehmern knapp 8000 weniger als zuletzt bei der Demonstration der selbst ernannten „Patriotischen Europäer gegen die Islamisierung des Abendlandes“ (Pegida) vor zwei Wochen. Damals hatte Pegida laut Polizei 25.000 Menschen in Dresden auf die Straße gebracht. 

Einer der Redner war Silvio Rösler. Der 51-Jährige organisiert die Kundgebungen von Legida in Leipzig. Das Verhältnis zu Pegida galt in den vergangenen Tagen als angespannt. Grund waren Äußerungen von Pegida-Sprecherin Kathrin Oertel am vergangenen Mittwoch. Da kündigte sie mögliche gerichtliche Schritte gegen den Leipziger Ableger an.

Zur Begründung sagte Oertel, die "Legida"-Organisatoren hätten keine klare Erklärung abgegeben, dass sie den Forderungskatalog von "Pegida" in Dresden übernehmen. "Alles, was heute Abend in Leipzig gesagt und gefordert wird, ist nicht mit uns abgesprochen. Das kann sich für die einheitliche Wahrnehmung unserer Bewegung als kontraproduktiv erweisen. Daher prüfen wir eine Unterlassungsklage", so Oertel am zurückliegenden Mittwoch.

Röslers Auftritt sollte nun offenbar den engen Schulterschluss beider Gruppen demonstrieren. Der Berater einer Energie-Vertriebsfirma bedankte sich für die Hilfe bei der jüngsten Legida-Kundgebung. Viele Dresdner waren als Unterstützer in die Messestadt gefahren. Rösler rief auf, in Dresden, Leipzig und ganz Sachsen gemeinsam zu agieren und erntete für seine Worte heftigen Applaus.  

Es war die 13. Kundgebung der Pegida und die erste nach dem Rücktritt ihre Mitgründers Lutz Bachmann, der am vergangenen Mittwoch über ausländerfeindliche Facebook-Posts und ein Selfie mit „Hitler-Bärtchen“ gestolpert war.   Nur wenige Meter von der Kundgebung entfernt demonstrierten rund 5000 Menschen mit dem Bündnis „Dresden für alle“ auf dem benachbarten Schlossplatz gegen die Ausgrenzung von Menschen aufgrund ihrer Hautfarbe und Religion. Es kam zu kleineren Rangeleien zwischen Anhängern beider Lager. Die Polizei war mit starken Kräften im Einsatz.  

Pegida hatte die Demonstration um einen Tag vorgezogen. Eigentlich gehen die Islamkritiker immer montags auf die Straße. Unter dem Motto „Offen und bunt - Dresden für alle“ findet an diesem Montag in Dresden jedoch ein Konzert gegen Fremdenfeindlichkeit mit zahlreichen Künstlern wie Herbert Grönemeyer statt.   

Pegida-Sprecherin Kathrin Oertel kritisierte bei der Kundgebung am Sonntag die Organisatoren des Konzerts, die mit „Geld und Stars“ nur zeigen wollten, dass Pegida „im direkten Vergleich verliert“. Deshalb habe man die eigene Kundgebung auf den Sonntag verlegt. Anhänger der Pegida könnten so am Montag auch das Gratiskonzert besuchen, sagte Oertel.   

Die 37-Jährige wies Berichte über eine Zusammenarbeit ihrer Bewegung mit der AfD zurück. Auch im Zusammenhang mit dem Rücktritt Bachmanns habe es keine Absprachen gegeben, sagte sie. „Pegida ist und bleibt überparteilich.“ Unter großem Beifall der Menge sprach Oertel von „Presse-Lügnern und Politik-Versagern“ und kündigte eine Initiative für ein Bürgerbegehren zur Rücknahme der Polizeireform in Sachsen an. (mit dpa)

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ste/sl/mro

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