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Legida und Proteste
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Skurriler Auftritt bei Legida in Leipzig – lautstarker Gegenprotest

Live-Ticker Skurriler Auftritt bei Legida in Leipzig – lautstarker Gegenprotest

Legida ist am Montagabend zum 22. Mal durch Leipzig marschiert. Neben lautstarkem Protest von Gegendemonstranten ernteten die Rechtspopulisten auch von Grünen-Chef Cem Özdemir harsche Kritik. Auf der Legida-Bühne kam es zu einer skurrilen Aufführung.

Legida lief am Montag vom Richard-Wagner-Platz zum Neuen Rathaus und zurück.

Quelle: LVZ

Leipzig. Die 22. Demonstration der „Leipziger gegen die Islamisierung des Abendlandes“ hat wieder breiten Gegenprotest in der Messestadt hervorgerufen. Die Auseinandersetzung beschränkte sich jedoch auf verbale Angriffe, der Abend verlief vergleichsweise friedlich. Zwar habe es auf beiden Seiten „gewaltgeneigte Personen“ gegeben, teilte die Polizei am Abend mit. Ein Zusammenstoß sei von den mehreren hundert Einsatzkräften und durch Absperrungen verhindert worden. Teilnehmerzahlen von Legida und Gegendemonstranten nannten die Beamten nicht.

Legida ist am Montagabend (05.10.2015) wie in der Vorwoche über den westlichen Ring marschiert. Es war die 22. Demo des islamfeindlichen Bündnisses in Leipzig. Erneut haben verschiedene Initiativen dagegen protestiert.

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Der Aufmarsch des islamfeindlichen Bündnisses hatte dieses Mal auch Widerspruch aus der Bundespolitik provoziert. Cem Özdemir war am Abend an die Hainspitze im Leipziger Zentrum gekommen. Der Bundesvorsitzende der Grünen sagte: „Legida bringt keine Sorgen zum Ausdruck, sondern Rassismus. Mit Rassisten diskutieren wir nicht, Rassisten bekämpfen wir.“

Özdemir: „Was in diesen Straßen passiert, ist erschütternd“

Später am Abend twitterte Özdemir, er sei am Hauptbahnhof in den abreisenden „Legida-Pulk“ geraten. Den Rechtspopulisten entgegnete er: „Ihr könnt machen, was ihr wollt. Ich komme wieder.“ Mit Verweis auf Legida und Pegida schrieb er weiter: „Was in diesen Straßen passiert, ist erschütternd.“

Nach dem Ende des sogenannten „Spaziergangs“ kam es auf der Legida-Bühne am Abend zu einer skurrilen Szene: Eine schwarz gekleidete Frau mit Flügeln mimte offenbar eine auferstandene Jüdin aus der Funkenburgstraße. Ihre These: Muslime kämen als Wiedergutmachung für den Holocaust ins Land, dies sei antisemitisch. Der Sinn der Aufführung erschloss sich selbst Legida-Sympathisanten kaum. Auf der Facebook-Seite der Islamgegner schrieben Nutzer Kommentare wie „Das kann man sich nicht antun -.- Wasn heute los...?!“ oder „Ist das euer Ernst mit dieser Frau?“ Legida hatte es als „etwas zum Nachdenken auf der Bühne“ angekündigt.

Legida kündigte am Montag an, noch bis zum Jahresende weiter zu marschieren. Am 19. Oktober will die fremdenfeindliche Initiative ihre Demo nach Dresden verlegen, um dort das einjährige Bestehen von Pegida zu feiern.

Der Bundesvorsitzende der Grünen, Cem Özdemir, hat am Montagabend (05.10.2015) in Leipzig den Protest gegen Legida unterstützt. Bei der Gegendemo an der Hainspitze hielt er eine kurze Rede.

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LVZ.de hat den Demo-Abend wie gewohnt im Live-Ticker begleitet, den Sie hier nachlesen können:

++ 21.56 Uhr ++ Die Polizei zieht ein erstes Fazit: Sowohl auf Seiten Legidas als auch der Gegendemonstranten habe es „gewaltgeneigte Personen“ gegeben. Abgesehen von verbalen Angriffen sei der Abend aber friedlich verlaufen. Teilnehmerzahlen nennt die Polizei nicht, mehrere hundert Beamte seien im Einsatz gewesen.

Legida ist am Montagabend (05.10.2015) wie in der Vorwoche über den westlichen Ring marschiert. Es war die 22. Demo des islamfeindlichen Bündnisses in Leipzig. Erneut haben verschiedene Initiativen dagegen protestiert.

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++ 21.45 Uhr ++ Die Straßenbahnen und Busse der LVB fahren wieder auf den normalen Linien, vereinzelt kann es noch zu Verspätungen kommen.

++ 21.24 Uhr ++ Auf der Freiraumbühne vor der Stadtbibliothek wird ein griechischer Tanz aufgeführt. Er hat das Thema Menschen auf der Flucht zum Thema und werde auch in der Türkei getanzt. Während einige hundert Meter weiter Legida und NoLegida demonstrierten, beteiligten sich einige Dutzend Menschen an dem Programm "Griechisch Tanzen lernen" mit dem Hellenic Bouzouki Ensemble.

++ 21.01 Uhr ++ Zum Abschluss kündigt Legida an, bis zum Jahresende weiter jede Woche in Leipzig zu demonstrieren. Wie üblich wird noch die Nationalhymne gesungen. Dann ist die Kundgebung beendet, die Teilnehmer werden von der Polizei zum Hauptbahnhof eskortiert.

++ 20.44 Uhr ++ Skurrile Szene bei Legida: Eine schwarz gekleidete Frau – ihre Optik erinnert an eine Hexe – betritt die Bühne. Sie trägt schwarze Flügel und ruft: „Wir sind das Pack.“ Sie mimt offenbar eine auferstandene Jüdin aus der Funkenburgstraße. Ihre These: Muslime kämen als Wiedergutmachung für den Holocaust ins Land. Die Frau sagt, das sei antisemitisch. Der Sinn der Aufführung erschließt sich kaum. Auf der Facebook-Seite von Legida schreiben Nutzer Kommentare wie „Das kann man sich nicht antun -.- Wasn heute los...?!“ oder „Ist das euer Ernst mit dieser Frau?“ Legida kündigte es als „etwas zum Nachdenken auf der Bühne“ an.

++ 20.41 Uhr ++ Legida ist zurück auf dem Richard-Wagner-Platz. Sie werden von zahlreichen Gegendemonstranten hinter der Absperrung empfangen. Davor hat sich die Polizei mit Hundeführern postiert.

++ 20.19 Uhr ++ Legida kommt wieder an der Thomaskirche vorbei. Der Gegenprotest ist laut: „Es gibt kein Recht auf Nazipropaganda.“ Pfiffe und Buh-Rufe begleiten dem Demonstrationszug.

++ 20.12 Uhr ++ Legida hat die Wendemarke erreicht.

++ 19.57 Uhr ++ Der Legida-Marsch wird von vielen Gegendemonstranten auf dem inneren Dittrichring begleitet. NoLegida sammelt sich vor allem an der Thomaskirche.

++ 19.46 Uhr ++ Der sogenannte „Spaziergang“ von Legida beginnt, die Route führt zum Neuen Rathaus. Über der Innenstadt schwebt wie üblich ein Polizeihubschrauber. Aus den Boxen von „Leipzig nimmt Platz“ ertönt der Ärzte-Song „Schrei nach Liebe“, der als Protest gegen Rechtsextremismus kürzlich wieder die Charts stürmte.

++ 19.39 Uhr ++ Fröbel reißt verschiedene Themen an – von der Eizelle über die Machtergreifung Hitlers und Deutschland als extremistische Diktatur. Er lobt die „radikale Genialität“ der Verfassung in Liechtenstein, einer Verfassung, in der den demokratischen Elementen ein starkes monarchisches Prinzip gegenübergestellt wird.

++ 19.28 Uhr ++ Fröbel spricht auch diese Woche und zieht Parallelen zwischen Legida und 1813, dem Jahr der Völkerschlacht bei Leipzig. Gleichzeitig haben Gegendemonstranten Lautsprecher in Richtung Legida gerichtet und versuchen, sie mit eigenen Reden zu übertönen.

++ 19.21 Uhr ++ Die Polizei bringt einen Wasserwerfer auf dem Ring in Stellung.

 

++ 19.17 Uhr ++ Es sind etwa 700 Anhänger zu Legida gekommen, etwas mehr als in der Vorwoche. Auf einem Freisitz eines Restaurants am Richard-Wagner-Platz sitzt eine Gruppe von Hooligans und betrinkt sich.

++ 19.16 Uhr ++ Legida-Organisator Markus Johnke fordert Neuwahlen. Er bezeichnet die Gegendemonstranten von NoLegida als „Schreikinder“. Johnke kündigt an, dass der Leipziger Ableger in zwei Wochen (19. Oktober) nach Dresden fahren will – zum einjährigen Bestehen von Pegida. In Leipzig soll es an diesem Tag keine Demo geben.

++ 19.14 Uhr ++ Merbitz wurde abermals beleidigt. Die Polizei kontrolliert den Pöbler, der offenbar angetrunken ist.

Die Polizei kontrolliert einen Mann, der den Polizeipräsidenten Merbitz beleidigt hat.

Die Polizei kontrolliert einen Mann, der den Polizeipräsidenten Merbitz beleidigt hat.

Quelle: LVZ

++ 19.05 Uhr ++ Die Legida-Kundgebung beginnt. Es ertönt die Titelmelodie des „Schwarzen Kanal“ – einer agitatorischen Sendung des DDR-Fernsehens, die sich mit dem westlichen TV beschäftigte.

++ 19.03 Uhr ++ Wegen des Demo-Geschehens werden aktuell Straßenbahnen der Linien 1, 9 und 14 sowie Busse der Linie 89 umgeleitet oder fahren verkürzt. Die aktuelle LVB-Verkehrslage im Internet:  www.lvb.de/v

++ 18.59 Uhr ++ Kurz vor dem geplanten Start der Legida-Kundgebung haben sich etwa 400 bis 500 Anhänger auf dem Richard-Wagner-Platz eingefunden.

++ 18.52 Uhr ++ Ein Legida-Anhänger beschimpft den Polizeipräsidenten Merbitz als „dreckiges Schwein“. Der Angegriffene nimmt es gelassen und lässt sich nicht provozieren.

++ 18.39 Uhr ++ Özdemir gibt nach seiner Rede noch kurz Interviews, danach macht er sich auf den Weg zur Eröffnung des Wahlkreisbüros der Landtagsabgeordneten Claudia Maicher in der Zschocherschen Straße.

++ 18.34 Uhr ++ Der Grünen-Vorsitzende greift auch die Asyl-Debatte auf: „Alle, die bei uns leben wollen, müssen wissen, dass sie ins Land des Grundgesetzes kommen.“ Alle müssten sich daran halten, dass Männer und Frauen gleichberechtigt sind. In der Stadt der großen Montagsdemonstrationen von 1989 sagt Özdemir: „Es bereitet Schmerzen, wenn Leute die etwas anderes im Schilde führen, diesen Begriff verwenden. Er ist mit Freiheit, Demokratie und Antirassismus verbunden.“

Der Bundesvorsitzende der Grünen, Cem Özdemir, hat am Montagabend (05.10.2015) in Leipzig den Protest gegen Legida unterstützt. Bei der Gegendemo an der Hainspitze hielt er eine kurze Rede.

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++ 18.33 Uhr ++ In der vergangenen Woche hatte der regelmäßige Legida-Redner Friedrich Fröbel rassistische Töne angeschlagen und behauptet, „das Volk zu den Waffen rufen“ zu können. Darauf geht Özdemir ein: „Das ist Volksverhetzung, das gehört angeklagt.“

++ 18.31 Uhr ++ Ödzemir sagt an der Hainspitze: „Legida bringt keine Sorgen zum Ausdruck, sondern Rassismus. Mit Rassisten diskutieren wir nicht, Rassisten bekämpfen wir.“ Nach einem Zwischenruf ergänzt er: „Ich schieße nicht, ich bin Pazifist.“

Der Richard-Wagner-Platz wurde symbolisch in Refugees-Welcome-Platz umbenannt.

Der Richard-Wagner-Platz wurde symbolisch in Refugees-Welcome-Platz umbenannt.

Quelle: LVZ

++ 18.19 Uhr ++ Die Legida-Kundgebung muss heute auf dem „Refugees-Welcome-Platz“ stattfinden. Eine Bürgerinitiative hat das Schild angebracht – als symbolische Platznahme.

++ 18.16 Uhr ++ Grünen-Chef Cem Ödzemir ist am Richard-Wagner-Platz angekommen. Ihm fällt die direkte Nähe der Gegendemo zur Legida-Kundgebung auf. Der sächsische Grünen-Vorsitzende Jürgen Kasek informiert ihn über das allmontägliche Geschehen in Leipzig.

++ 18.10 Uhr ++ Gegendemonstranten sammeln sich an der Hainspitze. Auch Polizeipräsident Bernd Merbitz macht sich ein Bild von der Lage.

++ 18.05 Uhr ++ Vor seiner Rede in Leipzig hat Grünen-Chef Cem Özdemir auf Twitter dazu aufgerufen, „25 Jahre nach der Einheit den Rassisten nicht die Heldenstadt Leipzig“ zu überlassen.

++ 18.00 Uhr ++ Das Friedensgebet in der Nikolaikirche ist beendet.

++ 17.46 Uhr ++  Die Polizei riegelt den Zugang zum Richard-Wagner-Platz ab. Passanten müssen den Bereich umgehen.

Die Polizei riegelt den Zugang zum Richard-Wagner-Platz ab.

Die Polizei riegelt den Zugang zum Richard-Wagner-Platz ab.

Quelle: Dirk Knofe

++ 17.23 Uhr ++ In den sozialen Netzwerken sorgt ein Kommentar von MDR-Redakteurin Uta Deckow für Aufsehen. Sie schreibt darin über Pegida, Pressefreiheit, Angriffe auf Journalisten und den Vorwurf der „Lügenpresse“: Pressefreiheit ja - solange es die eigene Meinung deckt.

++ 16.47 Uhr ++ Die Polizei hat rund um den Richard-Wagner-Platz Aufstellung genommen.

++ 16.04 Uhr ++ Der Gida-Dachverband „Offensive für Deutschland“ kommt ein zweites Mal nach Leipzig. Die Demo soll am 17. Oktober um 17 Uhr in Grünau stattfinden. Die Rechtspopulisten treffen sich auf dem Platz, an dem Stuttgarter Allee und Alte Salzstraße aufeinandertreffen.

++ 15.31 Uhr ++ Auch in Dresden ist heute wieder Demoabend. Pegida darf dieses Mal allerdings nicht vor die Semperoper. Das Verwaltungsgericht Dresden bestätigte eine entsprechende Versammlungsauflage der Stadt. Die hatte Pegida statt des Theaterplatzes den Neumarkt zugewiesen, da in der Semperoper zeitgleich eine Veranstaltung stattfindet, die durch den Lärm vor der Tür gestört würde.

++ 14.54 Uhr ++ Der Bundesvorsitzende der Grünen, Cem Özdemir, will am Abend den Protest gegen Legida unterstützen. Er wird voraussichtlich zwischen 18.15 Uhr und 18.45 Uhr bei der Gegendemo an der Hainspitze eine kurze Rede halten.

++ 14.37 Uhr ++ Die Leipziger müssen sich auf Behinderungen rings um den westlichen Innenstadtring mit Behinderungen einstellen. Die Stadtverwaltung empfiehlt, ab etwa 15.30 Uhr andere Zugänge zum Zentrum zu nutzen. Die Leipziger Verkehrsbetriebe reagieren situationsabhängig mit Umleitungen. Reisende können sich dazu über die mobile App oder auf der Webseite www.lvb.de informieren.

++ 14.33 Uhr ++ Gegenprotest formiert sich an der Hainspitze, an der Thomaskirche und vor dem Naturkundemuseum: Die Demos von „Leipzig nimmt Platz“ gegen Rassismus und für Toleranz beginnen 18 Uhr. Ebenfalls ab 18 Uhr führt die „Leipziger Montagsdemo“ vom Nikolaikirchhof zum Willy-Brandt-Platz und findet die „Leipziger Friedenswache“ in der Petersstraße statt.

++ 14.30 Uhr ++ Die Legida-Demo beginnt mit einer Auftaktkundgebung um 19 Uhr auf dem Richard-Wagner-Platz. Die Route führt zum Neuen Rathaus und zurück. Es sind 1000 Teilnehmer angekündigt.


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