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Legida und Proteste
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Leipziger Politikwissenschaftler sieht bei Legida „PR-Desaster allerster Güte“

Aus für Rechtspopulisten Leipziger Politikwissenschaftler sieht bei Legida „PR-Desaster allerster Güte“

Legida steht vor dem Ende. Zuletzt konnten die Rechtspopulisten kaum noch Anhänger mobilisieren. Die Gründe dafür sieht Politikwissenschaftler Hendrik Träger von der Uni Leipzig in organisatorischen Schwächen bei Legida und dem anhaltenden Druck der Gegendemonstranten.

Der Leipziger Politikwissenschaftler Hendrik Träger beobachtete bei Legida zum Ende hin ein massives Mobilisierungsproblem. (Archivbild)

Quelle: Christian Modla

Leipzig. Legida steht vor dem Ende. Mit vagen Ankündigungen von Kabarett und einer sachsenweiten Vernetzung verabschiedeten sich die Rechtspopulisten am Montagabend fürs Erste von der Bühne. Was sind die Gründe dafür? Der Leipziger Politikwissenschaftler Hendrik Träger beobachtete bei Legida zum Ende hin ein massives Mobilisierungsproblem. Das Bündnis habe seine Sympathisanten nicht langfristig bei der Stange halten und davon überzeugen können, bei Wind und Wetter auf die Straße zu gehen. „Vielleicht haben sich auch viele, die an den ersten Demonstrationen teilgenommen haben, mehr oder/und etwas anderes von Legida erwartet“, so Träger. „Damit ist es nur noch eine Frage der Zeit, bis die Leute wegbleiben.“

Ein weiterer Grund für das Ende der Legida-Demos seien aber auch die vielen Gegendemonstranten gewesen. „Die Sympathisanten von Legida bekommen bei jeder Versammlung vor Augen geführt, dass sie in Leipzig nur eine kleine Gruppe der Bevölkerung repräsentieren“, sagt der Politikwissenschaftler der Uni Leipzig. Veranstaltungen gegen einen wesentlich größeren Gegner könnten auch demoralisierend und demobilisierend wirken. Für die Organisatoren sei es zudem „ein PR-Desaster allererster Güte, wenn in den Medien über ein immer kleiner werdendes Grüppchen auf der einen Seite und einen vergleichsweise übermächtigen Gegner berichtet wird.“ Legida hätte angesichts dessen die Notbremse ziehen müssen.

In der Ankündigung von Kabarett und sachsenweiter Vernetzung sieht Tröger den Versuch, die eigenen „Sympathisanten nicht ohne einen Funken Hoffnung nach Hause“ zu schicken. Das könne aber nicht über die erhebliche organisatorische Schwäche von Legida hinwegtäuschen. „Legida 2017 oder 2018 wird nicht das sein, was Legida 2015 einmal war“, so der Politikwissenschaftler.

luc

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Leipzig
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