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Legida und Proteste
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Protest gegen rechte Demos in Leipzig formiert sich

Legida und Großkundgebung Protest gegen rechte Demos in Leipzig formiert sich

Leipzig stehen unruhige Tage bevor. Am Montag will Legida wieder über den Ring ziehen, für das Wochenende ist eine rechte Großkundgebung angekündigt. Eine Gruppe um den früheren Thomaskirchenpfarrer Wolff ruft nun zum Gegenprotest auf. „Zurückhaltung ist unangebracht“, heißt es in ihrem Aufruf.

Gegen die Demos von Legida und „Widerstand Ost/West“ formiert sich Protest. Einen Aufruf unterzeichneten unter anderem Bernd Günther (DGB), Pfarrer a.D. Christian Wolff und Frank Kimmerle vom Erich-Zeigner-Haus e.V.

Quelle: Dirk Knofe / dpa

Leipzig. Gegen die rechten Demonstrationen der kommenden Tage in Leipzig formiert sich Protest. Am Wochenende veröffentlichte der ehemalige Thomaskirchenpfarrer Christian Wolff einen Aufruf, am Montag und am Sonnabend gegen Fremdenfeindlichkeit und Rassismus auf die Straße zu gehen. Hintergrund sind der erneute Aufmarsch von Legida sowie eine geplante Großkundgebung am kommenden Wochenende.

Neben Wolff haben auch andere Leipziger Persönlichkeiten das Schreiben unter dem Titel „Nicht nachlassen“ unterzeichnet. Dazu gehören beispielsweise mehrere Pfarrer, Prinzen-Sänger Sebastian Krumbiegel, die Grünen-Politikerin Monika Lazar oder der Leipziger DGB-Vorsitzende Bernd Günther. Gemeinsam fordern sie, für die Grundwerte unserer Gesellschaft und ein Europa mit offenen Grenzen einzutreten. „Rechtsradikalismus lässt sich nicht dadurch bekämpfen, dass man ihn gewähren lässt“, heißt es in dem Aufruf. „Rechtem Gedankengut muss unmittelbar und klar widersprochen und widerstanden werden. Zurückhaltung ist unangebracht.“

Die Demo des fremden- und islamfeindlichen Bündnisses Legida ist am Montagabend (14.09.2015) eskaliert. Hooligans durchbrachen mehrfach die Polizeisperre, nachdem Gegendemonstranten die Route mit mehreren Sitzblockaden versperrt hatten. Fotos: Dirk Knofe

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Die Unterzeichner sprechen sich des Weiteren dafür aus, Asylbewerber aufzunehmen und gleichzeitig die Ursachen von Flucht und Vertreibung zu bekämpfen. Dabei dürften diejenigen, die sich seit Wochen für eine menschenwürdige Aufnahme von Flüchtlingen engagieren, „nicht das Gefühl bekommen, dass sie allein gelassen werden“. Die Gida-Bewegung sowie Parteien wie AfD und NPD setzten auf einen neuen Nationalismus, heißt es in dem Aufruf weiter, um „die Bevölkerung zu spalten, soziale Ängste zu schüren, das Zusammenleben mit Migranten zu vergiften“. Dies dürfe nicht unwidersprochen bleiben.

Am Montag lädt die Gruppe um Wolff um 17 Uhr zum Friedensgebet in der Nikolaikirche ein. Um 18 Uhr folgt eine Kundgebung auf dem Nikolaikirchhof, von wo aus ein Demonstrationszug zum ehemaligen Hotel Astoria führt. In Sichtweite wird auf dem Willy-Brandt-Platz erneut eine Kundgebung der „Leipziger gegen die Islamisierung des Abendlandes“ stattfinden. Legida hat dieselbe Demo-Route wie in der Vorwoche angemeldet, als es zu schweren Randalen einiger Teilnehmer kam.

Liveticker: Legida-Demonstration am 14. September eskaliert

Weiterer Gegenprotest wird für den kommenden Sonnabend erwartet. Der ehemalige Thomaskirchenpfarrer und seine Mitstreiter rufen um 14 Uhr zu einer Kundgebung am Nordplatz auf. Im Anschluss führt die Demonstration zum Augustusplatz. Dort hat auch der einstige Legida-Aktivist Silvio Rösler für die Initiative „Widerstand Ost/West“ eine Versammlung mit anschließendem Marsch um den Ring angemeldet (15 Uhr). Beteiligen will sich auch der „Gida-Dachverband“, der sich mittlerweile „Offensive für Deutschland“ nennt. „Die Zeit des Spazierengehens ist für uns vorbei. Es gilt, seinen Forderungen Nachdruck zu verleihen und auch Lösungen anzubieten und einzufordern“, teilte die Organisation mit. Erwartet werden bis zu 5000 Teilnehmer aus dem gesamten Bundesgebiet.

maf

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