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Legida und Proteste
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Vermummte attackieren Legida-Gegner – nur noch 600 Teilnehmer bei Demo in Leipzig

Vermummte attackieren Legida-Gegner – nur noch 600 Teilnehmer bei Demo in Leipzig

Zum neunten Mal sind Anhänger des islam- und ausländerfeindlichen Bündnisses Legida am Montagabend durch die Leipziger Innenstadt gelaufen. Um 19 Uhr fand vor der Leipziger Oper die Auftaktkundgebung statt, danach ging es über den Georgiring, Wintergartenhochhaus und Querstraße zurück zum Augustusplatz.

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Der geflutete Brunnen vor der Oper Leipzig kurz vor 19 Uhr - dem offiziellen Beginn der Veranstaltung mit angestrebten 1500 bis 2000 Teilnehmern.

Quelle: LVZOnline

Leipzig. Etwa 1500 bis 2000 Menschen wurden erwartet. Nach ersten Schätzungen waren es zwischen 500 und 600 Mann, die sich um den erstmals mit Wasser gefüllten Brunnen vor der Oper versammelten und anschließend durch das Graphische Viertel zogen.

Bei den Gegendemonstrationen an verschiedenen Orten in der Stadt seien es 600 Teilnehmer gewesen, so Landtagsabgeordnete und Stadträtin Juliane Nagel (Die Linke). Acht Hundertschaften aus Sachsen, Brandenburg und von der Bundespolizei waren im Einsatz.

Attacke auf der Nürnberger Straße

Erneut sicherte die Polizei die Veranstaltung mit einem großen Aufgebot ab. Auf dem Dach der Hauptpost bezogen Sicherheitskräfte Stellung. Andere Beamte versuchten, die Veranstaltungsteilnehmer zu trennen. Die Leipziger Polizei berichtete von einem Aufeinandertreffen zweier kleiner Gruppen nach dem Ende aller Veranstaltungen. Auf der Nürnberger Straße wurden vier Teilnehmer der Gegendemos angegriffen. Die Täter seien vermummt gewesen und hätten bisher keinem der beiden Lager zugeordnet werden können. Es wird wegen Körperverletzung ermittelt.

Es gab über den Abend hinweg keine Gewahrsams- oder Festnahmen und keine verletzten Polizeibeamten. Auch die Abfahrt der Versammlungsteilnehmer über den Hauptbahnhof ging weitestgehend friedlich vonstatten, erklärte Bundespolizei-Sprecherin Yvonne Manger auf Anfrage von LVZ-Online.

Keine Demo kommende Woche

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Auf dem Weg zum "Spaziergang": Legida am 30. März.

Quelle: LVZOnline .

Gegen 18 Uhr war auf der Goethestraße an der Oper noch nicht viel von den Islamgegnern zu sehen. Bis zum Beginn waren es knapp 300 verteilte Anhänger, die sich vor der Bühne versammelt hatten. Mit der Zeit stieg die Zahl aber an. Es wurden Tickets für die Fahrt zur nächsten Veranstaltung in Dresden verkauft. Die Legida-Demos sollen kommende Woche pausieren, wie es hieß. Später am Abend wurde eine Videoaufzeichnung der Dresdner Pegida-Kandidatin im Kampf ums Amt des Oberbürgermesiters eingespielt. Tatjana Festerling lud darin die Legida-Anhänger für den Ostermontag nach Dresden ein. Eine Woche darauf wird der niederländische Rechtspopulist Geert Wilders in der sächsischen Landeshauptstadt erwartet.

Legida distanzierte sich in der Auftaktkundgebung von den Morddrohungen gegen Burkhard Jung (SPD), kritisiert den Leipziger Oberbürgermeister, der wegen der Angriffe auf seine Person unter Polizeischutz gestellt werden musste, aber weiter. Legida-Organisator Silvio Rösler rief den OB dazu auf, auf der Legida-Bühne zu sprechen: "Eröffnen Sie die politische Auseinandersetzung."

  // Wir haben einige filmische Eindrücke von den Protesten gegen Legida an der Querstraße für Euch.Posted by LVZ-Online on Montag, 30. März 2015

Die Veranstaltung auf dem Augustusplatz war gegen 19.40 Uhr beendet. Die Islamgegener marschierten abgeschirmt von der Polizei über den Georgiring. Im Graphischen Viertel hatte „Leipzig nimmt Platz – Refugees Welcome“ eine Gegenveranstaltung von etwa 50 Leuten angemeldet. Als Legida das Wintergartenhochhaus passiert hatte, in Höhe der Dörrienstraße, gab es wütende Pfiffe und Rufe seitens der hier postierten Gegendemonstranten von "Leipzig nimmt Platz". Auch auf dieser Seite reichten die Teilnehmerzahlen nicht mehr an die von vor wenigen Wochen heran.

Legida-Redner fordert Verfolgung von Lehrern und Politikern

Als der Zug der Legida gegen 20.15 Uhr wieder am Augustusplatz anlangte, gab es über die Absperrung zwischen Polizeifahrzeugen hinweg wütende Wortgefechte zwischen Legidisten und Gegendemonstranten. Auf der Abschlusskundgebung sprach Michael Mannheimer: Er befürchte, die Invasion der Integration nicht zu überleben. Islam und Sozialismus seien Todfeinde der Meinungsfreiheit. Der rechte Blogger verstieg sich zur Formulierung "Genozid an den Deutschen" und vom "Widerstand bis zum Tod". In seinem langen Monolog forderte er noch die Einstufung des Islam als terroristische Vereinigung, das Verbot der Antifa und die Verfolgung von Lehrern, Politikern und Medien als Unterstützer eben jener.

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Die satirische Gegenveranstaltung "Legida - Das Original" vor dem Gewandhaus.

Quelle: LVZOnline .

Weitere Gegenproteste waren unter anderem für die Freifläche vor dem Gewandhaus durch „Legida – Das Original“ angemeldet. Die Satire-Kundgebung um „Kuno“ Kumbernuß plante mit 2000 Besuchern. Gegen 18 Uhr standen rund 150 Menschen auf dem Augustusplatz. Der Inhalt der Redebeiträge verherrlichte wie in den Vorwochen vor allem den Alkohol. Gegen 19 Uhr endete der offizielle Teil der Kundgebung. Trillerpfeifen wurden verteilt.

Auf dem Nikolaikirchof lud das Bündnis 8. Mai schon um 15.30 Uhr unter dem Motto „Willkommen in Leipzig – eine weltoffene Stadt der Vielfalt“ zum Protest gegen Legida.

LVZ-Online

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